Seit kurzem nennen wir eine Schwedin unser Eigen. Also ich mein jetzt als Arbeitskollegin im Büro. Lustigerweise kann die auch arbeiten, wenn sie NICHT an einem Knörkskje-Tisch oder neben einem Lundsgard-Regal von IKEA steht oder sitzt. Erstaunlich eigentlich. Was man da so als Klischee im Kopf hat. Sie dementiert auch, jemals in bayern gewesen zu sein und gleichzeitig Lederhosen getragen zu haben. Das muss noch aus irgendeinem Siebzigerjahre-Trauma bei mir hängen geblieben sein. Schweden. Was sagt uns das? IKEA. Elche. Blondinen mit dicken… ähm… IKEA. Pippi Langstrumpf. Die hat ja schon in frühester Kindheit meine prä-erotische Ausrichtung zu Zöpfchen geprägt. Ich wollte damals auch immer mit nach Taka-Tuka-Land, weil ich fand das cool so mit den ganzen Piraten und Annika und ihr schwuler Bruder waren da ja wohl komplett fehlplatziert. Apropos: Warum ausgerechnet so ein popeliger Klops wie Karlsson einen integrierten Helikopter verpasst bekommen hat, weiss ja wohl auch keiner. So wie der vollgestopft war, diente der Rotor wohl eher zum Essen (ein paar ganze Schweine und Kühe) kleinhäckseln als zum Fliegen. Hägar. Wikinger, den ich irgendwie mit Schweden assoziiere, vielleicht wegen der blonden Tochter mit den dicken… IKEA. Elche. Umfallende Autos. Unendliche Wälder mit so kleinen roten Blockhütten drin und Gazilliarden von Mücken, wenn man es sich am See gemütlich machen will. Knäckebrot. Ich hab mal kurz hinter mich gefragt, ob den „knäcke“ was heissen würde auf schwedisch. Jå, tut es. Und zwar: knacken, oder brechen. Dass es knackt war mir klar, aber dass ich es wieder brechen muss nicht. Zwieback heisst übrigens Skorpa. Das heisst aber nichts in schwedisch. Logo, heisst ja was in deutsch. Der Zweigebackene. Es gibt ja auch noch Einback. Der wurde nur einmal gebacken. Dreiback gibt es auch nicht. Also nicht direkt, der heisst dann einfach „Verbrannt“. Was wiederum ein lustiger Name für ein ikeaensisches Möbelstück wäre. Am besten eines aus dunklem Holz. Als Kontrastprogramm zu der Blondine mit den dicken… Elche. Habe ich schon Elche erwähnt? Ach ja, grade hab ich noch was erfahren. Fahrradschlüssel. Typisch schwedisch. Warum? Das spricht sich: Sükkelnükkel. Ist ja fast so krass wie Ikenviken für ein Bett bei IKEA. Hab ich IKEA schon erwähnt?
Woran man merkt, dass man nicht mehr zur Zielgruppe eines Fernsehsenders gehört? Man bekommt einen Online-Fragebogen zugemailt, den man doch bitte ausfüllen möge und am Ende soll man zu statistischen Zwecken sein Geburtsjahr angeben und die Liste hört bei 1970 auf. Oder, oder, oder: Man ruft beim Wunschkonzert an (heisst das noch so?) und verlangt etwas, das der Moderator nicht kennt. Was so ziemlich alles vor Beginn der Neunziger sein kann, weil der ganze Labertaschen-Genpool sich erst danach aus irgendwelchen spermiden Kaulquappen geschält hat. Oder, oder, oder: Man kann bei Abstimmungen (hey, gönd ga Voute, hey) nicht mehr mitmachen, weil die kryptischen SMS-Abstimm-Gebrauchsanweisungen, die den halben Bildschirm einnehmen ähnlich unverständlich sind wie der Börsenticker auf NTV. Oder, oder, oder: Wenn jeder zweite Song der läuft eine Coverversion ist. Und zwar ein Cover des Covers von dem Stück, das ich ursprünglich geil fand. So in etwa. Oder, oder, oder: Die grundsätzliche Aussage der Zuseher/Zuhörer erschöpft sich in dem Statement: „Isch HipHop und Aar Emm Bii voll di geil Musig, ey. Und Soul! Weisch!“ Gibt’s eigentlich noch Musiksender, wo auch gute Musik läuft?
Für alle diejenigen, die gehofft haben, ich sei endlich in eine Gletscherspalte gefallen oder von einem Kampffrosch angefallen und verspeist worden: Nix is. Ich habe nur grad die Hauptphase meines Umzugs hinter mich gebracht und in diesem Zusammenhang auch den Wechsel zu einem neuen Provider. Schneller, billiger, besser, dafür konnte ich am Wochenende mein Modem nicht holen. Aber jetzt. Der erste Rechner läuft. Nun muss ich bloss noch rausfinden, wie ich meinen Laptop wireless mit diesem Teil verbinden kann. Ich will ja auch endlich das Erlebnis teilen können im Liegestuhl zu hängen und trotzdem zu webben. Aber da komme ich schon auch noch drauf. Und irgendwie muss hier was Dämpfendes rein. Jedes Geräusch macht ein Echo. Echo. Echo. Auf zu IKEA. Oder Media Markt. Ist ja gleich daneben. Die haben zwar nichts Dämpfendes, aber Sachen, die man so laut drehen kann, dass das Echo nicht mehr auffällt.
Ein neues Zuhause einrichten ist spassig. Irgendwie. Also grundsätzlich. Nicht, wenn es darum geht, Handwerkern dauernd auf die Finger zu kloppen, damit es richtig gemacht wird. Aber ansonsten schon. Meistens eigentlich. Naja, wenn man nach dreiundachtzig Stunden durchgehend Möbelgucken eine Tanne nicht mehr von einem Kirschbaum unterscheiden kann, wenn man DAVOR steht oder kotzt, wenn jemand das Wort Buche/Kiefer/Nussbaum/etc erwähnt, dann ist auch ein klein wenig weniger Happiness angesagt. Aber sonst ist super. In der Regel. Aber ich kann echt keine Fliesen (Schweiz = Plättli) mehr sehen. Oder Küchenmöbel. Oder Badezimmerarmaturen. Aber wenn man das weglässt, dann ist Wohnung einrichten und zusehen wie es wird und wächst genial. Nehme ich an. Ich kann’s vielleicht genauer sagen, wenn ich aus dem Frisch-gestrichen-Koma wieder aufwache. Richtig panisch werde ich ja eigentlich erst wegend es Umzugs. Oder vielleicht auch nicht, ich bin mir da noch nicht so ganz schlüssig. Oder doch? Ich weiss jetzt gar nicht. Auf jeden Fall war es eine gute Investition. Wir haben uns auch kürzlich überlegt, wie man eine gewisse finanzielle Rückführung erreichen kann. Ideen sind vorhanden.
Gastgeber nach dem Essen: „Möchtest du noch einen Kaffee?“
Gast: „Ja, gerne.“
Gastgeber: „Wenn du in die Küche kommst, steht rechts der Automat. Achtung, kein Rückgeld.“
Ist doch clever, oder? Oder noch besser:
Gast: „Wo ist denn euer Klo?“
Gastgeber: „Gleich links um die Ecke. Hast du ein 50-Rappen-Stück? Nicht? Ich kann dir eins verkaufen. macht 60 Rappen.“
Unfreundlich? Quatsch. Im Restaurant kann man nur umsonst aufs Klo, weil man teuer isst und trinkt. Der Kaffee ist dort auch teurer und schliesslich haben die eine ausgefeiltere Logistik für das ganze Geschirr. Man muss ja sehen, wie man über die Runden kommt. Liftzoll? weniger Abnützung und die Besucher tun was für die Gesundheit. Wer freiwillig den Müll mit runter trägt bekommt ein Freigetränk. Doch, ich denke so über die Zeit wird ein gewisser Geldfluss eintreten. Den Stellplatz in meinem Aussenverschlag kann ich ja leider nicht an den Nachbarn vermieten, sonst verlangt der Kohle fürs Mitnehmen zur Arbeit. Bin da wohl nicht der Einzige, der eine gewisse Gewinnorientierung mit sich trägt. Mist.
Bald, bald geht es in die neue Heimat. Die liegt geografisch gesehen um einiges höher als das Kaff wo ich im Augenblick noch lebe… wohne. Neu geht es auf knapp 600 Meter über Meer, was für einige Leute schon totales Gebirge bedeutet. Da ist Natur! Da ist Leben! Nur etwas hat mich erstaunt. Ein Verkehrsschild (wörtlich zu nehmen), das sich kurz vor dem Ortseingang befindet.

Da scheint im Wald ja tierisch was los zu sein.
Beim Lebensmittel-Hochgeschwindigkeits-Shopping bin ich gestern am Getränkeregal hängen geblieben. Eine Coke-Etikette, die ich bisher noch nie gesehen habe, hat eins meiner Augen auf sich gelenkt und dieses hat dann das zweite nach sich gezogen. Erst dachte ich, das sei wieder so eine neue billige Ekelbrause, doch dann fiel mir ein, dass der Name „Coke“ rechtlich geschützt ist. Aber der Schriftzug sah auf seine eigene Art irgendwie… beschissen aus. Also hab ich den aufgedruckten Text genauer untersucht und tatsächlich, ein offizielles Produkt der Coca Cola Company. Plus der Aufdruck NEW! Was tat ich also? Einpacken, denn getestet muss es schliesslich werden das Zeugs, soviel bin ich mir und euch schuldig. Im nachhinein noch viel mehr. Das neue Produkt hört auf den Namen VANILLA COKE. Wie? Richtig gehört. Coke mit Vanillegeschmack. Jedes für sich mag ich gern, also wollte ich wissen, ob es denn in Kombination auch passt. Antwort: Tut es nicht. Cola Light (bäh!) gibt es mit Zitrone, Pepsi (bäh!) gibt es mit Zitrone, aber Coke, was macht man damit? Man lässt es von Vanille vergewaltigen. Im Gegensatz zu anderen Getränken schmeckt das Gesöff nicht mal kalt! Abgang ist bäh-süss und der Nachgeschmack ist eigentlich nur bäh. Der Geschmack von Vanille kann in ähnlicher Intensität auf üblen Lutschbonbons (deren Name ich glücklicherweise verdrängt habe) gefunden werden. nein, nein, liebe CoCoCo, da habt ihr euch einen Schnitzer erlaubt und ich hoffe schwer, dass das nur ein ganz regionaler Versuch ist und bald wieder eingestellt wird zugunsten von etwas, das sich trinken lässt. Gegen genug Kohle könnte ich euch mal ein leckeres Coke-Rezept zukommen lassen. Oder zwei. Aber das verrate ich euch öffentlich genau so wenig wie ihr eure Cola-Zusammensetzung. Das sei ja geheim. Dass Vanilla Coke blöde schmeckt, ist es nicht. Jetzt ganz bestimmt nicht mehr.
Nachtrag:
McDoof sollte neben den faden Apfeltaschen auch die Kirschtaschen wieder einführen und die Blueberry Pies importieren.
Bin ich seltsam? Hm. Falsche Frage, da kenn ich die Antwort schon. Andersrum. Nein, nicht ich. Dass Mann von Frauen in der Regel (nein, nicht DIE) angesprochen wird, ist klar. Der Mann ist schliesslich visuell orientiert. Das geht mir nicht anders. Das ist ja auch normal. Aber ist es zum Beispiel normal, dass ich rattig werde, wenn es zum Beispiel um Computerspiele geht? Wie bei dieser oder der da. Das ist fast noch nachvollziehbar. Auch bei Comics kann ich gewisse Gefühle teilweise nicht leugnen, wie zum Beispiel hier und hier. Hier sowieso. Aber auch da und da. Ich könnte es sogar bei Zeichentrickfilmen verstehen wie bei sowas oder gar bei ihr. So weit geht’s ja noch, aber DAS ist doch wohl krass. Ich glaub ich brauch jetzt eine Karotte.
Copyright natürlich bei den entsprechenden Zeichnern.
Kurzer Dialog nach der zahnärztlichen Behandlung, die mit intensivster Betäubung und einem Sammelsurium an technischen Hilfsmitteln durchgeführt wurde*:
„Jetzt dürfen Sie aber die nächsten drei Stunden nichts essen!“
„Ää üä~ä mi ooieoo eimä eim eschällän vschääen.“ (Untertitel: Es würde mich sowieso niemand beim Bestellen verstehen)
„Was sagen Sie?“
„Äbän.“
Nun sitze ich da, habe eine taube Fresse, habe Hunger und weiss, dass in diesem Zustand ausspucken aussieht, als ob ich einen Springbrunnen im Mund hätte. So fontänenmässig nach oben, heisst das. Internet ist insofern praktisch, als dass ich jetzt kommunizieren kann, obwohl meine Zunge wie ein toter Hamster unter meinem Gaumen klebt. Aber das geht vorbei. Was meine Verbal-Opfer wiederum sicher schade finden. Noch eineinhalb Stunden bis Nahrung. Geh ich halt ein bisschen fernsehen. Und ich würde wetten, jede zweite Werbung ist was zu essen. Unfair.
* = eine Gummiplane, sonst zum Abdecken von Lastwagen benötigt – Zangen, Bohrer, Sägen, also das halbe Inventar von Tim Taylors Heimwerkersendung – Plastik oder Zement – 85 verschiedenen Aufsätzen für die KREIIIIIIIIIIIIIISCH-Maschinerie, vorzugsweise aus Diamant, also „Hallo, Rechnung!“ (ob ich das M&M in Rechnung stellen kann?) – eine halbtaube Zahnarzthelferin – eine Blaupause meines Gebisses
Futtern nicht bei Muttern sondern beim ollen Sohn vom Donald. Auf Bestellung meiner besseren und vor allem hübscheren Hälfte verlangte ich für sie einen MITTLEREN Schoggischäik. Der machte dann auf dem Tisch ziemlich Eindruck. „DAS ist ein Mittlerer?“ – „Ja, der ist 0.5 Liter.“ – „Wow“. Ich machte dann einen auf Informationslieferant und deklamierte mein umfangreiches Fastfoodwissen, indem ich erklärt, dass es gibt:
0.25 – das sind die Minis
0.4 – das sind die Kleinen
0.5 – das sind die Mittleren
7.5 – das sind die Grossen
„WIE? 7.5?“
Nun, ich gebe zu bei der Erklärung um eine Kommastelle verrutscht zu sein, was bei der Vorstellung des Bechers auf dem Tisch zu einem Quasischock führte. Der Verzehr eines ebensolchen Shakes würde sehr wahrscheinlich in einem Zucker- und Kälteschock resultieren, also dieses hässliche Gefühl, wenn der hintere Gaumen so richtig schön weh tut. Zusätzlich brächte man den durchschnittlichen Kalorienverbrauch einer Kleinstadt in einer Mahlzeit unter. Aber wenigstens wäre man dann auch von McDoof-Food (Hm. McFood-Doof?) einmal satt zur Abwechslung. Oder komatös. Apropos Zuckerschock: Gestern habe ich mir nach Monaten wieder eine Tüte M&M’s gegönnt. Die mit den dummen Nüssen. Ich deutete nämlich das Knirschen im Mund fälschlicherweise als harte Nuss. Minuten später belehrte ich mich eines Besseren und merkte mir vor, sofort einen Zahnarzttermin auszumachen. Was macht eigentlich ein scharfkantiger halber Backenzahn auf dem Weg durch den Verdauungstrakt? Kann ich mich da irgendwann selber in den Arsch beissen? Wie auch immer. Auf jeden Fall lass ich den nicht mehr einsetzen.
Statische Elektrizität kann was lustiges sein. Wenn man in einem Technikmuseum seine Haare (sofern man welche hat) zum senkrecht abstehen bringt. Oder wenn man sich mit Hilfe eines Gymnastikballs und dem Turnhallenboden auflädt um dann so ganz nebenbei die nervigsten Mädels der Klasse anzutippen. Weniger nett ist es, wenn man sich eine ganz bestimmte Diskette für einen Supportfall zusammendoktert, dann aus Versehen an ein Metallstück gerät und dank der falschen Turnschuhe die Diskette mit einem leisen FFZZZZ ins Nirvana eingeht. Ebenfalls ziemlich nervig ist es, wenn man mit der Freundin unterwegs ist (nein, das ist noch nicht der nervige Teil), einkaufen geht (das auch nicht), sich dann gemütlich auf einer Rolltreppe umarmt (immer noch nicht) und sich einen Kuss gibt (aber JETZT!). Also nicht das Küssen an sich, sondern das schon einmal erwähnte FFZZZZ. Lippen sind nun doch eher zart besaitet, beziehungsweise behäutet und so einen Funkenschlag spürt man schon zünftig. Was also tun? Zuerst nach Metall-Ableitern suchen, um sich vorgängig zu entladen? Unspontan. Sich zuerst die Hand schütteln? Nein, bitte. Kurz mit der Nase zusammenstippen? Schon besser, allerdings nur, wenn man nur ganz leicht geladen ist. Ansonsten stehen nämlich zwei da und halten sich die Nase statt des Mundes. Übrigens, das hat jetzt nichts mit Memmenhaftigkeit zu tun, so von wegen, ach das bisschen Strom bringt doch keinen um. Aber wenn sich so viel Energie zwischen zwei Menschen entwickelt, dann aber hallo. Da könnte man Glühbirnen mit beleuchten (und NEIN, ich steck mir keine in den Mund um das zu beweisen). Eine zentimeterdicke Schicht Labello könnte als Isolierung dienen, aber auch das ist nicht das Gelbe vom Ei. Also weiterhin FFZZZZen und sich drüber freuen, dass es noch so fetzt. Ist ja auf jeden Fall besser, als wenn einem das Gesicht einschläft. Apropos einschlafen: Das sollte man weder AUF der Rolltreppe tun (mit ein Bisschen Gefühl für Veränderungen unter den Füssen kann man auch sehr gut rückwärts Rolltreppe fahren und trotzdem beim Abgang nicht auf die Schnauze fallen), noch direkt DANACH. Die kleine Fläche am Ende der automatischen Beförderungsstiege am Ende ist kein Platz für Kaffeepausen oder Tratschrunden von Seniorinnen, nein, meine Damen. Und wenn ein Schleicher auf der Autobahn der Ärger eines Autofahrers ist, dann sind die elenden festgetackerten Labersäcke die Erzfeinde des gemeinen Fussgängers und Shoppers. Möge die Nemesis über sie kommen. FFZZZZ!