{"id":494,"date":"2003-09-08T11:52:30","date_gmt":"2003-09-08T09:52:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/?p=494"},"modified":"2003-09-08T11:52:30","modified_gmt":"2003-09-08T09:52:30","slug":"tjuu-ning","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/2003\/09\/08\/tjuu-ning\/","title":{"rendered":"Tjuu-Ning"},"content":{"rendered":"<p>Oder: Das fehlgeleitete Optimieren von Mensch und Maschine. Eigentlich ist Tuning ja die nachtr\u00e4gliche Leistungsverbesserung eines Fahrzeuges. Sagt zumindest Herr Duden, Band 5. \u00dcblicherweise gelten allerdings mehrheitlich die Wagen als getunt, deren optischer Kotzfaktor gesteigert wurde. Das reicht von Chiemsee-Aufklebern in Fallschirmgr\u00f6sse \u00fcber Peniswunschgr\u00f6ssenauspuffrohre bis zu Spoilern, die einen D\u00fcsenjet am Abheben hindern w\u00fcrden. Die meisten dieser Windleitbleche sehen in der Regel wie Handgriffe zum Wegwerfen des daran befindlichen Automobils aus und haben indirekt einen Nutzen von plusminus Null, weil die Wirkung erst bei einer Geschwindigkeit eintritt, die entweder auf unseren Strassen nicht realisierbar oder von betreffendem Fahrzeug gar nicht zu erreichen ist. Das Ausr\u00fcsten von italienischen Kleinfahrzeugen mit Sch\u00fcrzen und Verbreiterungen l\u00e4sst vielleicht den haargeschleimten Besitzer vor Stolz fast platzen, aber ausser einer IQ-neutralisierten Beifahrerin teilt wohl nicht ernsthaft jemand seine Begeisterung. Warum auch dieses Rumgeschraubse, ein paar Farbtupfer k\u00f6nnen viel mehr aus einem Auto machen. Gut, die Achtziger-Jahre-Airbrush-Bildchen mit nackten Frauen auf Delphinen, die vor einem Sonnenuntergang \u00fcbers Bild h\u00fcpfen sind out (obwohl man das gerne auf von Countrymusik gr\u00f6lenden Fahrern gelenkten Trucks noch bewundern kann), aber es gibt doch auch noch andere interessante Gestaltungsm\u00f6glichkeiten, die sogar aus ganz kleinen Autos ganz grosse Wirkung rauskitzeln. Zeigt auch sofort, dass an der Sicherheit nicht gespart wurde und Airbags mit eingebaut sind.<br \/>\n<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.kay-x.net\/bilder\/tagebuch\/maximini.jpg?w=760\" alt=\"Boobs!\"><br \/>\nJeans werden seit neuestem auch getunt. Fr\u00fcher: Hosenbund rundrum auf gleicher H\u00f6he. Heute: Hosenbund je nach Zielgruppe tiefergelegt. Bei verschiedenen Tr\u00e4gern ist das nicht echt n\u00f6tig, weil der Arsch schon tiefergelegt wurde. Wenn jemand zum Beispiel ein Steiss-Tattoo tr\u00e4gt (das sind die Verzierungen knapp oberhalb der Arschspalte, die bei M\u00e4dels nett aussehen mag, aber nicht beim Calgon vertretenden Waschmamschinenreparierer), dann kann man die r\u00fcckseitig, mittig heruntergesetzten Jeans verwenden. F\u00fcr Girlies, die dauernd gesagt bekommen, dass sie ihre Nieren nicht so freiz\u00fcgig zeigen sollten, weil sie sp\u00e4ter mal ganz arge Probleme bekommen w\u00fcrden (obwohl ihnen das zu der Zeit scheissegal ist, Hauptsache es sieht geil aus), gibt es die hinten HOCHgezogenen. So zeigen sie ihren Eltern &#8222;Guck mal, Nieren bedeckt&#8220; und die nun gl\u00fccklichen Erziehungsbrechtigten lassen ihren femininen Nachwuchs ins Nachtleben ziehen, ohne mitbekommen zu haben, dass die Hosen zwar hinten hoch sind, aber als Ausgleich auf der Vorderseite so tief h\u00e4ngen, dass es bestimmt keine Diskussionen mehr gibt, in welcher Farbe entweder Unterw\u00e4sche oder Schambehaarung ist. Was noch fehlt sind die Vorne-und-hinten-hoch-aber-auf-der-Seite-tief-Jeans. Dann ist es endlich einfacher f\u00fcr die ganz hippen Chicks, ihre Billigstrings auf der Seite rausblinken zu lassen. Was wiederum aussieht wie Griffe zum hochheben und mitnehmen. Oder Wegwerfen. Womit wir wieder bei den Spoilern sind. Nur weil es getunt ist muss es nicht gut aussehen. Oder bessere Leistung bringen. Was wiederum auszutesten w\u00e4re.<\/p>\n<div class=\"music\">Aktuell im Ohr: Space Frog feat. The Grim Reaper &#8211; I Feel Ur Pain<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder: Das fehlgeleitete Optimieren von Mensch und Maschine. Eigentlich ist Tuning ja die nachtr\u00e4gliche Leistungsverbesserung eines Fahrzeuges. Sagt zumindest Herr Duden, Band 5. \u00dcblicherweise gelten allerdings mehrheitlich die Wagen als getunt, deren optischer Kotzfaktor gesteigert wurde. 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