{"id":467,"date":"2003-07-25T13:01:08","date_gmt":"2003-07-25T11:01:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/?p=467"},"modified":"2003-07-25T13:01:08","modified_gmt":"2003-07-25T11:01:08","slug":"kommen-sie-spater-nochmal-wieder-jetzt-passts-grad-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/2003\/07\/25\/kommen-sie-spater-nochmal-wieder-jetzt-passts-grad-nicht\/","title":{"rendered":"Kommen Sie sp\u00e4ter nochmal wieder, jetzt passt&#8217;s grad nicht"},"content":{"rendered":"<p>Diesen Satz in beliebigen Situationen anbringen zu k\u00f6nnen w\u00e4re doch eine nette Sache. Dabei erinnere ich mich auch an einen Tracktitel (Song oder gar Lied sagt man ja bei Instrumentalst\u00fccken nicht und deutsch redet man schon grad gar nicht) von Alien Factory: Tell Death you don&#8217;t wanna die. Geht aber beides nicht. Zumindest nicht immer, denn es gibt Dinge, die geschehen. Es fliesst. In der Zeit und im Leben. Ich habe noch nie erlebt, dass jemand auf die Welt gestorben wird und am Ende weggebiert. Gebort. Geburtet. Aber man h\u00e4tte am Ende zumindest eine Ahnung, wo man da reinkrabbelt. Eigentlich eine interessante Theorie: Wir kommen alt auf die Welt und sind tattrig und haben Zeit fernzusehen und zu lesen (je l\u00e4nger desto besser) und wissen, welche Sachen cool sind und wo man am Besten hingeht. Dann w\u00e4chst man in die gesch\u00e4ftst\u00fcchtigen Jahre hinein und scheffelt Kohle, die man dann, wenn man jung ist, richtig gezielt auf den Kopf hauen kann. Am Ende kann man sich dann kindisch \u00fcber alles freuen. So weit die Theorie. Geht aber nicht. Also m\u00fcssen wir aus Leben Version 1.0 das Beste machen, auch wenn es in der Regel keine Updates gibt. Am Start geht es los und wir bewegen uns mehr oder weniger clever durch die Zeit, die uns gegeben ist. Unterwegs h\u00e4ufen sich Dinge an und Menschen (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge) und ab und zu trennt man sich von einem Teil, um Platz f\u00fcr Neues zu schaffen. Ein Beispiel? Hier:<br \/>\n<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.kay-x.net\/bilder\/tagebuch\/mulde.jpg?w=760\"><br \/>\nR.I.P. 15 Jahre Wohnung f\u00fcllen, komprimiert auf 1 Kubikmeter Nichtbrennbares und 0.96 Tonnen den Flammen zu \u00dcbergebendes. Die CD&#8217;s und den Fernseher habe ich gerettet, meine \u00fcberlange Bettw\u00e4sche, damit ich auch im Winter Hals UND F\u00fcsse bedeckt habe, wenn ich mich strecke und meinen metergrossen Bugs Bunny. Meinen ollen, h\u00e4sslichen Lieblingsteller, den es am Tag des Apfels vor etwa zehn Jahren umsonst gab. Ist \u00fcberaus interessant, was so alles zum Vorschein kommt beim Umziehen. Ich habe einige Gegenst\u00e4nde gefunden, die ich vor ein paar Jahren mal gesucht habe. Inzwischen hat sich allerdings das meiste erledigt. Nur die M\u00fcckenkerzen, DIE sind gut f\u00fcr die Terrasse.<br \/>\nAlso alten Krempel raus und Neues rein. Neue Situationen, die sich einem mehr oder weniger einfach vor die F\u00fcsse werfen, wie moderne Lemminge, die des Klippenspringens m\u00fcde sind, weil es halt schon JEDER macht. Da liegt sie nun, die Situation. Direkt vor den F\u00fcssen. Eine ganz frische. Keine, wie ich sie schon mal hatte, auch nicht vor ein paar Jahren, weil in der Zeit (und dem Fluss, ihr erinnert euch) ver\u00e4ndert man sich, egal ob wir altern oder j\u00fcngern. Wir andersen. ALso stehen wir da und werden konfrontiert. Mit etwas, mit jemandem, mit uns selber. Was nun? Umdrehen und in die andere Richtung steuern, bis dort ein neuer Situationslemming vor unsere stressgeplagten F\u00fcsse klatscht? Oder? Als Beispiel m\u00f6chte ich ein Bild einbringen, leider nicht das, was ich in Australien live erleben konnte, aber ihr werdet wissen, was ich meine:<br \/>\n<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.kay-x.net\/bilder\/tagebuch\/reh.jpg?w=760\"><br \/>\nDa konnten wir n\u00e4mlich zusehen, wie ein Kitz, kam geschliddert aus dem Schlitz. Klatschnass und schleimig wie die Pomadenkonzentration vor der Dorfpizzeria lag es da im Gras. Und vor sich zwei Situationen: Das Leben (gross), Aufstehen (fast so gross). Nun l\u00e4sst sich das eine zwar ohne das andere bewerkstelligen, aber dauernd an einer Stelle liegenbleiben kann es ja auch nicht sein. Also muss Bambi hoch und rappelt sich auf (haben sicher alle schon im FernTV gesehen). Kaum steht es halbwegs, knallt es der L\u00e4nge nach (\u00fcblicherweise mit dem Kopf voran) wieder auf den Boden und streckt alle Viere von sich. Dann denkt es: Boah, ist das ein Scheiss, k\u00f6nnt&#8216; ich doch wieder zur\u00fcck wo es warm ist, wo ich abh\u00e4ngen kann und wo das Essen nicht gekaut werden muss. Geh aber auch nicht, also noch ein Versuch, weil nun kriegt es Hunger und Gott oder die Evolution (beide mit einem miesen Sinn f\u00fcr Humor) haben Mamas Zitzen so angebracht, dass man nur stehend hinkommt. Scheissplanung! Also hochgerappelt und&#8230; BATSCH. Nach dem dritten Anlauf sind die Nasenl\u00f6cher voll Gras aber es probiert weiter. Schliesslich konnten es die umstehenden Gaffer auch. Und wenn sogar doofe Touristen das k\u00f6nnen, sogar mit ZWEI so Wackelstelzen, dann wird das ja wohl mit \u00dcben zu schaffen sein. Klappt doch! Ein paar Monate sp\u00e4ter ist Bambi Filmstar oder zumindest auf dreiundzwanzig Urlaubsfilmen verewigt. Bloss den Fluss nicht von ein paar Stromschnellen unterbrechen lassen. Am Ende lockt das Mehr. <\/p>\n<div class=\"music\">Aktuell im Ohr: ZZ Top &#8211; Rough Boy<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diesen Satz in beliebigen Situationen anbringen zu k\u00f6nnen w\u00e4re doch eine nette Sache. Dabei erinnere ich mich auch an einen Tracktitel (Song oder gar Lied sagt man ja bei Instrumentalst\u00fccken nicht und deutsch redet man schon grad gar nicht) von Alien Factory: Tell Death&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-467","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/pzLdb-7x","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/467","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=467"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/467\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=467"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=467"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=467"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}