Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Diesen Satz in beliebigen Situationen anbringen zu können wäre doch eine nette Sache. Dabei erinnere ich mich auch an einen Tracktitel (Song oder gar Lied sagt man ja bei Instrumentalstücken nicht und deutsch redet man schon grad gar nicht) von Alien Factory: Tell Death you don’t wanna die. Geht aber beides nicht. Zumindest nicht immer, denn es gibt Dinge, die geschehen. Es fliesst. In der Zeit und im Leben. Ich habe noch nie erlebt, dass jemand auf die Welt gestorben wird und am Ende weggebiert. Gebort. Geburtet. Aber man hätte am Ende zumindest eine Ahnung, wo man da reinkrabbelt. Eigentlich eine interessante Theorie: Wir kommen alt auf die Welt und sind tattrig und haben Zeit fernzusehen und zu lesen (je länger desto besser) und wissen, welche Sachen cool sind und wo man am Besten hingeht. Dann wächst man in die geschäftstüchtigen Jahre hinein und scheffelt Kohle, die man dann, wenn man jung ist, richtig gezielt auf den Kopf hauen kann. Am Ende kann man sich dann kindisch über alles freuen. So weit die Theorie. Geht aber nicht. Also müssen wir aus Leben Version 1.0 das Beste machen, auch wenn es in der Regel keine Updates gibt. Am Start geht es los und wir bewegen uns mehr oder weniger clever durch die Zeit, die uns gegeben ist. Unterwegs häufen sich Dinge an und Menschen (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge) und ab und zu trennt man sich von einem Teil, um Platz für Neues zu schaffen. Ein Beispiel? Hier:

R.I.P. 15 Jahre Wohnung füllen, komprimiert auf 1 Kubikmeter Nichtbrennbares und 0.96 Tonnen den Flammen zu Übergebendes. Die CD’s und den Fernseher habe ich gerettet, meine überlange Bettwäsche, damit ich auch im Winter Hals UND Füsse bedeckt habe, wenn ich mich strecke und meinen metergrossen Bugs Bunny. Meinen ollen, hässlichen Lieblingsteller, den es am Tag des Apfels vor etwa zehn Jahren umsonst gab. Ist überaus interessant, was so alles zum Vorschein kommt beim Umziehen. Ich habe einige Gegenstände gefunden, die ich vor ein paar Jahren mal gesucht habe. Inzwischen hat sich allerdings das meiste erledigt. Nur die Mückenkerzen, DIE sind gut für die Terrasse.
Also alten Krempel raus und Neues rein. Neue Situationen, die sich einem mehr oder weniger einfach vor die Füsse werfen, wie moderne Lemminge, die des Klippenspringens müde sind, weil es halt schon JEDER macht. Da liegt sie nun, die Situation. Direkt vor den Füssen. Eine ganz frische. Keine, wie ich sie schon mal hatte, auch nicht vor ein paar Jahren, weil in der Zeit (und dem Fluss, ihr erinnert euch) verändert man sich, egal ob wir altern oder jüngern. Wir andersen. ALso stehen wir da und werden konfrontiert. Mit etwas, mit jemandem, mit uns selber. Was nun? Umdrehen und in die andere Richtung steuern, bis dort ein neuer Situationslemming vor unsere stressgeplagten Füsse klatscht? Oder? Als Beispiel möchte ich ein Bild einbringen, leider nicht das, was ich in Australien live erleben konnte, aber ihr werdet wissen, was ich meine:

Da konnten wir nämlich zusehen, wie ein Kitz, kam geschliddert aus dem Schlitz. Klatschnass und schleimig wie die Pomadenkonzentration vor der Dorfpizzeria lag es da im Gras. Und vor sich zwei Situationen: Das Leben (gross), Aufstehen (fast so gross). Nun lässt sich das eine zwar ohne das andere bewerkstelligen, aber dauernd an einer Stelle liegenbleiben kann es ja auch nicht sein. Also muss Bambi hoch und rappelt sich auf (haben sicher alle schon im FernTV gesehen). Kaum steht es halbwegs, knallt es der Länge nach (üblicherweise mit dem Kopf voran) wieder auf den Boden und streckt alle Viere von sich. Dann denkt es: Boah, ist das ein Scheiss, könnt‘ ich doch wieder zurück wo es warm ist, wo ich abhängen kann und wo das Essen nicht gekaut werden muss. Geh aber auch nicht, also noch ein Versuch, weil nun kriegt es Hunger und Gott oder die Evolution (beide mit einem miesen Sinn für Humor) haben Mamas Zitzen so angebracht, dass man nur stehend hinkommt. Scheissplanung! Also hochgerappelt und… BATSCH. Nach dem dritten Anlauf sind die Nasenlöcher voll Gras aber es probiert weiter. Schliesslich konnten es die umstehenden Gaffer auch. Und wenn sogar doofe Touristen das können, sogar mit ZWEI so Wackelstelzen, dann wird das ja wohl mit Üben zu schaffen sein. Klappt doch! Ein paar Monate später ist Bambi Filmstar oder zumindest auf dreiundzwanzig Urlaubsfilmen verewigt. Bloss den Fluss nicht von ein paar Stromschnellen unterbrechen lassen. Am Ende lockt das Mehr.
netter Gedanke weggeboren zu werden:-) Hab da mal ein nettes Buch zu gelesen . Der kleine König Dezember von Axel Hacke, kann ich nur schwer empfehlen!!!! Dieser kleine König sieht die Welt mal aus nem anderem Blichwinkel!!!!!