Ehrlich währt am längsten

Was wäre, wenn Werbung ehrlich sein müsste? Wenn Waschpulver erklären müsste, dass sie auch nicht weisser waschen als die Konkurrenz, aber trotzdem teurer sind, einfach weil der Chef einen Ferrari wollte. Wenn Slipeinlagenhersteller bekennen müssten, dass man mit ihnen nicht plötzlich auf der Strasse Ballett tanzen muss. Wenn Anbieter von Unterhaltung schreiben, was man wirklich geboten bekommt:

Ab wann darf man eigentlich sagen, egal ob ob- oder ob sub-jektiv, dass ein Mensch hässlich ist? Aber so richtig! Eine Sonnenfinsternis des guten Geschmacks. Ein wahrer Grund, verspiegelte Sonnenbrillen zu tragen. Gegen INNEN! Wann darf man das? Darf man überhaupt? Weil eigentlich kann man es sich ja nicht aussuchen, mit was für einem Gesicht man auf die Welt losgelassen wird. Man kann zwar etwas draus machen. Mit Pflege. Oder mit Vollbart (besonders bei Frauen). Oder mit einer Papiertüte. Es gibt Menschen, die schlagen aus ihrer Hässlichkeit Profit und gehen zu nachmittäglichen Talk Shows. Die Gäste da sind nämlich prinzipiell hässlich. Wenn nicht, dann haben sie ein anderes Problem. Was wäre, wenn Fernsehtrailer ehrlich sein müssten? Heute bei Blablabella, Pritt, Geisseln oder wie die alle heisseln: Vier Hässliche, ein Machoarschloch, eine exhibitionistische Volltusse und zwei beziehungsgestörte Proleten. Wer davon moderiert kann man sich aussuchen.

Aktuell im Ohr: Core22 – *rausch*