In den Topf geschaut

Ich werde ja des Öfteren gefragt, ob ich nicht… Ja, gut… Ich werde ab und zu mal gefragt, ob ich… Jajaja… Ich werde sporadisch gefragt, ob… Okay, ist ja gut! Es soll schon vorgekommen sein,… Haaaach, ich wäre gern mal gefragt worden, ob ich denn nicht eines meiner Rezepte verraten könnte, mit denen ich bei Frauen so einen tierischen Erfolg… Na gut, na gut, aber mindestens bei einer hat’s geklappt! Egal, als ob mich jemand abhalten könnte. An dieser Stelle ist es nun also so weit und Paul Bocecs wühlt in seiner kulinarischen Wundertüte (ich wundere mich immer wieder über Geniessbarkeit) und präsentiert das Rezept für keksis‘ fabulöse Lauchspätzli (bei uns heisst das li und nicht le). Benötigt werden Würstchen, Spätzli, Lauchstangen und Gewürze, etwas Wasser und einen Zwanzigfrankenschein. Zuerst stellt man das Würstchen an den Herd. Zur Vereinfachung des weiteren Vorganges schlägt man mit einer möglichst dicken Stange Lauch die Spätzli bewusstlos. Das verhindert das fiese Geflatter in der Pfanne. Mit einem kleinen Flammenwerfer (in jeder gut sortierten Küche verfügbar) fackelt man anschliessend das Gefieder ab, schliesslich will man ja keine Federfusseln zwischen den Zähnen stecken haben. Das Wasser wird benötigt, um den ganzen kokelnden Kram zu löschen. Da man die ganze Kocherei etwas suboptimal gelöst hat, greift am besten zum Telefon und ordert im ungefähren Gegenwert des Geldscheins eine Pizza. Das übrig gebliebene Gewürz kann man immer noch zur kulinarischen Verfeinerung des gelieferten Teigrundstückes (RUNDstück, nicht GRUNDstück!) verwenden. Und schon wieder ist ein Abend gerettet.

Aktuell im Ohr: L’Ame Immortelle – Have I Ever?