Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Filme, in der Regel aus Hollywood, vermitteln uns immer wieder kleine oder grosse Traumwelten, in die wir eintauchen und versinken können. Wenn wir uns darauf einlassen natürlich. Und nicht dauernd am Labern sind. Egal, ob es in die Vergangenheit geht zu Piraten oder römischen Wagenrennen, in die Zukunft zu Ausserirdischen, in virtuelle Welten im Innern von Computern oder zu Schnulzen mit garantiertem Happyend, egal, welchen unrealistischen Teil des Lebens wir haben wollen, die Filmfabrik an der Westküste Amerikas versorgt uns damit. Selbstverständlich existieren auch andere Filmländer, allerdings möchte ich mich bei Filmen unterhalten lassen, ohne vorher ein Studium in Psychologie oder Langweilerei absolvieren zu müssen. Ich bin auch bereit, hin und wieder die Popcorntüte rauszuholen und mein Niveau dezent zu reduzieren, einfach um Spass zu haben. Jungsfilme. Wo es knallt und kracht, wo es Helden und Prinzessinen gibt, Bösewichte und tolle Aufnahmen. Wenn dazu dann noch die Geschichte interessant ist UND die Darsteller ihren Job beherrschen, dann bin ich mehr als zufrieden. Hinzu kommt, dass in solchen Filmen in der Regel auch jemand (oder mehrere Jemands) ins Gras (oder Gräser) beisst.
Moralisten schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, ich persönlich kann damit umgehen. Das Unterscheiden von Gewalt im Film und im Leben fällt mir zumindest leichter als der dummen Sau, die ich heute morgen im Bus zusammenschlagen musste, weil er sich vor mich zwängte (Achtung, Ironiemodus). Wenn es nun einem Filmemacher gelingt, die oben angesprochenen Punkte umzusetzen und dazu die Grasbeissereien optisch so richtig fetzig (Nein, nicht dass da jemand zerfetzt wird, nein. Obwohl…) umzusetzen, dann find ich das cool. Ja, ich geb’s zu! Ich stehe auf choreografierte Baller- und/oder Kampfszenen. Wenn man alles zusammenpackt, dann bekommt man mein derzeitiges Highlight im Regal: Equilibrium. Da ist alles drin. Inklusive einer eigens entwickelten Kampftechnik namens Gun-Kata. Eine Art KungFu mit Kanonen. Da soll mir dann mal einer sagen, dass sei nicht hip. Wenn sogar eine Mädelfilmkuckerin neben mir sagt: „Boah, geil!“ und sich danach nicht schämt, dann will das doch wohl was heissen. Überhaupt, eigentlich sollte man sich viel weniger rechtfertigen müssen, wenn man über dreckige Witze lacht, sich Filme ansieht, die politisch unkorrekt sind oder sich Bilder von wenig bekleideten Menschen ansieht.
Apropos: Kürzlich habe ich unsere kleine Heiminstallation von einem Hub (mehrbessere Verteilerdose) zu einem Switch (verteilende Mehrbesserdose) umgerüstet, damit etwas mehr Kontrolle über unsere PC’s und deren Datenströme möglich ist. Nur: Kontrolle? Ich überlege da grade. Wie 1984 kann das werden? Geht da ein Dialogfenster an IHREM Rechner auf, wenn an SEINEM PC ein Bildchen mit erhöhtem Prozentsatz Haut downgeloadet wird? „Ihr Partner möchte ein Schmuddelbild downloaden. Zulassen? [ JA ] – [ NEIN ] – [ZU MAMA ZIEHEN ]“. Wenn an PC jemand poppt, wird ein Fenster aufgepopt? Also irgendwo geht Technik zu weit. Schauen wir doch lieber einen Film, wo ein paar Leute umgepustet werden. Gewalt ist ja viel weniger schlimm als Seggs. Aber mit Stil (gibt zwar auch stylishe Rammelware, wenn ich mich recht erinnere…). Wenn schon, denn schon.
"MÄDELFILMKUCKERIN"?
Komm du mir mal nach Hause.
ich glaube, ich stell mich mal drauf ein, heute abend stylish abzutreten *schluck* :)
Ja nen *schluck* kannste dann wohl gebrauchen ;-)
Ja.
*harharhar*
Genau deiner Meinung. Was mir aber ein bisschen aufstößt, sind die vermeintlich coolen Sprüche die die "GUTEN" einem "Bösewicht" noch mit auf den Weg zur Grasbeißerei geben.
In Europäischen (meist Französischen) Filmen ist das viel angenehmer.
Hab letzte Woche Jet Lee (Li)’s "the one" gesehen. Muß man nicht unbedingt gesehen haben, aber gute Action.