Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Am Morgen im Zug oder Bus sitzen und ein mobiles Frühstück einnehmen ist etwas, was ich auch mache. Ein Gipfeli und ein Fruchtsaft oder ein Kaffee mit was dazu oder auch ohne dazu. Einfah etwas, das den Start in Tag ein bisschen leichter macht, wenn man eigentlich noch gerne zu Hause im Bett liegen würde. Wo es mir aber fast schon höher kommt, das ist, wenn neben mir eine Person sitzt und abgesehen von den Selbstgesprächen noch frisst. Eine Person, die in fünfzehn Minuten zwei Servelats (das sind so richtig dicke fette Schweizer Würste, auch Chemiekurve genannt) und ein komplettes Baguette verdrückt und sich aber nebenbei drüber beschwert, sie sei zu dick. NA KUNSTSTÜCK! Wenn ich jeden Tag so beginnen würde, sähe ich auch umfangreicher aus. Bizarr wird es aber dann, wenn besagte Person an einer Literflasche Cola Light nuckelt, weil die so wenig Kalorien hat und man damit nicht zunimmt. Es gibt keine minuskalorienwirkende Nahrungsmittel. Das haben die Amis auch noch nicht gerafft, die futtern sich nach dem gleichen Prinzip voll. Dafür gibt es in Amiland an jeder Ecke Läden die aussehen wie Doping Heaven, vom Boden bis zur Decke gefüllt mit bunten Pillchen. Für alles und jedes. Vermutlich gibt es sogar Hemmer für den Fall, dass man bei seinem Psychiater nicht sofort einen Termin bekommt. Oder Wartezeitüberbrücker, falls man im Wartezimmer mehr als eine Zeitschrift lesen muss. Ach ne, Amis lesen ja nicht, die verfilmen es zuerst und sehen es sich dann an. Kann man auch gleich wieder ein Pillchen erfinden, das gegen Lesewahn oder Premiere-und-ich-hab-keinen-Platz-bekommen-Syndrom wirkt. Da ess ich lieber mal einen Salat, geh an die frische Luft oder knutsche heftig rum, weil man da auch die Abwehrkräfte stärkt. Und danach nehm ich eine Schlaftablette, weil ich vor lauter Natur einen Happynessflash habe und nicht einpennen kann.
Falsch, es gibt Nahrungsmittel mit Minuskalorien – ernsthaft jetzt! Erdbeeren ist nur ein Beispiel, andere fallen mir im Moment nicht ein, aber die gibt es echt ;-).
Übrigens, für die Deutschen, die nicht wissen, was ein Cervelat ist, so weiss ich seit zwei Wochen, dass man die zumindest in Nord-D-Land "Fleischwurst" nennt :-).
Nun blicke ich gar nicht mehr durch – Bei uns im Rheinland sind Cervelatwurst und Fleischwurst schon wieder zwei verschiedene Paar Schuhe.
ok, mit fleischwurst kann ich auch was anfangen, cervelatwurst ist hier eher was salami-artiges…
aber mit dem pillenwahn stimmt schon, das wird wirklich immer unheimlicher was da abgeht…
hätt ich auch gemeint, es gibt ja bei uns zum beispiel die kalb-fleischwurst, aber die ist schon was anderes als cervelat.
@lydia: je nachdem, was du an meinem geburtstag vom grill hattest, kennst du vielleicht sogar cervelats :)
Hauptsache es war kein Hund im Spiel.
Genau, bei den Deutschen ist Cervelat was Salami-Artiges, zumindest vom Aussehen her und "unsere" Cervelat ist eine hautfarbene Wurst ca. 10 cm lang und leicht gekrümmt ;-).
hehe :)
also bei nielas beschreibung fällt mir auch noch was anderes ein, aber … hmm… nene…. *verwerf*