Gedankenauflauf, kalorien- und sinnfrei

„Oh, du bringst mich zur Tür?“ – „Aber ja doch.“ – „Das ist aber lieb.“ – „Ich will nur sichergehen, dass du auch wirklich gehst.“ – Ist das die feine englische Art? Nein, ist es nicht. Aber solange beide wissen, wie es gemeint ist, oder eben, dass es nicht ernst gemeint ist oder böse, dann klappt das auch mit dem Partner. Man soll sich ja verstehen, miteinander lachen können und nicht alles krumm nehmen. Wenn ich bei einem Kuss schreie „Nehmt sofort die Frau aus meinem Gesicht!“, dann verträgt das nicht jede. Meine schon. Die findet aber auch die Schweizer ein lustiges Völkchen, weil wir die Wahl der Miss Schweiz als Riesenereigniss begehen (hey, wir brauchen auch ein bisschen Glamour zwischen Käse und Schoggi). Und über unsere Sprache lacht sie dauernd. Dabei sind ja nicht wir die Hohlios. Deutsche essen Müsli. Nicht Müesli, wie es eigentlich heisst, dafür sind die zu doof. Es auszusprechen oder richtig zu schreiben, nicht es zu essen. Es heisst ja auch Grüezi und nicht Grüzi oder gar Grützi. ÜÜÜÜÜÜEEEEEE! Müsli sind nämlich kleine Mäuse. Obwohl, ich könnte mir vorstellen, dass man in Deutschland also sowas schon isst. Wurst, Käse, Mäuse. Mittags gibt’s dann Ratte, oder wie? Aber es ist schon richtig, verschiedene Versionen innerhalb des eigentlich gleichen Sprachstammes können sich zum Teil richtig deftig unterscheiden. Das haben wir heute Morgen rausgefunden. Wenn in der Schweiz jemand sagt: „Ich han blaui Möse“, dann heisst das: „Ich habe blaue Flecken“. Wenn jemand in Deutschland sagt: „Ich hab eine blaue Möse“, dann ist das was GANZ anderes. It’s a DON’T.
Apropos, wenn wir schon in dieser Region sind: Für Handys (nicht Handies, weil englische Mehrzahl, denn Handy gibt’s nicht, also entsprechend auch keine passende Mehrzahl) existiert eine Software namens „Purring Kitty“, die erlaubt, dass ein Mobiltelefon vibriert. Nun werdet ihr sagen, dass das ja nichts Neues ist, das machen viele. Aber nur wenn man drauf anruft. Das Schnurr- und Surr-Kätzchen hingegen erlaubt das Dauervibrieren ohne lästige Gesprächsunterbrechung. Dumm nur, wenn man danach einem allfälligen Gesprächspartner erklären muss, dass das Handy nicht mehr geht, weil man grad kam. Also stromtechnisch gesehen. Noch dümmer, wenn es grad so richtig gut zur Sache geht, ein Anruf kommt und durch die Hitze des Gefechts nicht auffällt, dass die Taste „Anruf entgegen nehmen“ gedrückt wurde. Aber das sind ja Probleme, die man als Mann nicht hat. Da gibt es anderes. Nämlich, dass es für UNS keine solchen einfachen Tools gibt.

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4 Comments on “Gedankenauflauf, kalorien- und sinnfrei

  1. Gut, ich weiss zwar nicht was du alles mit deinen Haushaltsgeräten anstellst, aber für UNS gibt es Frauen. Naja, zugegeben, die sind zwar meistens nicht "einfach" zu bedienen, funktionieren dafür aber ohne Software und Strom…eiei…

  2. Hey Markus, die rede war ja auch nicht von Gespielinnen sondern von künstlichen "gegenständen".

    Ausserdem würde ich meine "Frau" ohne Strom und Software garnicht haben wollen, wer schreibt dann im Office die netten Kochbücher? Und vor allem was macht sie dann mit dem Herd he? :-)

    (hoffentlich liesst sie das jetzt nicht ;-) )

  3. …aha, ja, ich verstehe. Du bist sozusagen einer der experimentierfreudigen Zeitgenossen. Ha. Ja. Wenn das so ist hab ich da mal den Geheimtip mit dem Stabmixer oder der vollautomatischen Saftpresse, gut, zugegeben, diese "Tools" sind zwar etwas von der härteren Sorte, aber ich mein, man muss ja ständig offen sein für neue Dinge, nicht wahr? :)