Clever and Smart

Die beiden Agenten von früher, die sich und die Welt stets in Gefahr brachten und aus selbiger retteten, hiessen zwar so, waren es aber nicht besonders. Anders da die ganzen alten Philosophen (die wir – halleluja – nicht Filosofen schreiben müssen), die hatten wirklich was drauf. Was die sagten und taten hielt Einzug in die Geschichtsbücher, wenn sie es HEUTE sagen würden, dann kämen sie grade mal noch auf zitate.de oder in die Klapse, weil sie in einer Tonne wohnen. Sowieso, wer heutzutage einen mathematischen oder geometrischen Grundsatz aufstellen würde OHNE einen Computer von der Grösse einer Kleinstadt zu benutzen, wäre in jedem Fall unglaubwürdig. Aber damals konnte man noch Sprüche klopfen, die sich über die Zeit hielten. Wie das Zuckerpäckchen vor mir. Das trägt das alte Spitallogo und hat immer noch den gleichen Spruch drauf wie vor zwei Jahren. Also heute doch lieber Espresso ohne Süss. Was drauf steht? „Teamwork – Schneeflocken sind zart und zerbrechlich. Aber sieh nur, was sie erreichen, wenn sie zusammenhalten“. Schön, oder? Keine Ahnung von wem, das schreiben sie nicht mit drauf. Nun stelle ich mir aber die Frage, wie die Schneeflocken das denn anstellen. Die flocken locker aus der Wolke, machen sich schick kristallig und landen dann auf einem Berg. Stupst dann die eine die nächste an und sagt: „Pst. Pssst. Hey, weitersagen: Machen wie ’ne Lawine?“. Sofort flüstert sich das quer über die Schneewehe, alle haken sich unter (Ärmchen haben sie ja genug), dann fangen sie alle an, Berglerlieder zu singen, zu schunkeln und schon geht die Post den Berg runter. Adrenalinkick für Niederschlagserzeugnisse. Unten angekommen könnten dann Dinge gesagt werden wie: „Kommt, wir schmelzen, verdunsten und machen’s nochmal“ oder „Hah! Habt ihr gesehen, wie wir den Abseitspisten-Skifahrer wieder platt gemacht haben“. Jaja, dann kommen die Suchhunde, machen in den Schnee und schon sind die Flocken ziemlich angepisst und planen den nächsten Abgang. Ein Teufelskreis.
Achja, von wegen smart. Zur Abwechslung nicht das Auto, sondern die Bomben. Amerikaner setzen Smart Bombs ein. Das sind Zerstörungsmaschinen, die intelligenter sind als ihr Präsident. Nicht mehr einfach runterschmeissen und BOOM und futsch alles. Nein, nein. Die werden abgeschossen und suchen sich ihr Ziel nach vorheriger Zielmarkierung. Hm. Denken wir mal etwas weiter. Man gibt em Teil eine Adresse an und schickt sie auf den Weg. Kommt an das Gebäude und stoppt erstmal vor der Tür. KNOCKNOCK (ist ja eine amerikanische Bombe, eine deutsche würde KLOPFKLOPF machen). „Chello?“ – „Excuse me, I am the friendly neighborhood destroying smart bomb from Uncle George. Is this the palace of Family Whossein?“ – „Noo, Shaddamm liiving neggsta door“ – „Thankyou very much“. Dann fliegt sie eine Tür weiter und kurz vor dem Einschlagen überlegt sie sich: Moooment. Wenn ich jetzt da rein knalle, dann werde ich in ganz viele kleine Teile zerspringen. Nun ist die Bombe aber smart und lässt sich sowas nicht bieten, ruft bei Amnesty International an und ab sofort gibt es Selbsthilfegruppen für Waffen. Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. Weil vorher zur Abwechslung etwas überlegt.

Aktuell im Ohr: Animotion – I Engineer