Mein Haus. Mein Boot. Mein Auto. Meine neuen Titten.

Statussymbole sind eine heisse Sache. Nicht nur erzählen und träumen, sondern vorzeigen, was man hat, erreicht hat oder auf Kredit bekommen konnte. In letzterem Fall ist allerdings nicht das Dings bewundernswert, sondern die Bereitschaft, bis zum Lebensende einen idiotischen Zins zu zahlen für einen Schnickschnack, der spätestens nach zwei Monaten völlig out ist. „Ach, ein Mercedes CXLKSMBLABLAVII? Dabei gibt es doch jetzt den CXLKSMBLABLABLAVII!“. Muss also was anderes her, weniger materiell.

Nun wird wird genetisch nach männlich und weiblich getrennt mit erreichten Jobs oder Stati geprotzt. Das wird eher selten eine neue Postion erfunden und neue Berufe entstehen auch nicht jeden Tag. Man könnte höchstens noch dealen, wer jetzt die coolere Buchstabenkombination hat. CEO, CIO, COO, LOL, CPU. Aber muss man nicht auch diesen Angebern Einhalt gebieten und sie ein Spürchen in die Schranken weisen? Ja, muss man. Das geht mit ganz kleinen Erwiderungen, hier dargestellt an zwei kleinen Beispielen.

„Ich bin Vorstandsvorsitzender von Firma Blabla!“
– „Also ICH verdiene mein Geld mit Arbeiten.“
– „Ooooh, da ist mami aber bestimmt richtig stolz auf den Bub!“
– „War das jetzt mein Stichwort? Muss ich jetzt in Ehrfurchtsbekundungen ausbrechen?“
– „Das hindert Ihre Frau aber trotzdem nicht dran, fremdzuschlafen.“

„Ich bin ein berühmtes Model!“
– „Ja wenn’s zur Friseuse nicht reicht…“
– „Heisst das, Blasen kostet extra?“
– „Cool, Freundin und Kleiderständer in einem, das gibt’s bei IKEA nicht.“
– „Ah, deshalb dieser leichte Geruch nach Magensäure, der hier plötzlich durch den Raum schwebt.“

Irgendwas geht immer.

Aktuell im Ohr: Michael Learns To Rock – Someday