Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Mit Worten und mit Wörtern spielen ist eine lustige Sache. Man kann ein bisschen dran rumdrehen, umstellen, umordnen oder unordnen. Damit kann man dann andere Menschen unterhalten. Sofern die das verstehen. Nichts ist grausamer, als einen genialen Wortwitz an Nichtversteher zu verschwenden. Ich sehe meine Leser ja nicht beim Zulesen, hoffe aber doch, dass die Kreationen, die immer wieder mal einfliessen und auf die ich richtig stolz bin, doch auch ankommen und erheitern. Vielleicht bin ich aber auch der Einzige, der die lustig findet. Oder versteht. Oder erkennt. Dabei fallen mir immer wieder zwei ehemalige Bürokolleginnen ein, denen ich folgenden Witz erzählt habe und beide haben ihn nicht verstanden:
Treffen sich zwei Yetis. Sagt der eine: „Hey, ich hab den Messner gesehen!“
Sagt der andere: „Was, den gibt’s wirklich?“
Die eine Kollegin kannte Messner nicht, die andere wusste nicht, was ein Yeti ist. Das ist tragisch. Die hätten dann auch die NOCH feineren Witze nicht erkannt. Trotzdem hier noch einige bekanntere Sprichwörter in der getunten Version. Finde ich nämlich auch spassig, Sachen zu bearbeiten, die man schon lange kennt, aber halt nicht so. Und die sind nicht von mir. Ich will keine Lorbeeren für etwas, das ich gar nicht gepflückt habe. Aber so als Anregung…
„Wer andern eine selbst hinein“
„Was du nicht willst, das man dir tu, das mach erst mal“
„Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch“
„Morgenstund hat Mundgeruch“
„Die Stossstange ist aller Laster Anfang“
„Was lange gärt wird endlich Wut“
Ich will nicht behaupten ich verstünde alle deine Wortwitze (die ich nicht verstehe, übersehe ich wahrscheinlich), aber wenn du mich beim Lesen sehen könntest, dürfte dir das breite Grinsen auffallen, dass bis zum Ande des Eintrags fast Ohr-zu-Ohr Aussmasse bekommt.
Und das mit dem Gebüsch: *pruuuust* (das verwenden die aber auch im Film, oder?)