Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch
Die ollen Krümel von früher
Gestern hatten wir es von verschiedenen schweizer Dialekten, mehr oder weniger bizarr. Dass man die einen als Ausländer mit der Zeit verstehen lernt, andere hingegen bleiben auch Schweizern ewig verschlossen. Dabei ist mir dann das Beispiel von einem Werbeplakat eingefallen, das ich vor einer Menge von Jahren dort gesehen habe. Dort stand drauf:
„Taar da da?“
„Da taar da.“
„Da da da taar!“
Das ist nicht etwas der Anfang von Beethovens neunter Symphonie (oder schreibt sich das jetzt Sümfonie?), sondern heisst übersetzt:
„Darf der das?“
„Der darf das.“
„Dass der das darf!“
Ich weiss allerdings nicht mehr, wofür da geworben wurde, weil das war doch immerhin 1988 und das ist zu lange für mich. Aber seltsamerweise ist der Spruch hängen geblieben, weil es mich irgendwie fasziniert hat, dass sich Schaffhauser nur mit einem Vokal und bisschen Zubehör verständigen können. Und noch nicht einmal ein „CH“ ist dabei oder ein „-li“. Erstaunlich.
Chuchichäschtli
Ich glaube, so eine Werbung gab es hier auch mal, ich hab aber auch keine Ahnung mehr, wofür. Na ja, auf kölsch klingt es zwar auch ziemlich lustig, aber zugegebenermassen nicht ganz so bizzar:
Därf dä datt?
Dä därf datt.
Datt dä datt därf.
Nicht dass ich mich an die Werbung erinnern könnte, aber da meine Wurzeln selber aus dem schweizerischen Osten kommen… Hat’s da nicht ein ä drin? Etwa so:
Taar dä da?
Dä taar da.
Da dä da taar…
nein nein, das war so, weil das sind schaffhauser, keine aus dem osten :)also so richtig. das sind eher so diese fastschwaben :)
Naja, versteh einer die Schaffhauser… Das einzige was sie gut können, ist meinen Nachnamen richtig aussprechen *lach*
Aber das können die vom Bodensee noch vieeel besser…
Auf Kölsch:
Darf dat dat?
Dat darf dat.
Dat dat dat darf!
Wobei "dat" das Personalpronomen "sie" meint.
Steht auch im Kölschkurs bei http://www.koelnjournal.de