Kontro Vers. 1.1 (Warnung: Eintrag is pietätlos. Abstossend. Bääh! Ich hab’s euch gesagt. Keine Beschwerden.)

Menschen sind seltsame Tiere. Meines Wissens sind Menschen die einzigen Lebewesen, die ihren Lebensraum, ihre Gesundheit und ihre Mitbewohner mutwillig zerstören. Es gibt kein Tier, das aus Spass oder Langeweile tötet. Die Regenwürmer legen sich keinen Plan zurecht und überfallen einen Fischer, weil er ein verstecktes Haken-Arsenal hat. Obwohl sie es sich leisten könnten, weil sie zahlenmässig in der Übermacht sind. Tiere töten, um zu überleben. Menschen töten, um sich zu bereichern, reden sich dann aber raus, sie wären bedroht worden. Es gibt auch nicht wirklich viele Tiere, die lügen. Der Mensch kann sich auch nur „Krone der Schöpfung“ schimpfen, weil keiner da ist, der widerspricht. Liegt es vielleicht an der konstanten Verblödung in der heutigen Zivilisation? Wobei, was heisst Zivilisation? „Die durch Technik und Wissenschaft verfeinerte Lebensweise“ sagt Duden. Nach wie vor gibt es Länder, in denen gibt es weder das eine noch das andere, also geht man hin und prügelt es ihnen ein, auf dass die dortigen Bewohner auch zivilisiert werden. Und wie früher, als die Missionare ihren Glauben verteilen wollten, greift der moderne Mensch gerne zur Keule und prügelt es den rückständigen (aber erstaunlicherweise völlig glücklichen) Wilden ein. Unifizierung auf der ganzen Linie, gleich denken, gleich glauben, gleich aussehen. Dafür darf dann locker zwischen Nihilismus und Hedonismus gependelt werden. Rudelbumsen an Tropenstränden. Ich weiss ja nicht, ob der Darwinismus das so gedacht hat.
Dann macht der Mensch die Natur kaputt, einerseits durch Abfall, andererseits durch essen. Lasst uns das mal überlegen, wir essen Pflanzen (jaja, ihr Veggies, werft bloss nicht den ersten Stein), die unsere Atmosphäre aufarbeiten und unsere Luft reinigen. Clever. Dann gehen wir hin und was machen wir? Wir essen unsere Nutztiere. Die uns mit Milch oder Eiern versorgen, mit Federn und Wolle. Sobald jemand eine Katze oder einen Kanarienvogel mampft, dann läuft man Amok, obwohl die ausser Verzierungsfunktionen nicht wirklich was tun. Ja, ich weiss, Kuschelfaktor, Wachhunde, blabla, schnickschnack, eigentlich halten wir uns Tiere doch bloss deswegen, weil uns die nicht widersprechen (statistisch gesehen haben wahrscheinlich zivilisierte Menschen überprozentual mehr Haustiere als andere Völker). Und warum gibt es immer einen Riesenaufstand, wenn das wohl Unnützeste angeknabbert wird, nämlich der Mensch selber? Was stellt uns auf eine andere Stufe als jedes andere Lebewesen? Nur wir uns selber. Wir sind nicht besser, eher andersrum. Nach einer Gefängnisrevolte in Südamerika waren auch plötzlich vier Gefangene weniger da. Stellt da jemand die Haftbedingungen oder den Speiseplan in Frage? Nein, kein Thema. Und wie das wohl auf einer Speisekarte aussähe? Da bekäme ein Jägerschnitzel eine total neue Bedeutung. Und: „Herr Ober, haben Sie auch etwas mit weissem Fleisch?“ – „Aber ja doch, Informatiker“. „Herr Ober, bringen Sie mir doch bitte mal den Koch!“ – „Sorry, Koch ist heute aus“. Hm. Naja. Mir ist allerdings ein gutes Rindssteak immer noch lieber. Da steckt weniger Gift und Fett drin.

Aktuell im Ohr: Ratty – Sunrise (Ratten kann man übrigens auch essen, soll wie Hühnchen schmecken)

Entdecke den Alltag

„Explore the Region“ steht an den Bussen angeschrieben, die hier im Limmattal den Nahverkehr abdecken. Ich erinnere mich an ähnliche Anschriften an anderen Bussen, diese befanden sich allerdings in Gebieten wie den Schottischen Highlands oder den Kanadischen Rockies. Nicht in einem kleinen Tal mit vorzugsweise industrieller Ausprägung. So eine Art schmutziger Vorgarten von Zürich. Obwohl, Industrie in der Schweiz im Vergleich zum Ausland aussieht wie die Version, die man sich auf die Modelleisenbahn bastelt. Sogar hässliche Fabriken sind auf eine seltsame Art… putzig. Jedenfalls machen die Menschen von der Busfirma verstärkt Werbung, heute in Form eines „Wirr wünschen alles Gut zum Sommertaganfang“ und der Überreichung eines Atemerfrischerpäckchens im Kreditkartenformat. Den drei Frauen vorne im Bus musste der Fahrer allerdings zuerst erklären, wie sie die Packung aufbekommen. Aber der Ansatz ist gut, gegen Gestank vorzugehen. Vor kurzem habe ich mich ja schon über die Ungewaschenen mokiert, heute hätte ich gerne etwas unternommen gegenüber den Overshowerten. Auch gegen missbräuchliche Verwendung von Duschgel und Deodorant sollte man Einschreiten. Das sind nämlich auch ganz schöne Wolken um die Benutzer herum. Aber zumindest sterben in betreffendem Umkreis gleich die Fliegen ab.
Bei Mundgeruchverbreitern ist das Insekten-Todesfeld etwas kleiner und lokal beschränkt vor dem Kopf anzutreffen (bei einigen ist die Beschränkung aber auch IM Kopf vorhanden). Dafür ist ein guter Ausstoss bei Gesprächen aber umso spassiger, vor allem, wenn man bei Gesprächen dann als Gegenüber krampfhaft vermeiden will, dass einem die Augen tränen oder man ins Koma fällt. Ich weiss ja nicht, ob den Leuten einfach nicht auffällt, dass bei ihnen die Fahne nicht bloss auf Halbmast hängt sondern prächtig durch die Lüfte flattert. Gut möglich. Als gegenüber ist man dann ja auch zurückhaltend und diplomatisch. Oder hat schon jemand seinem Gesprächspartner gesagt „Also du, es ist ja schon abartig krass, wie du aus der Fresse stinkst, putzt du deine Zähne mit der Klobürste?“? Wohl kaum. Fisherman’s macht Werbung mit „Ist es zu stark, bist du zu schwach“. Wenn sogar Fisherman’s zu schwach ist, weil es von drinnen mottet wie ein verwester Hund am Strassenrand, dann nützt der coolste Werbespruch nichts. Bonbon’s machen vielleicht die Mundhöhle frisch, aber das dahinter nicht. Wenn ich Probleme mit dem Gedärme habe, dann schieb ich mir auch kein Fisherman’s in den Hintern und denke „So, der nächste Furz riecht jetzt aber frischer“. Klappt auch nicht.

Aktuell im Ohr: Persephone – Immersion

Häf äi naiss iväning

Sommerabend in Zürich. Falsch. Frühlingsabend in Zürich, ist ja noch nicht ganz so weit. Aber sommerliche Temperaturen und passende Sonneneinstrahlung und ein Abend frei. Also ein wenig Leute beobachten zum Zeitvertreib, während dem ich einen frischen Brezel mit Sonnenblumenkernen verdrücke. Ich finde Menschen, die hinter einem Tram oder Bus herrennen seltsam. Warum tun die das? Um Geld zu sparen? Schön doof. Einem Tram hinterher rennen spart vielleicht drei Franken oder so. Die würden besser ein Taxi verfolgen, da sparen sie ein Vielfaches. Also wirklich. Die überlegen sich ja gar nichts.
Dann steht ein Mann neben mir mit einer riesengrossen Brille. Sieht aus wie ein… hmm… Frosch. Ein grauer Sackfrosch. Ich denk noch, dass der ziemlich zum Würgen aussieht und dass sowas glücklicherweise ein Einzelstück ist, da tritt seine Frau neben ihn. Partnerlook. Allerdings in khaki. Also zwei Sackfrösche (Leinen kann nicht jeder tragen, vor allem nicht, wenn alles zu gross geschnitten ist). Verschiedenfarbig. Aber beide die gleiche bescheuerte Froschbrille. Hinter so einem Teil könnte man fünf Augenpaare inklusive der hier mitgelieferten Tränensäcke unterbringen. Gruselige Sache. Dann trägt die Frau (sie „Dame“ zu nennen wäre ein Faux-pas, den ich mir nicht verzeiehn könnte) aber – oh, ein Unterschied – keinen Leinensack um ihre ausgedünnten Beine (irgendwie sieht die wie eine Vegetarierin aus…) sondern Cargo Pants. Cargo. Fracht. Frachthosen. Wohl nur deshalb, weil die Teile mindestens mit achtzehn Taschen bestückt sind und ein Füllvolumen eines mittleren Containerschiffs erreichen und die ganz cleveren Träger ihre Beinkleider auch genau so ausstatten. Endergebnis ist dann, dass die lieben Leute aussehen wie Elefanten mit einem schlimmen Ausschlag. Oder in unserem speziellen Fall hier nicht mehr wie ein Sackfrosch, sondern wie eine Sackkröte. Die sind nämlich auch genoppt.
Kurz darauf habe ich mich dann im Musicaltheater niedergelassen für YAMATO – The Drums of Japan. Zehn Japapaner, die auf Trommeln verschiedenster Grösse einhauen (wenn sie sich gegenseitig gehauen hätten, wären es Vertreter anderer Volksgruppen gewesen) und dabei ziemlich coolen Sound machen. Also wenn es einen Soundtrack zum Leben gibt, dann müssten dramatisch-spannende Sequenzen von deren Trommelsound unterlegt werden. Aber natürlich kamen auch andere Instrumente zum Einsatz. So eine Art Fernost-Gitarre, kein Sitar, aber etwas in die Richtung, hat man nicht so richtig erkennen können. Die wurden von den Frauen gespielt. Die kleinen Asiatinnen haben ja vielleicht flinke Finger! Also jetzt so beim Spielen, mein ich. Es war auch überaus faszinierend, wie schnell man Hände bewegen kann. Mit Trommelstöcken! Irgendwann kam das Auge gar nicht mehr mit und unwillkürlich machte mein Kopf eine Assoziation zu onanierenden Kolibris. Keine Ahnung wie ich da drauf kam. Wahrscheinlich waren die Sonnenblumenkerne schlecht.

Aktuell im Ohr: Rammstein – Zwitter

Switzerland ist nicht gleich Swaziland

Das musste eine Freundin in Amerika der Frau vom Kurierdienst beibringen, als sie mir etwas schicken wollte. Unklischee, sonst sind wir Schweden. Wir sind zwar bekannt für Käse und Schoggi, Banken und Berge, aber nicht für Kuckucksuhren. Klischee. Wir sind auch nicht langweilig, langsam oder behäbig, ebenso wenig stimmt es nicht ganz, dass wir keinen Humor haben. Haben wir. Müssen wir. Steht so in der Verfassung. Jeden Monat mindestens einmal. Auch in Büros geht es nicht so spiessig zu, wie man vielleicht denken könnte. Oder warum gibt es in der Schweiz Meisterschaften im Bürostuhlfahren (inklusive Hürden und Schanzen)? Zürich ist meines Wissens die einzige Stadt, in denen regelmässig Trams (=Strassenbahnen) geblitzt werden, weil sie zu schnell fahren.
Am Zürisee wachsen Palmen und unsere Seen sind so sauber, dass man in jedem Baden kann und sich NICHT vergiftet, wenn man aus Versehen einen Schluck nimmt. In unseren Freibädern werden seit Neuestem Handys mit Kamera verboten, weil zu viele Spannerbildchen geschossen werden. Und da soll es noch heissen, wir Schweizer hätten keinen Sex. HAH! Haben wir. Müssen wir. Steht so in der Verfassung. Jeden Monat mindestens einmal. Zürich ist in einer neuen Erhebung unter die Top10 der Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten (im Vergleich) gerutscht. Na und? Qualität hat halt ihren Preis und ich kenne Leute, die kommen, sehen und bleiben „Boah, warum fahrt ihr eigentlich in Urlaub, ihr habt hier doch alles!“. Na gut, vielleicht lag es auch an der Mövenpick Summer Berries Limited Edition. Glacé ist halt schon was feines.
Schweizer zünden Schweizer an. Also jetzt nicht so richtig mit Benzin und so. Bei uns heisst „aazünde“, wenn wir jemanden ein bisschen ärgern. Ihn ein bisschen auf harmlose, witzige Weise… hmmm… anmachen ist das falsche Wort. Ich weiss gar nicht, ob es was ähnliches im Hochdeutschen gibt. Na auf jeden Fall wollte mich kürzlich Meine Freundin anzünden. Im Radio lief ein Song einer Schweizer Mundartband (so nennt man das, wenn die Dialekt singen und keiner aus einem Anderen Kanton etwas versteht). Das Lied gefiel mir irgendwie und ich hab mich (laut) gefragt, von wem das wohl sein könnte. Sie meinte dann, das sei bestimmt Plüsch. Da kommt doch tatsächlich eine Deutsche und will mir erzählen, was in der Schweizer Musikszene (gibt es tatsächlich, mehr als man glaubt) abgeht. Dooferweise hatte sie recht, es war wirklich Plüsch. Dabei hatte sie den Namen grad mal irgendwo aufgeschnappt. Ts. Dann kam der Anzünd-Part: So von wegen, wie dödelig man sein muss um eine Band Plüsch zu nennen. Das würden ja bloss Schweizer können. Ach? Wie kommt es dann, dass es eine deutsche Band namens „Superflausch“ gibt? Hm? Ist das besser?
Ich wollte noch was über Schweizer schreiben, aber ich hab vergessen was. Ach ja, doch: Schweizer Werbung ist witzig.

Aktuell im Ohr: Tears For Fears – Everybody Wants To Rule The World (Wieder mal. Ich sollte meine Büroplaylist vergrössern.)

Warme Luft

Sprache ist eine schöne Sache. Es ist eine Art von Kommunikation und bietet die Möglichkeit sich mitzuteilen. Sprache ist erhältlich in den Grössen „gesprochen“ und „geschrieben“. Einige Leute kleiden sich mit Sprache, passen aber in beide Grössen nicht hinein. Entweder es ist ihnen zu eng und sie zwängen sich rein, so gut es geht, versuchen irgendwie Luft zu bekommen und ersticken beim Versuch, Sprache richtig zu verwenden. Andere wiederum schlackern völlig in den weiten Bereichen der kommunikatorischen Vielfalt herum und suchen verzweifelt nach einem Weg, sich ihrer Umgebung mitzuteilen durch die Schichten, die sie umgeben. Mode ist wie Kommunikation ein Werkzeug sich auszudrücken. Beides kann man beliebig machen, kombinieren, schichten, wechseln, schmücken, bunter oder dezenter auslegen, damit auffallen oder untergehen. Wer sich bescheuert anzieht kann trotzdem überaus interessante Aussagen treffen und wer einen massgeschneiderten Anzug trägt, muss deswegen nicht in der Lage sein, ebenso gut formulieren wie Krawattenknoten binden zu können. Dafür gibt es den Aufkleber „Mehr Sein durch Schein“.
Die Erfindung der Verpackung war auch im sprachlichen Bereich ein Schritt. Allerdings nicht vorwärts. Weil der Reichstag rosa verpackt wurde war es deswegen nicht mehr nicht der Reichstag, sondern halt das Gebäude mit etwas drumrum. Wenn ich einen Nichtssagenden Text von mir gebe, kann ich drumrum labern so viel ich will, der Inhalt bleibt leer. Worthülsen. Von Politikern, Managern und Möchtegerns abgefeuert wie aus einem Maschinengewehr und die leeren Hülsen prasseln auf den Zuhörer nieder wie in der Hubschrauberszene in Matrix. Viel Lärm um nichts. Damit es weniger auffällt, erfindet die Gilde der verbalen Windbeutel gerne neue Wörter um Dinge auszudrücken, die in ihrer Ursprungsform jedem bekannt sind, aber halt ungeiler klingen. Weniger aufgeblasen. Nur wie ein Opel und nicht wie ein Porsche. Auch nur ein Auto, aber teuer. Auch nur ein Wort, aber hip. In einer Firma teilt man etwas den Leuten nicht mehr mit, man kommuniziert es ihnen. Dazu steht man dann aber auch nicht, sondern man committet sich.
Eine der besten Buchstabenanhäufungen, die mir in der letzten Zeit untergekommen sind ist „Ambiguitätstoleranz“. Gerne von Managern eingesetzt oder in Chefetagen, aber erklären kann’s dir eigentlich keiner. Bedeutet aber: Die Fähigkeit, Kritik aufzunehmen, sie richtig zu gewichten, zu verarbeiten, zu verwerten und sich damit auseinandersetzen zu können, ohne sich angegriffen zu fühlen. Ich hätte gesagt, das ist gesunder Menschenverstand. Kritikfähigkeit. Zuhören. Aber das wäre zu simpel. Zu einfach. Zu leicht zu durchschauen. Ebenso wie es zu leicht wäre, zu durchschauen, dass der Mensch, der die Saat von Nullinformation ausbringt, eigentlich ein Bauer mit leerem Sack ist. Ein Buchstabenventilator. Was mich zum Schluss bringt: Grosse Männer überzeugen auch durch kleine Worte. Kleine Männer versuchen mit grossen Worten zu überzeugen. Beim Versuch bleibt es dann auch.

Nachtrag:
Ab und an werden einem Gewisse Begriffe einfach inokuliert. Soll man sich wehren oder stuft man es als exogenen Faktor ein, der halt inhärent mit der Sache verbunden ist? Das hängt wohl vom Habitus des jeweiligen Subjekts ab und wie weit sich jemand einer Opfersymmetrie unterordnen kann oder will, wenn es um Entscheidungen geht. So etwas will halt in einer Kultur erst eingepflegt werden. Odr.

Aktuell im Ohr: 18 Summers – Wie eine Feder

Über die Schulter gekuckt

Zwei Flugtickets ins Wochenende: Irgendwas Franken.
Eine romantische Übernachtung im Gebirge: Auch irgendwas Franken.
Lecker Essen: Noch ein paar Franken mehr.
Eine Freundin, die beim Planen über Internet nicht dauernd stört: UNBEZAHLBAR.
Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen. Für alles andere gibt es NeuroticCard.

Nein, ich rede NICHT von mir und meiner. Aber die ist generell unbezahlbar. Aber ich darf hier keine weitere Andeutungen machen. So mit Namen nennen und so. Darf ich nicht. Sonst verhaut mich mein Chef.

Aktuell im Ohr: Frankie Goes To Hollywood – Waariors Of The Wasteland (Twelve Wild Disciples Mix)

Einfach mal…

… Danke sagen. Dem Leben für die ganzen schiefen Geschichten, die es liefert. Für die Gabe, daraus noch schiefere Texte zu machen, die offensichtlich gelesen werden. Für meine Leser, die sich regelmässig die Zeit nehmen, hier vorbei zu schauen und sich unterhalten lassen. Dafür, dass offensichtlich jemand meinen Einfällen folgen kann. Für ein Publikum, das mich zum Weiterschreiben motiviert. Ich mach das ja nicht bloss für mich. Obwohl das Schreiben ja durchaus therapeutische Wirkung hat. Stellt euch mal vor, ich würde das NICHT tun! Eben. Und jetzt geh‘ ich meine Kettensäge reinigen.

Aktuell im Ohr: Fragma – You Are Alive

Single bells, single bells, single all the way

Ein Thema, das mich seit einem guten Jahr nicht mehr berührt, ist das Singledasein. Nur weil ich vom Markt bin, heisst das aber nicht, dass da nicht noch andere einsame Seelen durch Licht und Dunkel waten, auf der Suche nach dem oder der Einen. Früher liess man sich einfach mit jemandem verheiraten, das war familiär geregelt, bereits ab der Geburt. Dass sich die beiden dann in der Regel überhaupt nich tleiden konnten war egal, die Mitgift zählte. Mit Gift wurde entsprechend häufig die unerwünschte Beziehung beendet. Teilweise haben Eltern schon pränatal Hochzeiten geplant, aber ansichtlich der Bestimmungen, dass zu jener Zeit gleichgeschlechtliche Eheschliessungen (trotz aller Mitgegifte) unglaublich sittenwidrig waren, konnte sich dieser Brauch nie so richtig durchsetzen.
Heute haben wir Spass- und Freizeitgesellschaft, heute suchen wir uns unsere Partner selber. Zumindest die meisten. Es gibt immer noch welche, die von Verwandten verkuppelt werden oder die teure Agenturen beauftragen für ihren Topf den passenden Deckel und für ihre Töpfe die passende Putzfrau zu finden. Für den gemeinen Feld-, Wald- und Wiesensingle (Singlus Wollirammilaris) bieten sich aber Treffen mit Gleichgesinnten und Gleichgesinntinnen. Ganz besonders stechen da zwei Anlässe hervor, die ich erwähnen möchte.
Das eine sind die Singleparties in Clubs und Discos, wo die gleichen Leute wie sonst auch hingehen, weil die grade keinen Partner haben und also auch als Single durchgehen. Zusätzlich finden sich dort die Leute aus Beziehungen, die daheim etwas beziehungsmüde (oder so) sind und nur einen Single zum Poppen suchen. Aufgepeppt werden solche Anlässe mit Hektolitern Alkohol, Wet-T-Shirt-Contests oder amateurhaften Stripshows, bei denen irgendwelche Landpomeranzen ihre Cellulite in Richtung Publikum schütteln, das teilnahmslos daneben steht. Dann greift sie sich einen Typen zum Mitmachen und der ist sichtlich peinlich berührt, weil RTL2 zur gleichen Zeit eine TittenThekenTransvestiten-Reportage dreht und seine ganze Verwandschaft jetzt weiss, wo er sich Samstags rumtreibt (etwas peinlicher ist nur noch der Swingerclub bei der Autobahnausfahrt, aber das zeigt RTL2 erst nächste Woche).
Das zweite sind die von Singles selber organisierten Anlässe. Selber organisiert aus blanker Verzweiflung, denn bei Teilnehmern dieser Kategorie kann man schon von weitem sehen/hören/riechen, WARUM die Single sind. Altersklasse hier ist dann auch eher 35 und höher, der IQ liegt dann schon mal unterhalb dieses Wertes. Hm. Na gut, bei der Partykategorie 1 ebenfalls. Kürzlich habe ich an einem Aushang von einem Single-Film-Treff mit Grossbild-TV gelesen. „Gemütliches Beisammensein mit Filmen und Snacks“. Klingt für mich eher wie Seniorencenter, aber bitte, wenn sie wollen. Dann stand da noch: „Bringt euren Lieblingsfilm mit“. Was sagt uns das? Einerseits, dass wohl nicht mehr als drei Leute auftauchen, sonst wären das ja zuviel Filme für einen Abend. Das andere Problem ist, dass die Filmgeschmäcker doch LEICHT verschieden sein können. Wenn die Bibelschwester, die sich mit siebzig noch „Fräulein“ nennen lässt, weil sie halt… nun ja… ihr wisst schon. Also auf dem Grabstein steht dann „Ungeöffnet zurück“. Wenn diese Dame (etwas jünger noch, sagen wir mal) also erwartungsvoll auf ihrem abgewetzten Stühlchen des kirchlichen Gemeinschaftszentrums sitzt (billig zu mieten), das Röckchen züchtig über die Knie gezogen, was erwartet die dann? Wahrscheinlich nicht „Kettensägenmassaker im Nonnenkloster“ oder „Rudelbumsen auf dem Bahnhofsklo, Teil 17“. Also huschhusch umschalten und einfach Fernsehen. Und nebenbei mitbekommen, wie der Lieblingsneffe unter einer halbnackten Stripperin liegt und mit Tequila abgefüllt wird, damit er sich weniger ziert. Nun ja. Shit happens.

Aktuell im Ohr: Ganz schön feist – Du willst immer nur ficken

Zirp, zirp, ich bin ein Griller

Wer findet die 10 Unterschiede? Vergleichen Sie die beiden auf den ersten Blick identischen Bilder und suchen Sie die Fehler!

1. Das Fleisch links ist gesünder
2. Das Fleisch links ist weniger verbrannt
3. Zum Fleisch links passt Hummer, zu dem rechts Krebs
4. Das Fleisch links hat einen höheren IQ
5. Wenn man rechts die Marinade ableckt hat man einen ekligen Geschmack auf der Zunge
6. Wenn man das Fleisch rechts rumrollt ist es paniert
7. Man ist nicht pervers wenn man mit rechts poppt
8. Die Streifen links sind schwarz auf braun, rechts sind sie weiss auf braun
9. Rechts hat weniger Kalorien
10. Wenn man links beisst, macht es KNACK, wenn man rechts beisst macht es KLATSCH

Menschen, die niemals grillieren oder kochen sollten: DJ’s. Die sind es sich gewohnt, vor einem Tisch zu stehen und dann ihre Hände auf die Platten zu legen. Sollen die mal an Herd oder Grill (mein neuer Grill sieht so ähnlich aus wie ein DJ-Pult) machen.

Aktuell im Ohr: Marc & Claude – Tremble (Love Trance Mix) (Das ist das mit dem saugeilen Videoclip, hat den jemand?)

Wanna see? Wanna feel?

( . ) ( . )

Und weil es grad so schön sommerlich ist und man ja mit mehr Gefühl an die Sache rangehen soll, ein Satz vom Teilnahme-Formulars (Wettbewerb/Preisausschreiben) eines Online-Autohändlers:
> Felder gekennzeichnet mit (*) sollten ausgefühlt werden! <
„Sollten“ finde ich ja an und für sich schon gut, aber „ausgefühlt“ ist Top!

Aktuell im Ohr: Sunbeam – In The Arms Of Heaven