Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Seltsame Einfälle, die einem so kommen. Nachts. Oder Tags. Oder nachdem man im Mystery Park gewesen ist. Was das ist? Ein Novum für die Schweiz, nämlich ein Themenpark. Theme Parks in Amerika haben die durchschnittliche Grösse eines Schweizer Kantons, deshalb ist es ja für uns einigermassen ungewöhnlich, dass wir auch was solchiges bekommen haben. Initiiert wurde das Ganze von Däniken, dem Erich. Oder eigentlich von von Däniken, denn der hat ja noch diesen Zusatz drin. Basiswissensverbreitung: EvD vertritt die Ansicht, dass früher früher früher einmal Ausserirdische auf der Erde zu Besuch gewesen waren und den primitiven Bewohnern unseres Planeten Wissen vermittelten. Wie macht man Toast, wie brennt man Schnaps, wie baut man Pyramiden ohne Werkzeug oder wie erfindet man als Buschhopser einen Kalender, der so genau ist, dass er 5000 Jahre später immer noch einwandfrei funktioniert. Oder Man stellt ein paar Steine auf, die Astronomie mit einer Genauigkeit darstellen, dass jeder heutige Wissenschaftler ohne Hochleistungsrechner sich vor Neid die Zähne am Labortisch ausbeisst. Von der Theorie kann man denken und halten, was man will, auf jeden Fall geschahen und geschehen auf unserer Erde Dinge, die man sich nicht erklären kann. Vielleicht wäre es wieder einmal Zeit, dass die primitiven, aber elektrifizierten Bewohner wieder ein klein wenig KnowHow vermittelt bekämen. Ob das nun mit einem Däniken-Buch funktioniert, sei dahin gestellt, eher zurückzugreifen wäre dann ja wiederum auf Ausserirdische, die aber entweder den Planeten in die Luft sprengen wollen oder sofort von dem Menschen in die Luft gesprengt werden oder klein und hässlich sind, einen Autschfinger haben und unsere Telefonrechnung in die Höhe treiben wollen. Aber grundsätzlich geht es darum, dass der Mystery Park unerklärliche Phänomene ins Bewusstsein bringt.
So weit ist die Idee noch gut. Wie wurde das nun umgesetzt? In der Nähe von Interlaken im Berner Oberland in wunderschöner Landschaft wurde ein kreisförmiger Komplex angelegt mit einem Zentrum und den Info-Pavillons drumherum angeordnet. So weit so gut. In den Pavillons gibt es in den meisten Fällen Sideshows (Ausstellungen) und Mainshows (Vorführungen). So weit so gut. Die Vorführungen reichen von Filmen über 3D-Filme bis zu Lasershows, die zwar nett gemacht sind (der eine Flugfilm war in einem Kino mit Glasboden, damit man auch unter sich gucken kann), aber irgendwie hat’s nicht so richtig gezündet. Vielleicht ist der Park noch nicht fertig oder sie haben was vergessen (nein, die Treppen sind Absicht…), auf jeden Fall ist… es… man… Nein, es fehlt was. Die Idee mit den Ohrclips, die mir die Infos übermitteln, abhängig davon wo ich mich hinstelle, ist gut. Die Geschichten sind gut und interessant, aber eben. Ich habe Optik und Akustik, aber die Haptik fehlt mir. Ich will etwas anfassen können. Im gesamten ist der Park wie eine Frau mit Körbchengrösse A. Beispiel: Nach der 3D-Show über Reisen zu anderen Planeten wird man mit den Worten entlassen von dem Alien-Tourist-Guide, man käme jetzt auf seine Welt. Dann latscht man zehn Meter gewunden durch eine kristalline Landschaft (hinter Glas) und das war es. Und in einem Merchandisingshop was holen, um was zum Fummeln zu haben kann es ja auch nicht sein. Multimedia-Rundgang kommt dem ganzen eigentlich nahe. Und dafür sind 48 Franken zuviel. Tipp: Macht mehr draus oder verlangt weniger dafür. Obwohl es im Puff ja glaub ich auch gleich viel kostet, egal wieviel dran ist. Hauptsache man kommt rein. Aber wahrscheinlich vergleiche ich da wieder einmal Äpfel mit Birnen.
Hah!
DU hast mich jetzt auch Inspiriert….ich werde jetzt auch MEINEN Blog ins Leben rufen !
wennichmichtrau
Grüße Tommy
schön, wenn ich als inspirationsquelle dienen kann :)
bin dann ja mal gespannt…
und für mich war das jetzt die erste persönliche beschreibung des mistery parkes, bei der ich mir etwas vorstellen kann. die meisten antworteten auf meine frage, wie es denn war, mit einem: äh.. kann ich irgendwie gar nicht sagen. nicht schlecht, aber. mhm. naja…
werde mir den park aber sicher auch einmal ansehen.
eigen-eindrücke von so-la-la-dingen sind immer besser. die geschmäcker sind ja verschieden :)