Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Mutties machten seit jeher ein weisses Pulver populär, das in den Küchen dieser Welt Einzug hielt: Mehl. Yuppies in den Achtzigern machten ein weisses Pulver populär, das in den Nasen dieser Welt einzug hielt: Koks. Kreise in denen Wintersport eine ganz neue Bedeutung bekam, denn auf die Piste gehen war auch nicht so ganz eindeutig und eine Nase voll Schnee nehmen hiess nicht mehr zwingend, dass man sich beim Skifahren auf die Fresse gelegt hat. Nein, es ging nur noch darum, sich möglichst exklusiv die Nasenschleimhäute und Scheidewände wegzupusten. Oder eben nicht zu pusten, pusten ist teuer, weil sich so das Pülverchen dekorativ in der Gegend verteilt. Taschenspiegelchen, Rasierklinge und einen Hunderter vorausgesetzt, waren die Verpulverer exklusiver Mittelpunkt jeder halbwegs dekadenten Fete. Weniger Betuchten reichte dann auch mal ein Klodeckel, das Gemüsemesser und ein Tütchen Backpulver und warum Geldscheine rollen, wenn es auch mit einem Strohhalm von McDoof geht. In den Medien bekommt die Masse ja hauptsächlich dadurch mit, dass es noch andere Drogen als Alkohol und Nikotin gibt, wenn wieder mal ein Promi, der sich blöd gesnifft hat, so richtig scheinwerferwirksam durch die Yellow Press geschleift wird. Dabei ist das alles Pipifax. Anfängerkram.
Wer wirklich was auf sich hält greift zu einem andern Pulver. Das wurde mir die letzte Woche klar. Ich hatte es lange Zeit verdrängt, weggeschoben und wollte es einfach nicht wahrhaben, aber ich weiss jetzt: Hin und wieder BRAUCHE ich es. Braucht auch keinen Zubereitungskram, sondern einfach einen Löffel. Natürlich hat mich gleich, als ich es wieder für mich entdeckt hatte, meine Freundin erwischt. So kannte sie mich gar nicht. Ich stand in der Küche und schob mir grade den Löffel in den Mund und ein bisschen rieselte auf den Boden. Es überkam mich eben! Was soll ich denn tun? Die ganzen Erinnerungen an früher überkamen mich wieder! Damals, als ich es noch auf Butterbrote geschmiert habe… Man durfte halt einfach nicht husten beim Reinbeissen. Hach ja, Nesquik ist geiles Zeug. Allerdings fange ich mich jetzt an zu fragen, wie sich das wohl anfühlt, wenn man Nesquik durch die Nase zieht. Gut, es gibt eine Riesensauerei, wenn man niesen muss, aber ansonsten? Aber wahrscheinlich ist das niemals so geplant worden. Genauso wenig, wie Koks in Milch aufzulösen. Denk ich mal.
Ich kenn da noch so zwei, die es mit dem weissen Zeug eindeutig übertrieben haben.
man sollte die drauf hinweisen, dass es NICHT zum drin wälzen ist. verschwender!
P.S. Sabine und Olivia würden sich sofort in den Kleinen verlieben.
P.P.S. Ich meine natürlich den Kleinen auf dem Bild.
*g*
jaja, wir sind halt schon alles frauentypen ;)
ooooooohhhh! definitiv!! :-)))