Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Tage fangen an und Tage vergehen und Tage hören auf. Andere Tage fangen mit Verpennen an und entsprechend verhält sich dann der weitere Tag. Vorerst. Ausgerechnet an meinem wöchentlichen Helpdesktag (jetzt kein Gejammere von denen, die jeden Tag Helpdesk machen) muss das sein. Anfangs dachte ich ja noch, es wird so ein netter Tag wie letzten Dienstag, aber nein. Natürlich nicht. Meine Wunschträume werden in den ersten fünf Minuten schon Lügen gestraft. Danach verliefen die Wünsche und Diskussionen von Usern je länger je mehr in eine Richtung, wo man sich einen Argumentationsverstärker wünscht (Baselballschläger, UZI, Kettensäge, etc.). Das geht ja aber leider nicht, also lächeln und durch. Umso mehr wünscht man sich dann einen netten Abend zu Hause mit einem Schätzchen, Bierchen, Weinchen, Chipschen und einem Filmchen. Dann kommt aber genau der Moment, wo der männliche TV-User einen Film wählen will, in dem möglichst viele Darsteller möglichst plakativ ihr Leben aushauchen, weil man da so schön den Tagesablauf reininterpretieren kann. Dann ist aber die Userin noch da. Eine Frau. Die mag keine Explosionen oder Kung-Fu-Prügeleien. Die mag es, wenn geredet wird. Aha. Stundenlang. Am besten, wenn nur Frauen reden und zwischendurch mal ein Handwerker auftaucht, der seinen Hintern in Jeans durchs Bild wedelt. Oder sowas. Damit kann mann nicht. Halbnackte Mädels und/oder Explosionen. Ein Film, in dem es weniger Leichen gibt, als der IQ des Hauptakteurs hoch ist, ist Mist. Auch ist ja der Tränendrüsenfaktor je nach Zuseher völlig unterschiedlich. Es stimmt zum Beispiel nicht, dass Männer bei Filmen nicht weinen. Zeigt einem Kerl eine Szene, wo einer so RICHTIG was voll in die Eier bekommt. Da fühlt man mit! Das nennt man Empathie. Bei Frauen nennt man das Marketing-Berechnung. Ich behaupte nach wie vor, dass Filme wie Sissi (buhuhuu), Titanic (schluchz), Pearl Harbor (wäääh, Josh!) und Konsorten von Leuten produziert und initiiert werden, die mindestens eine Papiertaschentuchfirma besitzen oder an einer beteiligt sind. Gewisse Strickmuster einhalten (ein bisschen reden, ein bisschen knutschen, ein bisschen Held oder Heldin sterben lassen) und schon wird die optimale Reaktion ejakulierender Augen erreicht. So einfach geht das. Das einzige was NICHT einfach geht: Die Einigung darauf, was man sich ankuckt. Obwohl es ja durchaus Überraschungen gibt, auf die man sich erst widerwillig einlässt und plötzlich merkt: Hmmm, der ist ja GUT, der Film. Es gibt ja auch Filme, da wird geredet bevor einer umgelegt wird. Ist doch ein Anfang.
Das heisst ich darf mich heute Abend auf Alias und Dare Devil einstellen, bevor wir uns John Travolta und Samuel L. Jackson widmen, gefolgt von Indiana Jones Teil 1, Teil 2, Teil 3.
Klingt gut.
…aha, und ihr guggt also wirklich all die Filme an _einem_ Abend durch was? Ihr müsst aber auch massig viel Zeit übrig haben am Abend eh :)
Netter Versuch, Markus :)
…Netter Versuch von was, Lydia? :)
ejakulierende Augen!Schöner Ausdruck.