Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Heute war die Deutschlandpremiere von ALIAS auf dem Nicht-Film-Film-Sender. Vorschusslorbeeren gab es ja genug, aber das hatten andere „kultige“ Serien auch, die kürzlich angelaufen sind und die sind a) aus meinem Gedächtnis und b) aus der Hauptsendezeit verschwunden. Entsprechend gespannt war ich auf die grossartig angekündigte neue US-Serie (und heutzutage freut man sich ja nicht mehr uneingeschränkt über Dinge von der grossen Insel, wo alle rausgeschmissenen Europäer gelandet sind). Meine Freundin meinte nach Ansichtigwerden der Vorschau „DAS magst du bestimmt!“. Vielleicht meinte sie das auch nur, weil auf jedem Plakat die Hauptdarstellerin im knallengen Pulli abgebildet ist. Nun war ich aber doch positiv überrascht. Von Handlung, Umsetzung, Musik, Stil und… öhm… Pulli. Ich werde auf jeden Fall die nächsten paar Dienstage vorsehen mir das anzusehen um weiterzusehen. Einige Serien laufen sich nach dem Pilotfilm durchaus ein bisschen tot. Vielleicht schafft es ALIAS, mich lange genug zu fesseln wie damals Space2063, von der ich keine Folge verpasst habe und konsequent das Telefon ausstöpselte. Wenn ich schon in Sachen Musik darbe, dann gebt mir wenigstens am TV wieder Hoffnung! Ja, ich weiss, ich steh auf Banalitäten. Aber warum soll ich mich künstlich intellektuell aufführen, mich an einer öden Vernissage langweilen, während ich an einem Shrimphäppchen nuckle und literweise Puffbrause runterkippen muss um vor Langeweile nicht in die vom Künstler gestaltete Vase zu kotzen? Dann tiefenpsychologisches Gewäsch von mir geben, während ich am Gestell einer schwarzgerahmten Fensterglasbrille rumkaue. Im Kino nur Filme besuchen, die aus einem Entwicklungsland (filmisch gesehen kann das durchaus auch Frankreich sein) stammen oder von einem Regisseur, der eine Sprache spricht, die zuunterst auf den plakatgrossen Bauanleitungen koreanischer Produkte stehen und fünfmal von einem des Lesens nur entfernt mächtigen burmesischen Kuhbauern per Fremdwörterbuch manuell übersetzt worden sind. Das Drehbuch des betreffenden Filmes übrigens auch. Also nochmal: Warum soll ich mich zu etwas machen, was ich weder bin, noch sein will, statt einfach zuzugeben, dass ich es geil finde, wenn in Filmen irgendwas explodiert, jemand mit Pfeilen gespickt wird oder ein Satz Brüste und Hintern in einem knatschengen Kleid bei Karatekunststücken gezeigt werden. Immer noch besser als zusehen wie ein Chinese zwei Stunden auf einem Fahhrad durch die langweiligste Pampa radelt und in Rückblenden mit seinem toten Goldfisch redet. Mit Untertiteln. In taiwanesisch. Man reiche mir bitte ein Glas Schampus. Und eine Vase.
Hab’s mir gestern auch angeschaut. Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht mehr genau um was es eigentlich ging. Nach 10 Minuten hab‘ ich angefangen in einem Auto-Magazin rumzublättern. Der Pilotfilm konnte mich also nicht wirklich fesseln. Bloß blöd, daß man/frau ja irgendwie die Zeit bis ‚Sex and the city‘ rumbringen muß. Das war davor mit ER schon so schlimm (lieber hab‘ ich mir Dokus über den 2. Weltkrieg angeschaut) und ich dachte das könnte sich jetzt vielleicht ändern. Aber mal sehen, vielleicht entwickelt sich das Ganze ja noch. So ganz leise erinnert es mich ja auch an ‚Dark Angel‘, irgendwie. Ich weiß nicht.
habe alias vorab auf rai uno gesehen ..gähn. ausserdem frau mit roten haaren gibts nur eine..die lola