Ich fühle mich ganz leicht beschissen
Bezogen auf mein Bio-Wissen
Was wurd‘ uns früher denn gelehrt
Warum die Frauen vorn beschwert?
Damals hiess es, das sei bei Müttern
Um den Nachwuchs aufzufüttern
Warum aber haben dann
Auch Nichtmütter Brüste dran?
Milch gibt’s nämlich auch in Tüten
Das ist praktisch und würd‘ verhüten
Dass wir Männer gezwungen sind
Hinzustarren wie ein hungrig‘ Kind
Das ist nämlich bloss der Grund
Warum die Frauen vorne rund
Es wird warm, die Kleider lichter
Geifer steigt in die Gesichter
Wie die Hunde hechelnd stehn wir da
Finden die Aussicht wonderbra‘
Egal, ob chauvi, ich würd bitten
Zeigt ruhig weiter eure Schulterblätter
Hm. Irgendwie weicht Sonne mein Gehirn auf. Nebenbei frage ich mich, warum wir im deutschen Sprachgebrauch die Einhöcker Dromedar und die zweigehöckerten Kamele nennen. In anderen Ländern ist beides das gleiche. Egal, wie viele Ausbuchtungen da sind, es sind einfach „Camels“. Schliesslich ist es nach einer Kamelsafari über mehrere Stunden völlig egal, ob man sich den wunden Hintern auf einem oder zwei Hügeln geholt hat. Hm. Damals war auch heiss und Sonne. Ich glaube, Sommer tut mir nicht gut.
Fragen, die ich gerne mal stellen würde.
Zum Beispiel die an den Buchhändler: „Wo finde ich denn das Buch ‚Warum Buchverkäufer entweder Memmen oder schwul werden – Eine praktische Anleitung zum Selbststudium‘?“. Man muss ja nicht mal schnell rennen können. Schmollen bewegt sich nicht. Zumindest nicht messbar.
Computer, die ich gerne mal erleben würde.
Funktionierende.
Getränke, die ich gerne mal trinken würde.
Ananas-Eistee. Einfach um des Probierens Willens und weil sich jetzt bestimmt einige schütteln.
Werbung, die ich gerne mal sehen würde.
Eine halboffene Schlafzimmertür. Von drinnen hört man ein Surren und Stöhnen. Dann ruckelt das Surren und bricht ab. Eine frustrierte Frauenstimme stösst entnervt hervor „Och nein, nicht JETZT!“. Eine Off-Stimme sagt in ruhigem Ton: „Finden Sie die Leistung Ihrer Batterien auch unbefriedigend? Mit DuraGeil passiert Ihnen das nicht. DuraGeil, damit auch ihr Puschelhäschen immer weiter ramm… trommeln kann.“
747 – 15 – 12 – 306 – 306 – 304 – 301 – 31 – 31 – 3 – 747.
1 Flasche Rhäzünser Mineralwasser und 1 Flasche Pepsi Twist zur Hälfte getrunken und wegen zu warm nach Hause genommen für Kühlschrank, ungefähr 40 SMS versendet, 10 Kilo Vorhänge geschleppt, 8 Gefrierschränke begutachtet, Laptop 4 mal heruntergefahren und wegen Mailgeilheit neu gestartet (innerhalb 1 Stunde), 3 von 3 notierten Einkäufen vergessen, dafür 1 Tasche voll Ersatzbefriedigung eingekauft, 10 Liter Fruchteistee für nächsten Einkauf vorgemerkt, 30 Minuten DVD Westernverarschung „40 Wagen westwärts“ reingezogen, 2 Zentimeter Lärmschutzmatte abgeschnitten für bessere Passform, 250 Franken gespart, weil 2 RAM-Steinchen immer noch funktionieren, 97 MP3 auf den Laptop kopiert, 1 sinnlose Statistik produziert, immer wieder neu in 1 Frau verknallt.
Es kriecht mir wie kalte Fingerspitzen die Wirbelsäule hoch, wie heisse Marmelade läuft es über die Haut und hüllt mich ein, wie Daumenschrauben dreht es sich unter die Oberfläche meines Bewusstseins. Dieses eine Gefühl, dieser Zwang, dieser Drang. Dieses Bedürfnis. Ja, ein Dürfen. Kein Können, kein Müssen. Ein Dürfen und Wollen. Das Glitzern in den Augen des hungrigen Wolfes, das Heraufziehen von schweren Gewitterwolken am schwülen Sommerhimmel, gefüllt mit Blitz und Donner, die über die Menschheit hereinbrechen wollen. Eine Masse an Energie, zurückgehalten nur von einer dünnen Wand Materie, bereit herauszuplatzen (so ähnlich wie bei Alien) und ihr Innerstes über die Welt zu ergiessen. ALso kurz gesagt, so in etwas fühlt es sich in mir bezüglich Schreiben zur Zeit an. Ich will. Es ist Zeit. Zwei Romane warten auf Fertigstellung, eine Kurzgeschichte ebenso. Die Ideen treten mir von hinten an die Stirn und ich muss das mal raus haben. Also werde ich heute noch eben meine ToDo’s und ToDon’t’s abarbeiten, meine Gartenmöbel ORUST zusammenschrauben und den Laptop SCHNUCKI mit nach draussen nehmen und dann gib ihm die Peitsche. Aber hallo.
Auf einem Badeschwamm rumkauen hat sicherlich eine ähnliche Nährwertschwelle. Aber es ist weniger fett. Ich gestehe es ja, ich gehe da gerne hin und heute hat mich McDoof doch positiv überrascht. Nach einiger Verzögerung zwar, aber letztendlich doch, ist bei mir die Zutatenliste eingegangen, die mir vor einer grösseren Anzahl von Wochen versprochen wurde. Genauestens aufgelistet, was denn in den Böagean von Mäck so alles drin ist und verwendet wird. Für einen Allergiker eine super Sache. Jetzt habe ich fest gestellt, dass im FischMäc, McFish, FischMäck, Mac le Marin nicht nur ehemalige Meeresbewohner (ich sage bewusst nicht Meeres“säuger“, sonst geht gleich wieder Greenpeace vor McD demonstrieren) sondern auch Zwiebeln rumschwimmen. Was also tun? „Einen McFishy bitte, ohne Zwiebeln“ – „Da sind keine Zwiebeln drin“ – „Dann ist es Ihnen ja sicher egal, wenn ich Ihnen glaube und in dreissig Sekunden mitten ins Restaurant kotze, oder?“. Nein, solche Szenen sind zu vermeiden. „Einen McFish bitte, aber anstelle der Sauce bitte nur Mayo“ – „Öhm. Wie?“. Das mag unter Umständen den Kassensklaven überfordern. Aber wer wäre ich denn, wenn mir nicht noch etwas Besseres einfallen würde? Jemand anders. „Einen McChicken bitte, aber statt des Huhns bitte Fisch.“ – „HÄH?“. Zum Beispiel. „Und eine Apfeltasche ohne Zwiebeln“ – „In den Apfeltaschen hat es keine Zwiebeln!“ – „Sag ich doch!“. Erteilt eigentlich McD auch Restaurantverbot, wenn man deren Mitarbeiter nervlich zerrüttet? Ich nehme ja an, die Halbwertszeit eines Mitarbeiters bei den FastFood-Läden enspricht in etwa derjenigen des Sättigungsgehalts der verkauften Produkte. Ausgenommen vielleicht der McBacon, den es nur im Winter gibt. Da ist so viel Fett drin, das bleibt bestimmt länger im Körper. Allerdings nicht IM Bauch sondern DRAN. Unsere Vorfahren hatten es da schon einfacher. Die mussten dem Essen noch hinterher rennen. Deshalb mein Vorschlag: Keine Drive-In’s oder Drive-Through’s, sondern Drive-By’s (was Gangsta haben können Foodsta doch auch kriegen). Der McCar fährt vorbei und wer was will muss hinter der hinten angebrachten Kasse herlaufen. Bloss schade, wenn man nach dem Bezahlen, aber vor dem Ware erhalten auf den Latz knallt. Oder Speedfreak-Shopping auf der Autobahn für Hardcore-Sprinter. Einmal mehr: Ideen wären vorhanden.
Für Interessierte: Die Zutatenliste (Schweiz-Edition 2003)
Angenommen, jemand wird im einen Land geboren, wächst aber in einem anderen Land auf. Ist diese Person dann Second Land? Oder wird das dann bei einem Umzug in noch ein anderes Land zur Dritten Welt?
Eigentlich würde ich jetzt gerne einen Beitrag zum Thema „Intelligenz“ schreiben, aber ich weiss nicht, ob ich da als Aussenstehender mitreden kann. Aber da die meisten Menschen sich zu Themen äussern, zu denen sie entweder nichts wissen oder nicht ernsthaft etwas zu sagen haben, warum sollte ich das nicht auch tun. Gleich. Erst muss ich einkaufen gehen. Sonst gibt es kein Nachtessen. Abendessen. Z’Nacht. Bin in Kürze wieder da.
Zugegeben, es hat etwas länger gedauert. Aber nur, weil ich langsamer gehen musste. Ich nehm mir natürlich wieder mal meinen Chef zum Vorbild, der hat eine Entzündung am Knie. Also musste ich das auch haben. Damit ich das aber nicht einfach nachmache, habe ich mir eine Entzündung HINTER der Kniescheibe zugelegt. Clever. Fühlt sich auch gut an. Also bin ich etwas langsamer als sonst. Ja, ich weiss, NOCH langsamer, als Schweizer sowieso schon sind. Mein Knie ist dafür in einen schönen dunkelblauen Verband gewandet. Zur Abwechslung habe ich mir gestern auch noch einen knallroten zugelegt. Wobei ich wohl beide verwenden darf, weil dadurch, dass ich das linke Knie entlaste, knäckert dafür das rechte umso mehr. Und weil es so spassig ist, habe ich vorher auch mal probiert, wie sich das anfühlt, wenn man mit hoher Geschwindigkeit eine Kniescheibe (rechts) mit einem Tischbein (Kante, links) kombiniert. Tschäikb fragte darauf aus dem übernächsten Büro, was wir denn bei uns schon wieder veranstalten würden, das klänge ja abartig. Inzwischen kan ich wieder aufrecht gehen und feste Nahrung zu mir nehmen, aber es scheint mir doch, dass sich in meiner Umgebung der TQ (Tollpatsch-Quotient) in unermessliche Höhen schwingt. Vielleicht bin ich auch einfach zu doof.
Apropos doof: Ist hier jemand Physiker? Der möchte mir doch bitte erklären, wie man die Blödheit von Grösse eines Zuchtkürbisses in ein Gehirn von Grösse einer Erdnuss (geschält) beziehungsweise dem einer Erbse (verschrumpelt, um die Form zu wahren) bekommen kann. Wird das komprimiert? Hat das etwas mit spezifischem Gewicht zu tun? Sind Leute blöder, wenn sie sich weiter über Normalnull befinden? Schliesslich ist das beim Siedepunkt von Wasser ja auch so. Oder so ähnlich. Ab einer gewissen Höhe kommt dann ja noch die dünne Luft inklusive Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff dazu. Was eigentlich ein schlechtes Licht auf Alpenbewohner wirft. Bergdeppen. Allerdings sind die richtigen Deppen im Gebirge ja die Holländer, die völlig Unebenheits-untauglich sind, aber trotzdem mit Wohnmobilen und Anhängern über die engsten Passstrassen tuckern. Wenn sie zur Abwechslung einen Alpentunnel wie den Gotthard verwenden, dann finden sich danach schon mal Überwachungsvideos aus SOS-Nischen, wo Holländer beim Picknick gefilmt wurden. Tatsache. Oder wenn sie irgendwo in die Ecke kacken. Vielleicht liegt das ganz einfach daran, dass dort unten im Flachland, mit dem flachen Strand einfach die Konzentration derer höher ist, die grade frisch aus dem Wasser gekrochen sind und bei denen die Evolution noch etwas im Rückstand ist. Ist hier jemand Biologe?
Apropos Pferd: Vor ein paar hundert Jahren trieb ein wildes Reitervolk sein Unwesen über den ganzen eurasischen Kontinent: Die Mongolen. Die waren sehr sehr lange unterwegs, metzelten alles nieder, was ihnen in den Weg kam, eroberten so ziemlich alles und jeden und erfanden dabei noch eine Variante, Fleisch weichzuklopfen. Sie ritten es weich. Das hat jetzt nichts mit Sex zu tun, ihr Nasen, nein, sie legten ihre Steaks zwischen Pferd und Sattel, überfielen ein, zwei Länder und am Abend hatten sie wunderbar zartes Fleisch. Ob daher wohl der Ausdruck „kein Sitzfleisch haben“ kommt? Weil, wenn die das nicht hatten, dann war das ja härter und auch unbequemer, also konnten sie nicht so lange wie sie wollten. Also war Fleisch früher schon gutes Polstermaterial. Heute beim Metzger: „Ich hätte gerne zwei dicke Stücke vom Rind“ – „Ist es für Steaks?“ – „Nein, für meinen Hintern“. Die trieben aber nicht nur ihre Pferde übers Land sondern es auch sonst recht wild. Vor allem der Anführer, der alles ins Rollen brachte: Dschingis Khan. Der Mann, den heute Jugendliche nicht mehr kennen, weil sie in der Schule lieber SMS schreiben. D.K. brachte es fertig, eines der grössten Reiche aufzubauen, und gleichzeitig wild durch die Gegend zu rudeln, was kürzlich in einem Zeitungsartikel niederschlag fand. Dort wurde errechnet, dass – mathematisch gesehen – heute jeder fünfte Asiate ein Nachfahre von Dschingis sein müsste. Das Khan man sich kaum vorstellen. Wenn DAS mal ein Familientreffen geben sollte, wo bringt man die alle unter?
Apropos unter: Untergegangen sind die Mongolen trotzdem. Also das Reich. Denn das Volk gibt es heute ja noch (nur etwas kleiner). Untergegangen sind generell eine Menge Hochkulturen. Ägypter, Griechen, Römer, Atlanten (ich weiss, da streiten sich die Geister), Maya, Inka und so weiter. Da war einmal SO viel Wissen und Intelligenz, soviel Kraft und Ehrgeiz. Eigentlich hätte sich das doch alles im Genpool niederschlagen müssen. Bloss habe ich zeitweise das Gefühl, dass sich der Mensch umgekehrt evolutioniert. So viele Memmen und Dummies. „Survival of the fittest“ war mal. Das kann man jetzt positiv oder negativ betrachten. Wenn ich mich aber derzeit ein bisschen dem Beobachten von Menschen und Ereignissen hingebe, dann scheint es eher „survival of the dumbest“ zu sein. Speziell auf der Autobahn. Oder überhaupt auf der Strasse, wo ich auf dem Fussgängerstreifen fast umgefahren werde und sich beim Blick ins Wageninnere die Aussicht auf einen Zeitungsleser erschliesst. Muss nicht sein, oder? Ausnahmsweise war es kein Golffahrer, da wäre ich nicht überrascht gewesen, denn neunzig Prozent der „Schiesst-den-keks-auf-der-Strasse-ab“-Versuche waren Golfs.
Ob Dschingis wohl auch Golf gespielt hat? Mit den Köpfen seiner Gegner? Ach nein, das waren ja Reiter, die hätten dann eher Polo gespielt. Was auch wieder ein Auto von VW ist. Die sind ja richtig brutal mit ihren Autos. Womit Mongolen wohl gefahren wären auf ihren Eroberungszügen? Und: Hätten sie Sitzbezüge aus Fleisch gehabt?
Hat schon irgendjemand irgendwann irgendwo auch nur einen Hauch gesehen von einem Wesen, das die Haare trägt wie in der L’Oréal Styling Beton Werbung? Ich meine die, wo die Tussi aus einem Auto aussteigt, aber ganz alleine, weil für ihren Begleiter wegen der Frisur kein Platz mehr war. Geschmeidiger Halt: Ja, ja, klar. Aber sicher doch. Wenn ich was aufgeplustertes haben will, dann kauf ich mir eine Zuckerwatte. Dann gibt es diesen Typen mit dem nach vorne gegelten, fettglänzenden Sonnendach, ersetzt perfekt eine Baseballcap UND ist imprägniert. Das müssen mehrere Spots sein oder dann wurde wieder einmal ein Langspot kastriert und zusammengekürzt (was in diesem konkreten Fall nicht ein echter Verlust ist), denn am Ende des Spots wird eine ganze Horde Frisurenfreaks auf einen Haufen geworfen um zu zeigen, was man mit künstlicher Befruchtung von Haarbodenkulturen so alles erreichen kann. Leider fehlen dabei die Warnhinweise wie „Vorsicht, nicht näher als drei Meter an offenes Feuer treten, ENTFLAMMBAR“ oder „Achtung, nicht unter die Augen geschmacklich gefestigter Menschen treten, KOTZGEFAHR“. Es müsste eigentlich auch so gelbe Armbinden geben, statt BLIND (obwohl, DAS könnte bei einigen auch passen) oder TAUB einfach DOOF oder FASHION TERRORIST. Egal ob Klamotten oder Frisuren (nebenbei angemerkt: den Sitzbezug eines 70er-Jahre-Sofas als Kleid zu tragen ist ein (V)erbrechen).
Apropos: Ich habe ein paar Beobachtungen in der freien Wildbahn gemacht, genauer in öffentlichen Toiletten. Nein, ich habe nicht unter Kabinentüren durchgespannt, sondern habe mich um Frisuren gekümmert. Beziehungsweise um die Träger derselbigen. Frauen finden ja (gleich geht ein vehement ablehnendes Raunen durch die Frauenreihen, sie wären ganz bestimmt nicht so oberflächlich, blabla) so etwas gestylte Schönlinge schon ziemlich gut. Trendy Klamotten, coole Frisur, rausgeputzt (aber nur ein bisschen), gut gebaut, cool. Wenn sie dann mal einen von der Sorte hatten wissen sie, dass alles nur warme Luft ist und die sich auf ihrem Schönling-Image ausruhen, Frauen kriegen sie trotzdem, wozu also denken? Umgekehrt funktioniert das natürlich auch mit der Tussi-Fraktion. Aber immer wieder würde Frau doch so gerne einen Typen haben, der schön UND intelligent ist, also immer wieder probieren. Interessanterweise sind es genau die gestylten Schönlinge, die sich nach dem Pissen die Hände nicht waschen. Frage: Wie oft fährt sich der coole Mann auf Pirsch mit den Händen durch die Haare? Hm? Mädels, fragt euch doch mal, was ihr da wirklich in den Händen habt, wenn ihr bei nächster Gelegenheit einer neuen Bekanntschaft durchs Haar streicht. Volles Haar kann auch heissen: Guter Dünger. Und dann fragt ihn, ob er sich denn regelmässig nach dem Klo die Hände wäscht. Wenn er zögert hat er verschissen. Im wahrsten Sinne.
In meinem Handyspeicher ist mir eben eine alte SMS wieder aufgefallen, die ich behalten habe seit Ostersamstag. Da beschlossen meine Freundin und ich nach dem Einkaufen, wir könnten eigentlich noch einen kleinen Ausflug machen. Wir haben dieses Ansinnen auch gleich in die Tat umgesetzt, denn es war ein wunderschöner blaugehimmelter Tag und so machten wir einen Schlenker durch Aargau, Solothurn und Basel Land (so nach und nach werden wir sämtliche Kantone abhaken können). Wir sind an Orten durch gefahren, wo ich selber noch nie war, über Wiesen und Auen, über Hügel und durch Wälder, vorbei an Klippen und durch kleine Dörfchen. Eigentlich sogar Dörfchenchen, so klein waren die. Aber immerhin stand in dem einen ein Strassenschild (ein offizielles) mit der Aufschrift „Moskau – Peking – Zeglingen“. Hm. Ich konnte mich da etwas irren, aber so weit entfernt fühlte ich mich nun doch nicht. Allerdings ging wenige Minuten später eine SMS (die oben erwähnte) bei mir ein mit folgendem Wortlaut: „Auch hier Orange Kundendienst im Ausland“. Vielleicht sollte das den Baslern jemand sagen, dass sie nicht mehr zur Schweiz gehören, wenn man Orange Glauben schenken durfte. Bloss weil man abseits jeglicher Zivilisation war. Dafür haben wir in drei Stunden vier Pässe überquert, was für die Nordschweiz, in der es eigentlich gar keine Berge gibt, doch eine beachtliche Leistung ist. Aber schön war’s. Und ich glaube, mir ist soeben die nächste Ausflugsroute eingefallen. Wo man etwas sehen kann, was es eigentlich gar nicht gibt. Oder es etwas gibt, was man gar nicht sieht. Wer weiss, wer weiss…