Tja, da sind wir nun. 2006.

So. Wieder ein Jahr geschafft. Und schon geht es wieder von vorne los. Am besten fängt man sich doch jetzt schon an zu überlegen, wie man den nächsten Sillyvester verbringen will. Das enthebt einen vom Stress, dass Weihnachten durch ist und man immer noch nicht weiss, was man machen will. Die Angebote als solche ändern sich ja nicht grossartig. Silvesterparty. Sich mit einigen hundert Leuten die man weder kennt noch kennen will in eine Location zwängen, überteuerte Eintrittspreise zahlen, weil ja Silvester ist, Partymusik hören, die einem das ganze Jahr über schon als Klingelton auf den Sack gegangen ist und um neun Uhr sich schon anstellen für ein Glas Puffbrause, das man frühestens um Viertel nach Zwölf bekommt. Jippieh. Oder man trifft sich bei Freunden, isst was Nettes, diejenigen, die zu Besuch kommen bringen Vanillepudding mit (im Bus sitzen dann lauter Pärchen, bei denen der Mann jeweils die Schüssel auf dem Schoss hat) und um Mitternacht ist man der Einzige, der niemanden zum Knutschen hat, dafür aber wenigstens die Schüssel auslecken darf.

Dann gehen die guten Wünsche los und diese lustigen Fragen. Gut gerutscht? Jaaa, frag das den Eingegipsten auf der Notaufnahme, weil Glatteiseinbruch war. Da freut der sich bestimmt. Bist du gut reingerutscht? Jaaa, bloss nicht da, wo ich rein wollte! Na, bist du gut rüber gekommen? Schon mal jemanden gesehen, der im alten Jahr hängen geblieben ist? Frohes neues Jahr. Falsch, der Mensch als solches sollte froh sein. Frohes Jahr. Wie sieht das denn aus? Wie sieht ein Jahr überhaupt aus? Ein Kalender füllt das in Zahlen ab und der kann je nach Bebilderung auch durchaus frohe Gefühle erwecken. Aber ein Jahr? Also wünschen wir uns doch lieber: Ein frohes neues DU. Sollte man im Zug oder auf der Strasse jedem wünschen, der schon zu Beginn eine solche Fresse zieht, dass man ihn am liebsten ins alte Jahr zurückprügeln würde und dann hofft, er rutscht nicht. Man merkt schon, ich werde im neuen Jahr nicht unbedingt freundlicher. Aber einer muss sich doch wehren. Insofern wünsche ich mir und euch vor allem eines: Ein inspirierendes Jahr, in jeder Beziehung.

Aktuell im Ohr: Die Firma – Endzeit

5 Comments on “Tja, da sind wir nun. 2006.

  1. hatte auch niemanden zum knutschen :-(
    aber trotzdem ein lustiges fest erlebt… mit guten freunden feiern ist doch am schönsten…

    euch allen ein fro… ähm… naja wie auch immer.. alles gute fürs neue jahr ;o)

  2. Also ich ha das disjoor so glöst, dass ich eifach die erste paar däg frei gno ha…denn dä ständigi Silvester-Smalltalk im Gschäft isch mehr als nervtötend.

  3. Da ja nun ein neues Jahr angefangen hat, wollte ich nur mal ein fettes Danke an den Keks geben. Mein Jahr in Australien ist nun auch bald vorbei und ich bin froh, dass ich während dieser Zeit immer wieder nette Geschichtchen auf deiner Seite lesen durfte. Aber keine Angst*g*. Ich werde ja jetzt im kalten Europa nicht mit aufhören :-). Auf ein weiteres knuspriges Jahr mit Keks! Prost…

  4. Schön, wenn’s geholfen hat, Nadine :)

    Hach, bei sowas bin ich ja richtig gerührt. Wenn mir jetzt noch jemand einen schüt… ähm…
    Schönes Wetter heute.