Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Pferde sind schon seit Jahrtausenden nützliche Tiere für den Menschen. Entweder zum Transportieren von Lasten, von Menschen oder als Nahrungsmittel. Interessant an dieser Stelle ist der zweite Punkt, das befördern von menschen, im Allgemeinen „Reiten“ genannt. Als Teamanhängsel einer anderen Abteilung haben wir EmmWee bei uns, die auch schon in anderen Beiträgen erwähnt wurde und noch werden wird (oh ja!), die sich ein Pferdl gekauft hat. Nun scheint es aber so zu sein, dass dieses Pferd sie wahrscheinlich nicht ganz so mag, wie umgekehrt, denn wie sonst ist es zu erklären, dass EmmWee sich mit konsequenter Regelmässigkeit im Dreck wiederfindet? Und das schon in der Reithalle! Im TRAB! Wahrscheinlich klammert sie sich bei Galopp so am Hals des armen Gauls fest, dass sie gar nicht runterfallen kann. Was natürlich in der Halle ein wenig peinlich aussieht. Nun war es letzte Woche so, dass ihr Hottehüh in der Halle eine Kurve beschrieb. Die Reiterin, etwas eigensinnig, versuchte ihren Weg hingegen geradeaus fortzusetzen, was zu einem leichten Konflikt führte mit darauf folgender verstärkter Wirkung der Schwerkraft. Weil man ja öfters mal was Neues ausprobieren soll, fällt man natürlich nicht wie sonst immer, sondern so blöde, dass das Seitenband im Knie reisst. Gut gemacht! Reife Leistung! Beim Judo lernt man als erstes, wie man richtig fällt, gibt’s diese Lektionen für Reiter nicht auch? Marktlücke. Ergebnis: EmmWee’s Fortbewegung poststurzal ähnelt am ehesten Long John Silver, nur der Papagei fehlt. Sie mag es auch gar nicht, wenn man sie Käpt’n Hook nennt. Versteh ich nicht. Dann hat sie noch erzählt, sie wäre dann sofort nach Leuggern ins Spital gefahren (worden?). Leuggern? Genau, dachte ich auch. Ein Kaff. Ein MEGAkaff. Behauptet aber, da gäbe es ein Krankenhaus. Wollt ich dann halt wissen, ob das dieser Kral ist mit den Mammutzähnen am Eingang und den mit Blut an die Wände geschmierten Beschwörungszirkeln, Tierknochen aufgehängt und so. Da hat sie mich leicht säuerlich angestarrt. Als ich ihr dann noch sagte, dass an einem solchen Ort die Leute nicht Ärzte, sondern Schamanen heissen, da hat sie mich geboxt. Versteh ich nicht.
Nachtrag:
Mögliche Neuverfilmung oder Sequel zu „Der Pferdeflüsterer“: „Die Pferdefliegerin“
Schon komisch, wie diese Nichtreiter und "Kanton-Aargau-Nicht-Kenner" Vorkommnisse interpretieren.
Aber ein wenig Mitleid, wäre doch auch nicht fehl am Platz, oder??
a) ich kenne den kanton aargau gut genug
b) nicht jeder der reitet braucht auch ein pferd
c) mitleid? der satz "ein indianer kennt keinen schmerz" wurde nicht von mir in umlauf gesetzt :) und wer keinen schmerz kennt, braucht kein mitleid. hah!
*schmunzel*