Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Was strengt an, lässt einen schwitzen, dauert ca. zehn Minuten und verbraucht einhundert Kalorien? Nein, ihr Ferkel, kein Sex! Eine Runde Rudermaschine. Warum? Weil statistisch gesehen – und wie wir heute beim Team-Meeting erfahren haben – Sex im Schnitt drei bis sieben Minuten dauert. Darüber hinaus verbraucht allein ein Orgasmus (ein guter, was immer das sein mag) so gegen dreihundert Kalorien. Das Liebesspiel an sich (wenn man sich nicht grade mit Cowboystiefeln und Peitsche durchs Zimmer jagt) verbraucht pro Minute grade mal drei bis vier Kalorien. Schwitzen kann man bei beiden Aktivitäten, auch anstrengend kann beides sein. Wenn man das also im Gesamten betrachtet, ist zwar der Kalorienverbrauch (egal ob mit oder ohne Vorspiel) bei Sex höher, aber dafür auch der Spassfaktor. Hm. Mir fällt grad auf, dass beides PRO Sex ist. Warum dann also Sport treiben? (AH, „treiben“, eine Übereinstimmung). Sport kann man auch alleine… Hm. Na okay, das geht auch. Bloss: Verbraucht man mit sich selber gleich viele Kalorien wie zu zweit oder dr… Hm. Ganz so viel Spass macht es auch nicht. Also, Sex ist besser als Sport, wenn man es nicht alleine macht. Hormone werden auch bei beidem freigesetzt, aber beim Sport wiederum ist die Kräftigung von verschiedenen Muskelgruppen durchaus ein Vorteil, nicht bloss Muskelkater im Bauchbereich oder Verrenkungen beim Durchprobieren des „Kamasutra für Dummies“. Beim Sport ist auch die Chance auf einen Rug Burn kleiner. Dafür stehen die Chancen auf Quetschungen, Prellungen oder Krämpfe ungleich höher. Obwohl man auch beim Sex Krämpfe bekommen kann (hab ich mir sagen lassen, aber den Namen behalt ich jetzt echt für mich), was allerdings beim gegenüber oder untendrunter oder woauchimmer fälschlicherweise als Ekstase ausgelegt und mit dem Spruch „So machen wir das jetzt immer!“ denkwürdig angereichert werden kann. Und nicht jeder Schrei beim Sex muss was mit positiven Erlebnissen zu tun haben. Wer zum Beispiel mit einem Rücken wie ein Galeerensklave rumläuft nach intensiverem Kalorienverbrenntraining mag das VIELLEICHT im Zuge der Entstehung unter Einfluss von Endorphinen, Serotonin und Amphetamin… ups, sorry, Adrenalin, noch ziemlich geil gefunden haben, aber sobald er am Morgen auf dem harten Sitz eines städtischen Busses zur Arbeit fahren muss, da zeigt sich dann das hämisch lachende Gesicht der Realität. Da wünscht er sich dann, er wäre statt dessen etwas joggen gegangen. Kann übrigens auch Frauen passieren, sowas. Oder Ähnliches. Nicht, dass die jetzt denken, sie wären ausser Gefahr.