Wortschröpfung

An und für sich würde ich hier und jetzt gerne einen Eintrag schreiben. Bloss: worüber? Ich könnte natürlich wieder mal ein Wort aus dem Duden picken und es lustvoll auswringen, aber dann müsst ich aufstehen. Den nächsten Produkte-Selbsttest habe ich zwar schon vorbereitet und im Kühlschrank, aber ich hab keinen Hunger. Den Ausflug muss ich auch erst machen, bevor ich drüber schreiben kann, also bleibt mir nich tviel mehr, als hier zu sitzen und so lange zu labern, bis mir etwas einfällt. Oder ich schau mal meine Statistik vom Tage-Buch an und stelle fest, dass ich die tiefsten Besucherzahlen dann habe, wenn meine Freundin bei mir zu Besuch ist. Dann geht es auf die Hälfte runter. Natürlich sind die Weekends generell schlechter frequentiert, weil dann weniger Menschen gelangweilt in den Büros sitzen und Weblogs abklappern. Aber gleich SO ein Einbruch? Das würde dann ja, der Logik folgend bedeuten, dass die allermeisten Besuche von EINER Person sind. Hm. Obwohl, wenn ich hier Logik erwähne, da fallen mir auch wieder die spitzen Seitenblicke ein, wenn meine schönere Hälfte jemandem erzählt, sie hätte gehört, das Frauen nicht logisch denken können. Ich hätte wissen sollen, dass EIN verbaler Ausrutscher reicht, um ihn später monatelang geniessen zu können. Angesichts der Tatsache, dass meine Zunge öfters schneller ist als mein Gehirn, werde ich wohl noch bei vielen Gelegenheiten (humorvoll, aber doch bestimmt) auf Verfehlungen meinerseits hingewiesen. Dabei hab ich die Machosprüche noch nicht mal von der Leine gelassen. Aber egal. So lange ich von ihr noch was vor den Latz gekriegt bekomme (und es sind keine Teller), da weiss ich doch, dass wir noch Pfeffer haben. Und Salz. Und alles in einem Teil, wo noch Zahnstocher und so Zeugs drin ist. Das war wiederum ein Hinweis auf einen früheren Eintrag (nennen wir es „Running Gag“), was für NeuleserInnen (diese Schreibweise, möchte ich mal anmerken, finde ich BESCHISSEN) bedeutet: Einige Sachen hier versteht man nur, wenn man regelmässig mitliest. Einige Sachen hier versteht man aber auch dann nicht. Nicht mal ich. Diesen Eintrag zum Beispiel, will ich mit dem jetzt Werbung machen, Mitleid erregen oder eine Liebeserklärung abgeben? Wurscht, Hauptsache, ich konnte einfach drauf los schreiben. Lesen werden es meine Besucher trotzdem, weil alle auf den zündenden Gedanken warten, die Po-Ente (danke L.). In einem vergangenen Kommentar wurde ich nämlich mal drauf hingewiesen, dass sich solchige des Öfteren am Schluss meiner Einträge befinden. Das versetzt mich in Zugzwang. Das heisst, ich müsste jetzt mein Gehirn ausquetschen wie eine Zitrone und aus der daraus entstehenden Essenz einen knalligen Schluss hier hin pappen. Tu ich aber nicht. Ich bemühe zur Abwechslung mal eine bekannte Grösse und schliesse mit einem Zitat (warum auch immer):
Die Welt ist ein Topf voller Kekse, die Krümel darin sind die Menschen, aber ich bin eins von den Schokoladenplätzchen! – Garfield

Aktuell im Ohr: Chemistry – We Are One! (Club Mix)

4 Comments on “Wortschröpfung

  1. Das genialste Garfield-Zitat ist aber "wer zuletzt lacht, hat den Witz nicht verstanden". Darüber lachen die Leute heute noch, vor allem, wenn danach der Versuch losgeht, den Letzten zu bestimmen: "Haha, reingescheißt…….Mist!!!" Das hat sich schon Minutenlang hingezogen.

  2. Keks, ich glaube nicht, dass deine Freundin so viele Seitenaufrufe bei dir schafft, da diese (so gern sie das dennoch würde) an den Nachmittagen kaum noch Zeit hat zu surfen…

  3. also, ich weiss dass, wenn ihr euch besucht, meisst keine neuen Einträge kommen, und so guck ich dann halt nicht auf die Seite …