{"id":723,"date":"2005-10-17T13:00:22","date_gmt":"2005-10-17T11:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/?p=723"},"modified":"2005-10-17T13:00:22","modified_gmt":"2005-10-17T11:00:22","slug":"nachlese-spatlese-weinlese-auslese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/2005\/10\/17\/nachlese-spatlese-weinlese-auslese\/","title":{"rendered":"Nachlese. Sp\u00e4tlese. Weinlese. Auslese."},"content":{"rendered":"<p>Der keks steht vorn am B\u00fchnenrand, macht w\u00fcste Gesten mit der Hand.<br \/>\n<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.kay-x.net\/bilder\/tagebuch\/mission1.jpg?w=760\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.kay-x.net\/bilder\/tagebuch\/mission2.jpg?w=760\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.kay-x.net\/bilder\/tagebuch\/mission3.jpg?w=760\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.kay-x.net\/bilder\/tagebuch\/mission4.jpg?w=760\"><br \/>\nAm Freitag war ja noch was. Das Konzert von The Mission, das ich noch nachholen musste, weil mir das letzte jemand versaut hat. Nach nunmehr siebzahn Jahren also der Versuch, endlich ein Ziel zu erreichen. Nachmittags also ab und den Zug schnappen und nach Bern tuckern. Zuerst habe ich noch zwei Kollegen aus betreffendem Kanton gefragt, ob sie mir ein Medikament empfehlen k\u00f6nnten, das mich genug runterbremst, damit mich auch Berner verstehen k\u00f6nnen. Darauf wurde ich mit Erdn\u00fcssen beworfen, was mich wiederum an Schimpansen im Zoo erinnerte, die mit N\u00fcssen nach Besuchern werfen. Egal. Aber die haben halt nun so einen Dialekt.<\/p>\n<p>Also nach Bern und ab ins Hotel. Das hiess sinnigerweise Hotel Bern. Wenigstens nicht Hirschen. Im Zug bin ich schon fast wegged\u00f6st, also habe ich zuerst das Bett ausprobiert. Falsch, zuerst habe ich das Schokoladenherz vom Kopfkissen weggefressen und danach habe ich mich ausgebreitet und war sofort weg. Auch falsch, zuerst hatte ich den Wecker gestellt und dann. Hat gut getan. Eineinhalb Stunden sp\u00e4ter bin ich weckerlos aufgewacht und war fit wie ein Turnschuh. Nein, auch falsch. Naja, sagen wir Freizeitschuh. Wenn ich nun an einen Ort komme, der mir essensm\u00e4ssig unvertraut ist und ich habe danach noch etwas Wichtiges vor, dann riskiere ich keine Zwiebelattacke und gehe zu M\u00e4cDoof. War ich schon l\u00e4nger nicht mehr und \u00fcberhaupt kann Globalisierung durchaus auch Vorteile haben. Ich bekomme auf der ganzen Welt bestimmt immer etwas Sicheres zu essen. Keine spezielle Gew\u00fcrzmischung an den Pommes. Diesmal nur ultrazuviel Salz. Atlantik komprimiert auf eine T\u00fcte. Konnte aber nicht an meiner Stimmung r\u00fctteln.<\/p>\n<p>Zu Fuss dann los zum Bierh\u00fcbeli (heisst tats\u00e4chlich so), an der Garderobe Jacke abgeben, das M\u00e4del anstrahlen. Ein T-Shirt kaufen bei einer rothaarig gezopften Lack- und Lederbraut mit gepushupten Verkaufsargumentsverst\u00e4rkern. Grinsen nicht verkneifen k\u00f6nnen. Zur\u00fcck zur Garderobe und T-Shirt in Jacke stopfen lassen. M\u00e4del anstrahlen. Ab zur Bar und ein Kinley bestellen und ich bekomm einfach mein Strahlen nicht aus der Fresse, daf\u00fcr dass es ein d\u00fcsteres Konzert ist ziemlich unpassend. Aber nicht so unpassend wie einige der anderen Besucher. Um es kurz zu machen, das Konzert war geil und ich stand tats\u00e4chlich am B\u00fchnenrand. Ganz vorne. Und einen halben Meter hinter mir konsequente Mitgr\u00f6ler (je l\u00e4nger das Konzert, desto lauter und falscher und in totaler Unkenntnis der Lyrics). Die h\u00e4tten irgendwann auch fast eine Pr\u00fcgelei angefangen, weil ein Bully seine Lady gegen Pogot\u00e4nzer sch\u00fctzen wollte. The Mission ist nicht zum pogen geeignet, auch wenn Shades of Green in einer Speedversion gespielt wurde. Berner sind ein seltsames V\u00f6lkchen. Besonders der Krawattentr\u00e4ger, der sich wohl im B\u00fcro entschieden hat, einen auf B\u00f6se zu machen. Der ging mir aber nur deswegen nicht weiter auf den Sack, weil er wie fast alle anderen hinter mir stand. Ausser dem Halbtaktklatscher neben mir, der das Rhythmusgef\u00fchl eines Spechts nach einem halben Kilo g\u00e4render Kirschen hatte. <\/p>\n<p>Danach ging dann noch Party los. Genehmigte mir dann noch einen Vodka, habe mich gewundert, dass der Light Engineer kein fetter B\u00e4rtiger, sondern eine dralle Blondine mit High Heels und einer Art Strapsschn\u00fcrstiefeln war. Ungew\u00f6hnlich. Nur die kettenrauchende DJane mit null Skills ausser ein paar zuf\u00e4llig gegl\u00fcckten Klassikerauflegern st\u00f6rte. Da reifte wohl auch in mir der Wunsch, endlich mein Musikzimmer fertigzustellen, um mein DJing wieder aufzunehmen. Wenn man mit keinem K\u00f6nnen \u00f6ffentlich auftreten darf, warum dann nicht mit wenig K\u00f6nnen? Insofern ist viel passiert und ich kann das Weekend durchaus mit einem Pr\u00e4dikat &#8222;gelungen&#8220; versehen, was jetzt nicht nur rein auf den Freitag bezogen ist. Aber das m\u00f6gen andere Leute vielleicht anders beurteilen, ich weiss ja nicht, wie der Rest der Menschheit die Tage verbracht hat. Aber ich fand&#8217;s voll gut. Zeigt doch immer wieder, dass gut Ding Weile haben will.<\/p>\n<div class=\"music\">Aktuell im Ohr: Kelly Osbourne &#8211; One Word (Kaum zu glauben aber wahr, das ist ein ziemlich cooles Album)<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der keks steht vorn am B\u00fchnenrand, macht w\u00fcste Gesten mit der Hand. Am Freitag war ja noch was. Das Konzert von The Mission, das ich noch nachholen musste, weil mir das letzte jemand versaut hat. 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