Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Ab und zu kommen über seltsame Suchbegriffe neue Leser hierher. Wortwörtlich kann man da sagen, die sind „schwanzgesteuert“ hier gelandet. Sporadisch (nein, das hat nichts mit Pilzen zu tun) bleibt auch jemand hängen und liest weiterhin mit. Dabei erinnere ich mich immer wieder gern an die Mail des Cherrytomatenzüchters, der bei der Suche nach Infos bei einer McDoof-Verarschung meinerseits hängenblieb. Um Neueinsteigern und Zugereisten eine kleine Hilfestellung zu geben, was das hier eigentlich ist, habe ich versucht, ein paar Fuckten (Hallo Google) zusammenzutragen.
1. Glaube, was hier steht, denn 95 Prozent ist tatsächlich erlebt und passiert. 60 Prozent davon wurde leicht oder mehr weniger leicht überzeichnet. Bei 80 Prozent musste ich Namen oder Orte ändern, weil ich sonst von Kollegen und Freunden verprügelt würde. Oder weil ich sonst Klagen verschiedenster Firmen bekäme.
2. Lies auch zwischen den Zeilen, denn dort steht es geschrieben. Was? Also ein bisschen was kannst du auch noch tun. Ist wie dieses Bild mit den schwarzen Quadraten und den weissen Linien dazwischen. Sieht man da nun graue Punkte in den Kreuzungen oder nicht?
3. Glaube nicht GANZ alles, was du so liest. Übertreibungen und leichte Realitätsbeugungen gehören dazu. Du wirst nie wissen, was genau so ist und was nicht, ausser du warst dabei.
4. Erwarte keine Kurzeinträge. Ich finde Schreiben und Lesen geil und wenn meinem Kopf etwas entsteigt, dann trag es mit Fassung. Nur weil ein anderer Schreiberling eine Winz-Idee dabei belässt und sie nicht wie ich auf fünf Absätze aufbläst und mit leerem Gefasel füllt, heisst das nicht, dass ich das ersparen werde.
5. Nicht alles, was wie leeres Gefasel aussieht ist es auch.
6. Zweifle nicht an meinem Musikgeschmack. Nicht alles, was unter „Aktuell im Ohr“ steht höre ich freiwillig. Da spielt der Zufall eine Rolle. Ich werde aber nicht drüber diskutieren, ob ich irgendwelche kuriosen Bands gut finden darf, solange Menschen(?) wie DJ Bimbo oder Dieter Hohlen die Gehörgänge der Hörer vergewaltigen dürfen (auch bessere Verpackungen wie die Catterfeld gelten nicht als strafmildernd).
7. Gewöhn dich an ein beschissenes Design. Ich habe zwar lustige Ideen, bin aber eine Flasche bei der Umsetzung. Moses‘ 10 Gebote kamen auf Steinplatten und wurden trotzdem Klassiker. Falls sich jemand bereit erklärt, Grafiken oder Flashies günstig bereit zu stellen, könnte ich mich durchaus glücklich stimmen lassen.
8. Vergiss Linklisten. Das kindische Getue von wegen „Wääh, du hast mich nicht auf deiner Liste!“ oder „Wieso hast du mich runtergenommen? Dann nehm ich dich auch runter!“ geht mir sowas von auf die Säcke (nicht auf den keks, das wär ja nicht gut). Für Leute mit einem gestörten Geltungsbedürfnis bietet die Psychiatrie Ihres Vertrauens lustige Kurse an.
9. Bring gute Laune mit oder gehe wenigstens mit einer solchigen wieder. Ich versuche witzig zu sein. Oftmals nicht sehr gut, aber hey, der Wille zählt. Ich beleidige keinen, ich trage keine Streitereien aus, ich will Unterhalten. Ernsthafte Einträge sind Seltenheit. Was nicht heisst, dass ich mir meine Gedanken nicht auch mache. Ich will sie bloss nicht jedem mitteilen. Reicht schon, wenn ihr wisst, was für eine Farbe meine Unterwäsche hat. Let me entertain you. AND BE HAPPY GODDAMNIT!
10. Lernt euch selbst zu helfen. Wenn ich über etwas schreibe, dann gehe ich von Selbstverantwortung und Interesse aus. Also mal zehn Stunden vorm TV abreissen um eine ganz bestimmte Werbung zu sehen oder mal gööglen, um was zu finden. Einen Link setzen und den noch nicht mal zu kommentieren ist mir zu lasch. Ich schreibe auch kein Buch und verweise auf die besten Stellen anderer Romane. Obwohl man so sicher eine lustige Story zusammenbekäme (Achtung: Idee Copyright by kay-X 30.7.2003).
11. Geht niemals davon aus, dass eine Ankündigung am Anfang eines Textes oder im Titel am Ende auch so eingehalten wird. Im ersten oder zweiten Eintrag der Classix habe ich etwas angekündigt. Das ist immer noch ausstehend.
12. Geh davon aus, dass mit diesem Eintrag noch lange nicht alles geklärt ist. Es gibt zwar keinen Löffel, aber es gibt einen keks.
*amused* :)
Ja, die Farbe der Unterwäsche gibt mir jetzt auch schwer zu denken. Und dass du nicht bis zehn zählen kannst. ;-)
@ keks – zu punkt 6: du meinst nicht zufällig ‚girls aloud‘? ;p
zu punkt 7: für jemanden, der vor ein paar jahren die offizielle dune homepage erstellt hat, drückst du dich bescheiden aus. grafiken? gebongt! :)
zu punkt 9: "ich beleidige keinen". hahaha, stimmt. wenn man nicht zwischen den zeilen liest, bekommt man’s nicht mit.
…also ich bin ja begeisterter, vollkommen willenlos süchtiger Fan von dir, aber welche Farbe jetzt deine Unterwäsch jetzt hat, weiss ich aber trotzdem noch net. Muss mir das jetzt zu denken geben ?? … ach herje …
@markus und claudia: aufmerksame leser wüssten das :P
@claudia: von wegen bis 10 zählen: siehe punkt 11
@lydia: ps: läuft grad und siehe punkt 6 "ich werde nicht…" :))
die offizielle dune-page war optisch damals der bringer, heute hat es fast brechreizgarantie *ausbuddelngeh* :)
beleidigen? ICH? ich doch nicht!
"heute hat es fast brechreizgarantie"
stimmt! :)
@unterwäschedaniel: tja, weisst eh wie das ist, bei soviel unterwäsch verliert man schon mal den überblick und vergisst die eine oder andere farbe schon mal. man hat´s net leicht manchmal.
Übrigens, die Sache mit der Dune-Page macht mich doch grad nochmals neugierig. Ich plädiere hiermit dafür, dass du sie hier nochmals für ein kurzes Revival wiederbelebst. Nur mal so um kurz in Nostalgie zu schwelgen :)
tu ich auch, sobald ich alles wiedergefunden habe. sowas darf man der welt nicht vorenthalten. schliesslich gibt es leute, die haben immer noch einen link darauf. nach 8 jahren!