{"id":633,"date":"2005-02-02T16:31:27","date_gmt":"2005-02-02T14:31:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/?p=633"},"modified":"2005-02-02T16:31:27","modified_gmt":"2005-02-02T14:31:27","slug":"screeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeaaaaam-vol-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/2005\/02\/02\/screeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeaaaaam-vol-1\/","title":{"rendered":"SCREEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEAAAAAM!!!! Vol.1"},"content":{"rendered":"<p>Nach \u00fcber einhundertf\u00fcnfzig Fl\u00fcgen (\u00fcber den Daumen gepeilt) war es f\u00e4llig, einen zu verpassen. Dabei hatte der Morgen so sch\u00f6n angefangen. Ich hab das Packen v\u00f6llig verdr\u00e4ngt, aber war der Meinung, dass zwischen weckerklingelunterst\u00fctztem Hormonanschub und Abfahrt des Busses locker Zeit w\u00e4re. HAH! What me sucker! Also nahm ich an, ich w\u00fcrde den Bus verpassen. Tat ich nicht. Musste dann wohl das verpasste Tram sein. Auch nicht. Der verpasste Zug. Fehlanzeige. Daf\u00fcr verpassten rudelweise Bau-Messe-Besucher deren Extrazug und wurschtelten sich in unseren Zug, was zu einer nicht unwesentlichen Versp\u00e4tung f\u00fchrte. In Basel angekommen, kriegte der Zug (Typ Deutscher ICE) die T\u00fcren nicht auf (en bloc), nur um kurz darauf den Inhalt unserer \u00fcberf\u00fcllten Turbowurst zeitgleich mit dem gut gef\u00fcllten bahnsteigsgleichen Tschu-Tschu auf eben jenen zu ergiessen. Aber hey, was soll&#8217;s, gibt ja schliesslich eine GANZE Rolltreppe f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Am obigen Ende blieb dann irgend so ein Franzmann stehen (sonst ein Anrecht der Seniorilen) und blockierte mit seinem Rollcontainer den sonst schon d\u00fcrftigen Platz, was Tomati dazu anregte, kurz dagegen zu treten, nat\u00fcrlich v\u00f6llig unbeabsichtigt, weil er halt fast dr\u00fcberfiel. Wie auch immer. Um einen Kleinkrieg zu vermeiden, bei dem wir am Ende Frankreich wegsprengen m\u00fcssten um auch endlich Strand zu bekommen, w\u00fcrgten wir uns nierensteingleich aus der Harnr\u00f6hre des Bahnhofes und verpassten doch einen Bus. Nat\u00fcrlich kam auch gleich wieder einer, wir stiegen ein, der Fahrer aus. Er kam dann daf\u00fcr auch nicht gleich wieder, sondern machte wohl Pause. Relaxt wie wir waren k\u00fcmmerte uns das \u00fcberhaupt nicht und da wir beide keine Uhren tragen, blieb uns auch das nerv\u00f6se Handgelenkstarren erspart. Man kann auch nerv\u00f6s das Handy aus der Hosentasche ziehen.<\/p>\n<p>Schliesslich fuhren wir los und ich hatte das dumpfe Gef\u00fchl, der Busfahrer aus Windisch, der das Gaspedal nur per Blindenhund findet, h\u00e4tte sich nach Basel versetzen lassen. Die haben im \u00dcbrigen eine Haltestelle namens &#8222;Brausebad&#8220;. Was soll DAS denn? Also ab zum EuroAirport, wo unser EasyJet-CheckIn genau f\u00fcnf Minuten vor unserer Nase zu machte. Strafe muss sein, deswegen versp\u00e4tete sich der Abflug auch um eine Stunde, was uns aber trotzdem nicht ins Flugzeug brachte sondern zum Stranden auf dem wohl langweiligsten Flughafen aller Zeiten. Sogar der Dschungel-Strip in Nordaustralien war spannender und der bestand aus einem Namensschild, ein paar Blechtonnen und einem Feuerl\u00f6scher.<\/p>\n<p>Da die n\u00e4chste Variante mit SleazyJet erst abends um Neun angeboten worden w\u00e4re, wollten wir die Variante des kostenpflichtigen Umbuchens ins Auge fassen. British Stairways bot uns einen Platz ECONOMY zum sagenhaften Preis von 1000 Franken an. Pro Person. Wie h\u00e4tten wir DAS ablehnen k\u00f6nnen!? Sehr einfach und schnell. Via Phantasier\u00fcckflugsdatum hat die Dame dann den Preis allerdings gedr\u00fcckt auf nur 700-irgendwas pro. Vier Meter weiter erwartete uns dementsprechend SWISS, mit der wir eigentlich nicht fliegen wollten, weil man da zus\u00e4tzlich Service-Taxe zahlt, um keinen Service zu bekommen. Da waren wir dann mit 370 pro mit dabei und haben eigentlich so viel bezahlt wie wir von Anfang an h\u00e4tten bezahlen k\u00f6nnen, wenn wir ab Z\u00fcrich geflogen w\u00e4ren, aber hey, so viel Abenteuer muss sein. Also buchen, einchecken (sicher ist sicher) und zwei Stunden warten. Immer noch besser als zehn.<\/p>\n<p>An Flugh\u00e4fen bietet sich Shopping an. Um vom einen Kiosk zum anderen zu kommen in Basel braucht man einen Personalausweis, weil zwischen den L\u00e4den befindet sich die Passkontrolle, da Basel auf verschiedenen Hoheitsgebieten liegt. Verwaltungstechnisch. Ebenfalls in der Mitte liegt eine Stehbar. Dort kommt zwangsl\u00e4ufig die Frage auf, ob eigentlich franz\u00f6sische Kellner alle zusammen im Untergrund von Paris geklont, gez\u00fcchtet und dann in die ganze Grande Nation du Schlechtes Benehmen exportiert werden. Furchtbare Gestalt. Und der Kaffee schmeckte kalt fast besser als warm. Daf\u00fcr konnte ich w\u00e4hrend der ganzen Umbuchungs-, Planungs- und Etc-Aktion kontinuierlich SMS nach England schreiben und alle f\u00fcnf Minuten den Ankunftsflughafen \u00e4ndern. Passend hat auch unser erster Gastgeber (bei Erhalt der ersten Mail um halb zehn von seiner Angetrauten) als erstes gedacht: &#8222;Mail? Um DIE Zeit? Was verdammt haben die beiden JETZT angestellt?&#8220;<\/p>\n<p>Schliesslich wurden wir aber doch in ein Propellerflugi verfrachtet (Premiere in der Gr\u00f6sse) und nach London, England verfrachtet. Zum City Airport (Premiere). Dort haben wir f\u00fcr den zehnmin\u00fctigen Transfer extra einen Bus gekauft, er war grad so g\u00fcnstig zu haben. Dann per Tube (U-Bahn) zur Paddington Station, wo wir sofort nach einem f\u00fcr uns unsinnigen Tarif Karten kauften, in den n\u00e4chsten Zug stiegen und feststellten, dass in UK jeder Depp bereits am Freitag fr\u00fchnachmittags Feierabend macht und mehr zahlenden Touris die Sitzpl\u00e4tze wegnimmt. Aber nach einer halben Stunde durften wir uns dann auch zu den Grossen setzen und freundlicherweise waren direkt neben uns die Behindertenpl\u00e4tze, die Feuerl\u00f6scher und s\u00e4mtliche Notrufkn\u00f6pfe. Hallo? Wollte uns da jemand was sagen?<\/p>\n<p>Angekommen dann wurden wir entgegen genommen (kurz nachdem ich knapp einer Auseinandersetzung mit einem Hoohoohooligan entgehen konnte) und ja, Kaffee war heiss und Kartoffelchips mit Essig schmecken bei JEDEM UK-Trip gleich beschissen. Der Abend verlief dann plaudernderweise und mit Unterst\u00fctzung englischen Essens (essbar, aber irgendwie kein erkennbarer Geschmack) durchaus angenehm und wenn mir meine Hosts nochmal Sonnenblumen ausdrucken und das Bett dekorieren, dann pr\u00fcgel ich die durchs Haus. Den Eisb\u00e4ren hingegen haben sie mir vorenthalten. Am Samstag morgen english breakfast, sprich Fett als Geschmackstr\u00e4ger. Wobei, nein, das war am Samstag gar nicht mal so schlecht, da gab es Perogies. Kanadische Teig-mit-Kartoffel-und-Speck-F\u00fcllung-T\u00e4schchen sind das. Und dann war Abfahrt. Nach Wales.<\/p>\n<p>Und weil das doch etwas l\u00e4nger wird, \u00dcbergang zum n\u00e4chsten Eintrag.<\/p>\n<div class=\"music\">Aktuell im Ohr: Girls Aloud &#8211; Sound of the Underground<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach \u00fcber einhundertf\u00fcnfzig Fl\u00fcgen (\u00fcber den Daumen gepeilt) war es f\u00e4llig, einen zu verpassen. Dabei hatte der Morgen so sch\u00f6n angefangen. Ich hab das Packen v\u00f6llig verdr\u00e4ngt, aber war der Meinung, dass zwischen weckerklingelunterst\u00fctztem Hormonanschub und Abfahrt des Busses locker Zeit w\u00e4re. HAH! 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