{"id":701,"date":"2005-08-29T09:39:51","date_gmt":"2005-08-29T07:39:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/?p=701"},"modified":"2005-08-29T09:39:51","modified_gmt":"2005-08-29T07:39:51","slug":"kleine-glucksmomente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/2005\/08\/29\/kleine-glucksmomente\/","title":{"rendered":"Kleine Gl\u00fccksmomente"},"content":{"rendered":"<p>Wir sollten lernen, die Details zu sch\u00e4tzen. Innehalten und zusehen. Anscheinend hat k\u00fcrzlich jemand zu meiner Mutter gesagt, ich sei kindisch. Ich finde das nichts Schlechtes. Ich will auch nicht zwangsweise erwachsen werden und die Begeisterung f\u00fcr die kleinen Dinge verlieren. Heute Morgen machte meine Nespresso-Maschine einen wundersch\u00f6nen kleinen Kaffee. Eine durchsichtige Tasse und ich konnte richtig zusehen, wie sich die Cr\u00e9ma (das Sch\u00e4umschen) verdichtete. Dann Zucker drauf und in die Hocke gehen und zusehen, wie die K\u00f6rnchen langsam durch den Schaum sinken. Sch\u00f6n. Riechen. Schmecken. Nicht einen Hektoliter Milch reinkippen, sondern die vielf\u00e4ltigen Aromen \u00fcber die Zunge rollen lassen. Es gibt tats\u00e4chlich Leute, die Kaffee trinken, ihn aber B\u00e4h finden, ausser man kann nur noch erahnen, was es fr\u00fcher einst gewesen ist. Nein, so nicht. Die schlagen auch Hamster.<\/p>\n<p>Auch sch\u00f6n ist es, wenn man im Fitness Center das Gewicht an jeder Maschine h\u00f6her stellen kann, als der Vorg\u00e4nger es hatte. Anf\u00e4nger. Wenn der Nachfolger das Gewicht ebenfalls h\u00f6her stellt ist es ein aufgeblasener Poser. Oder Teenager aus dem Konzept bringen, wenn man ihnen Texte vorlegt, die l\u00e4nger sind als 160 Zeichen. Vibrierende Handys in der Hosentasche und nicht rangehen. Kondenswasser auf Coke-Flaschen frisch aus dem K\u00fchlschrank und sich vorstellen, wie die Flasche zwischen zwei Br\u00fc&#8230; Frische MacDoof Pommes Frites. Von einer Art Directorin aus der Werbung gefragt werden, ob man sich zum Brainstormen dazu gesellen m\u00f6chte. Mit einem Glas Rotwein den Sonnenuntergang betrachten und nach der Kopfschmerztablette, die man wegen dem Vino braucht nicht ins Koma fallen.<\/p>\n<p>F\u00fcnfundzwanzig Minuten Fettverbrennungsprogramm auf dem Crosstrainer machen und nach zwanzig Minuten den Puls so weit im Griff haben, dass das Ger\u00e4t keinen Alarm mehr anzeigt. Frischer Tomaten-Mozzarella-Salat. Schon Kommentare bekommen, bevor der Eintrag \u00fcberhaupt geschrieben ist. Gute Musik h\u00f6ren k\u00f6nnen und Menschen kennen, die nicht versuchen, auch seltsamere Stile madig zu machen. Im Bus neben der jungen Dame zu sitzen, die mit gutem Duft den Knoblauch von schr\u00e4g hinten \u00fcbermalt. Also kleine Dinge, an denen es sich zu freuen lohnt. Auch wenn es nur f\u00fcr eine Minute ist. Ich sage ja nicht, dass es immer unnervig zu und her geht. Ich rege mich auch auf. Ich rege auch andere auf. Aber dazwischen die Aufblitzer des Gl\u00fccks erkennen und sie auch geniessen k\u00f6nnen, das ist die Kunst. Mir fielen jetzt schon noch ein, zwei Sachen ein, aber die lasse ich jetzt im Privaten.<\/p>\n<div class=\"music\">Aktuell im Ohr: Ultravox &#8211; Heart Of The Country<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sollten lernen, die Details zu sch\u00e4tzen. Innehalten und zusehen. Anscheinend hat k\u00fcrzlich jemand zu meiner Mutter gesagt, ich sei kindisch. Ich finde das nichts Schlechtes. Ich will auch nicht zwangsweise erwachsen werden und die Begeisterung f\u00fcr die kleinen Dinge verlieren. 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