Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Unfaire Situationen gibt es in jeder Lebenslage. Zum Beispiel, wenn man mit ein paar lieben Menschen von weit weg, die man endlich mal wieder oder zum ersten Mal sieht, einen Ausflug machen will. Das ist noch nicht unfair, nein. Aber es ist unfair, wenn bis Mittwoch superschönes Wetter ist, es am Donnerstag pisst wie aus tausend hagelnden Katzen und es ab Freitag wieder superschönes Wetter ist. Der Ausflug sollte, wie kann es anders sein, am Donnerstag stattfinden. Bingo. Einzig möglicher Tag. Ursprüngliches Ziel war ein schnuckliger Bergsee, den wir aber nicht mal alibihalber besuchen konnten (Blauer Himmel? Pipifax, das ist für Touristen!), weil sich die auf uns niederschiffende Wolkendecke auf genau jener Höhe befand wie der See. Also in nasser Watte stehen. Nebenbei beim Spazieren knietief im Schlamm einsinken. Ist genau das, was ich mir unter einem gelungenen Ausflug vorstelle. Beim Stöbern nach möglichem Ersatz für Ausflugsziel stiess ich auf einen Link zum Affenberg Salem. Im amerikanischen Salem wurden lange Hexen verbrannt, im deutschen Salem laufen Affen frei rum. Fast wie bei uns im Büro, deswegen müsste ich da also nicht hin. Nun stand aber unterhalb des Links eine Zeile:
„Freigehege für Affen, Besucher-Fütterung mit Popcorn“
Cool. Ich wollte schon immer von Affen mit Popcorn gefüttert werden. In der Schweiz ist das umgekehrt. Vorstellung: Ein Berberaffe sitzt auf einem Stein mit einem Beutel und wirft lustig umherhüpfenden Touristen Popcorn zu. Später gesellt er sich zu seinen Weibchen, rammelt ein paar und erzählt ihnen, wie bescheuert es im Büro wieder zu und her gegangen ist. In einer anderen Beschreibung zu diesem Park stand unter anderem, dass dieser hautnahe Kontakt ein Riesenspass sei. Ah? Swingerclub für Primaten? Lasst mal die Menschen rein, erst machen wir sie mit Popcorn gefügig und dann HOPPALA! Nein danke, wir haben uns dann gegen die Affen entschieden und als Option bot sich noch eine Falknerei an, allerdings etwas abgeschieden irgendwo zwischen den Bergen versteckt und für uns zeitlich nicht mehr zu erreichen. So blieb es dann bei einer kleinen Rundfahrt von der Schweiz nach Österreich nach dem Fürstentum Liechtenstein nach der Schweiz nach Österreich nach der Schweiz, was im eigentlichen Sinne nich trund, sondern eher verwirrend war. Und ich die einen Besucher aus England und Deutschland enttäuschen musste, dass sie nicht das einzige Puff von Liechtenstein gesehen haben. Ich weiss noch nicht einmal, ob die das haben. Sie haben den Dialekt der Vorarlberger, das Geld der Schweizer, aber ob die ein (einen?) Puff haben? Weil mit DEM Dialekt werden die kaum freiwillig gepoppt, was sich aber durch DAS Geld wieder wettmachen lässt. Hm. Weiss jemand mehr? Übrigens: Nur weil etwas SALON heisst hier bei uns, muss das nichts anrüchiges sein. Das sind in der Regel Coiffeure. Oder Eusen. Da wird zwar auch ab und zu gebürstet, aber anders.
War ein sehr netter Tag und hat sehr sehr gut gefallen! das naechwste mal stimmt das wetter hoffentlich auch…
Tat auf jedenfall gut den Herrn kay-x ma endlisch wieder zu sehen und frau ois-wiad-jut zu begruessen!
Und d’schwiz heat ma scho gfalla – zumindeascht haeats luaschtige bluamalaedile gea. Und an sudoof’r keallna, der ou garnuet gwisst haet. Dem heat ma soella d’zung abschnida weil er haet eh koa ahnig keht us wos d’r ketschap bestoht, suutuefel bloedr!
georg, das war liechtenstein. nicht die schweiz. hast wohl den überblick auch verloren, häh?
Ne, einen Bluamalaedile hats ja auch in Lichtenstein gegeben, in der naehe von dem restaurant wo der kellner so bezaubernd war :)
georg, ich SAG doch, dass das liechtenstein war :)
Ja, ich ja AUCH :-)
nein, tust du NICHT :)
du sagst, die schweiz hätte dir gefallen. zumindest hätte es da (kellner, bluemelädeli, etc) und so weiter. das lautet die aussage SCHWEIZ! :)
ich will jetzt auch gar nicht wissen, welcher teil da massgeblich beteiligt war :)
Achso, sorry, ich meinte lichtenstein, da war wieder ein koerperteil schneller als das andere.
Cheese, sowat.
Mein einziges sich-auf-urlaub-befindendes Gehirnzellchen ;-))