Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Also die Deutschen überraschen mich doch ab und zu. Steht heute in der Zeitung, dass das Bundesbildungsministerium entschieden hat, dass auch Bordelle Betriebe wie andere auch sind und deshalb (bei mehr als zehn Angestellten, beziehungsweise zehn Angeliegenden) Lehrstellen schaffen müssen. Häääh? Bitte? Immerin aber stellen sie auch fest, dass Prostituierte „kein Lehrberuf im eigentlichen Sinne“ sei und deshalb ersatzweise Kellner oder kaufmännische Bereiche Stellen anbieten müssten.
Sonst bekäme Einführungskurs auch eine ganz neue Bedeutung. Zumindest aber ist das ein Geschäft mit Zukunft und seit Jahrtausenden bestehender Klientel. Basisausbildung ist Poppen nach DIN-Norm und danach gibt es Zusatzkurse für Auspeitschen, Rumrudeln und Gelangweilt-mit-dem-Fuss-wippen. Erhöhte Anforderungen werden abgedeckt mit Früherkennung von Sackratten oder dem Modul „Wie leiere ich einem Freier ohne Hautkontakt 1000 Euro aus der Tasche“. Ab dem dritten Ausbildungsjahr kommen die Finanzfächer dazu, damit die zukünftige Horizontalsportlerin erkennt, wann sie vom Beschützer übermässig zur Kasse gebeten wird oder wann es sich lohnt, sich selber mit der Präambel „Edel-“ zu versehen.
Nur wie reagieren Eltern, wenn ihr Nachwuchs nach Hause kommt und stolz berichtet, eine Lehrstelle ergattert zu haben? Mama, Papa, ich hab eine! Ich hab eine! – Ja wo denn? Alsi? Karstadt? – Nein! Susi’s Rammelgrotte! – Jo, kriegma da Prozente?
Zumindest müsste für Berufskleidung nicht allzu viel ausgelegt werden. Bloss: Wer prüft da die Lehrlinge am Ende? Und WIE? Na also, das war ja nichts, das machen wir jetzt nochmal. Aber diesmal von Hand. Ts.
Da bekommt "Mündliche Nachprüfung" plötzlich eine ganz neue Bedeutung!!
Netter Beitrag, auch der vorangegangene ;-)))
Btw, mich hats von Jennys "abgebloggt" hierherverschlagen und ich werde gerne wieder vorbeischauen…
Herzlich willkommen :)
so ein abschlusszeugnis könnte sicher recht interessant aussehen
…besonders die benotung.