Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Erstaunlich, was man alles anstellen kann mit einem Kürbis, einem halben Liter Bienenwachs, drei Erdbeeren, einer Reitpeitsche, einem X-Box-Controller, einer Flasche Rotwein und fünf Meter Paketschnur. Ohne jetzt weiter ins Detail zu gehen, kann ich sagen, dass der Alltag bei weitem seltsamere Sachen zu bieten hat. Realsatire zu Weihnachten. Erstaunlich, wofür Handys alles missbraucht werden. Nicht nur, dass die wenigsten wirklich noch zum Telefonieren verwendet werden, sie dienen neurdings wohl auch als Wichsvorlage und das nicht für Technikverliebte.
Gestern am Kiosk stand ein pickliger (schätzungsweise) Sechzehnjähriger neben mir und hat ganz verschämt und versteckt einen Playboy durchgeblättert und dabei mit seinem Fotohandy die Mädels fotografiert. Es ist dann natürlich zuhause einfacher, ein kleines Telefon ins Klo zu schmuggeln, als ein Hochglanzheft. Wenn es daneben geht kleben auch keine Seiten zusammen. Aber die Bildqualität lässt dann doch irgendwie zu wünschen übrig. Oder er protzt damit bei Freunden und behauptet, er hätte DIE bei sich im Zimmer gehabt. Pubertäres Kichern. Und dann haben sie zusammen Playstation gespielt, BOAH! Mit fünf Jahren schon das Wort „fi**en“ kennen, aber bis fünfundzwanzig nicht wissen, wie es geht.
Frauen mit aufgespritzten Lippen sehen doof aus. Wenn ich früher was sehen wollte, das so aussieht, habe ich eine Fahrradpumpe geholt und unser Gummiboot aufgeblasen. Lippen wie die von Angelina sind nun nicht jeder gegeben und damit muss man sich abfinden können. Es geht doch auch ins Geld, pro Schminksitzung einen kompletten Lippenstift zu verbrauchen. Kann dort eigentlich auch wieder abgesaugt werden, falls an anderer Stelle wieder benötigt wird? Womit wird das eigentlich gemacht? Sind das Mini-Silikonkissen oder ist das abgesaugtes Fett vom Arsch? Das wirft völlig neues Licht auf den Satz „Kiss my ass“.
Auf einem der Schwafelsender lief ein Report zum Thema Weihnachtsgeschenke und da hat ein Typ 5000 Euro gespart, um seiner Freundin eine Brustvergrösserung zu schenken, die sie sich ja soooooo gewünscht hat. PERFEKTE Brüste, aber nein, die müssen grösser sein. Und dann der brilliante Satz von ihr: „Jetzt sind die so schön straff, jetzt brauche ich auch keinen BH mehr zu tragen“. Hallo? Tussi? Schwerkraft? Je gross, desto schwer, desto BH. Was mich zur Frage bringt, ob man eigentlich bei den ganzen Umbauten mit der Zeit geht und statt unter der Brust zuzunähen kommt ein Reissverschluss rein? „Heute hätte ich gerne ein anderes Kleid getragen, ich nehm da 500 Gramm raus“.
Warum nehmen Frauen, die Kaffee im Becher kaufen immer einen zweiten Becher drumrum, weil er so heiss ist, lassen ihn dann aber so lange irgendwo rumstehen, bis er kalt ist?
Vorgestern musste ich mich im Zug umsetzen. Schräg gegenüber sass ein Herr, der wohl aus unserem südlichen Nachbarland stammte und der seit dem Glatzenlifting von Berlusdingsbums auch denkt, dass diese Piratentücher um die Birne cool sind. Verwegen. Wild. Rrrrrrrrr! Nur Johnny Depp sieht als Pirat heutzutage noch cool aus. Da es aber Winter ist und kalt und sich Köpfe wieder vermehrt bedecken, ist wieder die Zeit der hässlichen Mützen. Mehrheitlich wäre es erträglicher, mit glühenden Eisen geblendet zu werden (Aus welchem Film/TV-Schinken der 70er war das noch gleich?), als dieser Kreationen textiler Perversionen ansichtig zu werden.
Die Top 3 der letzten Woche, den Pizzaten nicht mitgezählt:
1. Marke Ölbohrer. Aus rotem Filz gezwirbeltes Designerteil, sieht aus wie eine riesige Bohrerspitze mit rosa Schnörkeln. Reizt nicht zum Bohren sondern zum unangespitzt in den Boden rammen.
2. Marke Blumenbouquet. Jeder weiss, wie Blumensträusse oder Töpfe in Blumenhandlungen eingepackt werden, in diesem Falle pinkes Papier. Dann setze man dieses einer Frau auf den Kopf und lasse es von innen heraus explodieren und in Fetzen runterhängen. Voilà.
3. Marke Töpfchen. Und zwar das Töpfchen, auf das kleine Kinder gehen, wenn sie Pipi oder A~A. Nur, dass dieses nicht nur auf den Kopf gedreht, sondern auch noch drübergestülpt wurde. Sieht auch ähnlich beschissen aus. Unterstützt, da aus weissem Kunstleder, auch noch durch weisse Fusselpelzchen-Applikationen.
Man nehme die sieben Artikel aus dem ersten Abschnitt und bastle einen Hut. das Ergebnis KANN nur besser werden.
da hast du dich ja wieder mal so richtig reingeknieht! Super, bist wieder mal so richtig in die vollen gegangen………
Es macht Spaß das "was bei dir raus muss" zu lesen. Habe herzhaft gelacht!
"Warum nehmen Frauen, die Kaffee im Becher kaufen immer einen zweiten Becher drumrum, weil er so heiss ist, lassen ihn dann aber so lange irgendwo rumstehen, bis er kalt ist?"
Hier kommt ein Einblick in die Frauenlogik:
Wir "Ladys" trinken den Kaffee eben gern aus Porzelan, wo die Tasse den Inhalt bereits auf eine angenehme Trinktemperatur abkühlt. Ein zweiter Papier oder Plastikbecher verleiht mehr Stabilität, kühlt den Kaffee aber nicht ab, so muss er eben ein Moment stehen bleiben. Ist doch klar!
zum thema "kein bh mehr…": als ichs gesehen habe gings mir ähnlich wie dir. bei solch fundierten kenntnissen über die schwerkraft hab ich mich erst mal weg gebrüllt…