Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
In unseren Köpfen sitzen Meinungen und (Vor-)Urteile oftmals festgemeisselt wie die Präsidentenköpfe am Mount Rushmore (würden da eigentlich Billy mit Zigarre und George Dabbeljuu mit Narrenkappe verewigt werden?). Aus diesem Grund widme ich hier in loser Folge Verallgemeinerungen und Banalisierungen und verteile fleissig Stempel auf die Stirn. Heute: Frankreich. Das Land in dem man Schnecken und Frösche frisst oder jegliches schleimige Ungeziefer, das sich langsamer bewegt als die Hand mit der Gabel zustechen kann. Das Land, das Spitzenweine anbauen kann, aber zum Servieren die penetrant unhöflichsten Kellner der ganzen Welt hat. Das Land, das die Sprache der Liebe spricht, aber sich aus Prinzip weigert, ausser in Französisch mit irgendwem in einer anderen Sprache zu kommunizieren und dabei konsequent in aller Welt verwendete Wörter ignoriert (Computer vs. Ordinateur). Ein Land, das ebenso gerne Südseeinseln wie Greenpeace-Aktivisten in die ewigen Jagdgründe bombt. Ein Land, das fähig ist, ZWIEBEL-Eis zu verkaufen, aber unfähig ein Entrecôte nicht austrocknen zu lassen. Ein Land, das für den Begriff „Nichts auf dem Teller“ die Marke „Nouvelle Cuisine“ erfindet und das auch noch weltweit durchsetzen kann (ausser in England, dem Erzfeind auf der anderen Kanalseite). Franzosen machen Filme, die ohne fünfzehn Liter Alkohol weder zu verstehen noch zu ertragen sind und die Fernsehsendungen mit einer Langweiligkeit produzieren, die nur noch von der Peinlichkeit italienischer TV-Produktionen getoppt werden. Franzosen verwenden zwar seit Jahren (damals technisch durchaus innovativ) das MiniTel für die Kommunikation, verweigern sich aber seitdem ausländischen Neuerungen (wie Internet) durch die Installation der weltlangsamsten Server. Franzmänner machen geile Werbung für Autos, die schneller rosten als man Froschfresser sagen kann. Wenn man ein Urlaubsziel sucht, wo man als Tourist nicht nur ausgenommen wird (schlimmer als Schweiz), sondern auch noch beschissen behandelt UND beraubt werden kann, das Essen mies ist und man von aggressiven Teilnehmern des kollabierenden Strassenverkehrs an jeder zweiten Ecke (oder Geraden) fast überfahren wird, dann ist Paris die optimale Wahl. Paris ist ebenso Heimat der einzigen europäischen Disney-Park-Niederlassung (leider), wie Auffangbecken für bulimöse Kleiderständer aus der Modebranche. Wenn man Frankreich versenken würde, wäre Spanien eine Insel (Info an Deutschland: Ja, ja, Spanien besteht aus mehr als Mallorca, Ibiza und Kanarien) und die Schweiz hätte eine Küste. Interessanter Gedanke…
In Italia – prima non amano i francesi per pregiudizi simili
und -zweitens nennt man das, was Du so machst "FUFFA"in der blogosfera…
buon lavoro…
FUFFA?
und keine sorge, auch andere nationalitäten (inklusive schweizer) bekommen noch ihr fett weg :)
Lass dich nicht beirren Keks – es gibt immer noch einen Unterschied zwischen Vorurteil und Satire. Ich für meinen Teil liebe deine "Bissigkeit". ;)
…meine Fresse, alter Killer. Der lässt ja kein Stein auf dem andern hier liegen bei den Franzosen. Kriegt ja fast en literarischen Blutrausch hier…irgendwie mag der Dani keine Froschfresser, nein, gar nicht…eiei…
FUFFA=überflüssig, aber lustig. Fuffa-blogs werden untergehen, weil nur weblogs mit einem echten Service
gefragt sind. Als ob das kein Service wäre…
"Echten" Service? Wo gibt’s denn falschen Service? In Italien? ;)
Die einen lesen lieber Unterhaltungslogs und die anderen lesen lieber Logs mit überwiegend "qualitativ hochwertigen" Linksammlungen zu Politik, Motor, Sport und News über die Kriege dieser Welt.
Oder Logs mit reinem Infotainment a la Schockw.reiter.
Jedem das seine – die Geschmäcker sind verschieden. Fortunatamente.
Der, der die Theorie von der Fuffa und ihrer Eliminierung in die Welt gesetzt hatte, sah auch schnell alt aus…was gab es da schöne Diskussionen…