Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
EmmWee (die mit dem Pferd tanzt… ach ne, die vom Pferd geschmissen wird) hat irgendwas erzählt über ihren Internetanschluss zu Hause, wo sie jetzt ADSL hat. Dann fiel irgendwann der Satz, sie müsse sich bei Migros mal noch registrieren oder umregistrieren oder irgendwas in der Art. Also hab ich gefragt: Machst du bei denen Webshopping? Antwort: Nein, ich kaufe da nur über Internet ein. Erhebende Augenblicke. Da denkt man immer wieder gerne dran zurück. Und vor allem erinnert man betreffende Person immer wieder gerne daran. Apropos erinnern, ich erinner mich grad an letzte Woche, da war unser Weihnachtsessen. Oder Jahresabschlussessen. Na halt das Firmenessen Ende Jahr und unsere Kantine hat schwere Geschütze aufgefahren und gezeigt, dass sie wirklich kochen können. Zumindest an drei Abenden pro Jahr (Tausend Leute im 24-Stundenbetrieb müssen ein wenig verteilt werden), aber da dann richtig. Meine Allergischheit hat sogar ein komplett eigens für mich zubereitetes Menu bekommen, auch wenn die Chefin der Hotelleie erstmal vorbei kam und mir erklärte, ich müsse noch einen Moment warten, sie würden meinen Teller nirgends finden. Dafür fand uns dann unser Hauschor. Nun kann man Musik lieben oder nicht, bei unserem Chor teilen sich die Meinungen aber wie an der kontinentalen Wasserscheide der kanadischen Rocky Mountains. Es wurde ein Medley aus dem Soundtrack von Forrest Gump vorgetragen, was mir endlich erklärte, woher genau der Satz „Run, Forrest, run!“ stammt. Ich persönlich kann’s ja nicht besser, aber wenn schon singen, dann Ton treffen und ein bisschen Volumen und Herzblut reinlegen. Und niemals wieder eine Zugabe aufdrängen, wie auch schon. Aber HooBee hat es gefallen, er versank da richtig in den Klängen. Lag vielleicht auch nur daran, dass er an dem Tag Geburtstag hatte und langsam in Sentimentalität verfiel. Oder hiess das Senilität? EmmWee (um den Kreis zu schliessen) sass daneben und schien es auch zu geniessen. Ich genoss auch den Anblick ihrer Kleidung, das aus einer Art silbern besetztem schwarzem Stoff bestand. Also so Silberzeugs in Grösse von Pailletten, allerdings irgendwie im Stoff eingearbeitet. Einmal Waschen und wegschmeissen. Das erste was mir beim Anblick einfiel waren diese kleinen silbernen Dingerchen, die ich als Kind mal in der Badewanne rumwuseln sah. RAndy (wohlgemerkt NICHT ich!) machte dann so nebenbei den Vorschlag, man könne sie doch unter die Decke hängen. Dann bräuchten wir nur noch eine Spotleuchte und wir hätten die perfekte Discokugel (wegen des Glanzes, nicht wegen der Form, das wollt ich noch betont haben). Aber das wäre dann wohl an erheblichem Widerstand gescheitert. Dafür fällt mir seitdem immer wieder ein ganz bestimmter Song ein, wenn ich ihr begegne: „Ha! Ha! Ha! Ha! Stayin‘ alive, stayin‘ alive!“ Und DANN nicht lachen dürfen. Aber John-Travolta-Position einnehmen. DAS kann ich mir nicht verkneifen.
Danke für die vielen lieben Komplimente. Hab doch erreicht, was ich wollte, bin dir wiedermal einen Spruch im Tagebuch wert.
Und übrigens, das mit dem Pferd tanzen, klappt auch schon fast wieder! Doch mein Pferd wird sicher dafür sorgen, dass es wiedermal zu einen Eintrag reicht. Gell, keine Sorge. ;-))