{"id":421,"date":"2003-05-26T09:50:42","date_gmt":"2003-05-26T07:50:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/?p=421"},"modified":"2003-05-26T09:50:42","modified_gmt":"2003-05-26T07:50:42","slug":"der-apfel-fallt-nicht-weit-vom-pferd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/2003\/05\/26\/der-apfel-fallt-nicht-weit-vom-pferd\/","title":{"rendered":"Der Apfel f\u00e4llt nicht weit vom Pferd"},"content":{"rendered":"<p>Apropos Pferd: Vor ein paar hundert Jahren trieb ein wildes Reitervolk sein Unwesen \u00fcber den ganzen eurasischen Kontinent: Die Mongolen. Die waren sehr sehr lange unterwegs, metzelten alles nieder, was ihnen in den Weg kam, eroberten so ziemlich alles und jeden und erfanden dabei noch eine Variante, Fleisch weichzuklopfen. Sie ritten es weich. Das hat jetzt nichts mit Sex zu tun, ihr Nasen, nein, sie legten ihre Steaks zwischen Pferd und Sattel, \u00fcberfielen ein, zwei L\u00e4nder und am Abend hatten sie wunderbar zartes Fleisch. Ob daher wohl der Ausdruck &#8222;kein Sitzfleisch haben&#8220; kommt? Weil, wenn die das nicht hatten, dann war das ja h\u00e4rter und auch unbequemer, also konnten sie nicht so lange wie sie wollten. Also war Fleisch fr\u00fcher schon gutes Polstermaterial. Heute beim Metzger: &#8222;Ich h\u00e4tte gerne zwei dicke St\u00fccke vom Rind&#8220; &#8211; &#8222;Ist es f\u00fcr Steaks?&#8220; &#8211; &#8222;Nein, f\u00fcr meinen Hintern&#8220;. Die trieben aber nicht nur ihre Pferde \u00fcbers Land sondern es auch sonst recht wild. Vor allem der Anf\u00fchrer, der alles ins Rollen brachte: Dschingis Khan. Der Mann, den heute Jugendliche nicht mehr kennen, weil sie in der Schule lieber SMS schreiben. D.K. brachte es fertig, eines der gr\u00f6ssten Reiche aufzubauen, und gleichzeitig wild durch die Gegend zu rudeln, was k\u00fcrzlich in einem Zeitungsartikel niederschlag fand. Dort wurde errechnet, dass &#8211; mathematisch gesehen &#8211; heute jeder f\u00fcnfte Asiate ein Nachfahre von Dschingis sein m\u00fcsste. Das Khan man sich kaum vorstellen. Wenn DAS mal ein Familientreffen geben sollte, wo bringt man die alle unter?<br \/>\nApropos unter: Untergegangen sind die Mongolen trotzdem. Also das Reich. Denn das Volk gibt es heute ja noch (nur etwas kleiner). Untergegangen sind generell eine Menge Hochkulturen. \u00c4gypter, Griechen, R\u00f6mer, Atlanten (ich weiss, da streiten sich die Geister), Maya, Inka und so weiter. Da war einmal SO viel Wissen und Intelligenz, soviel Kraft und Ehrgeiz. Eigentlich h\u00e4tte sich das doch alles im Genpool niederschlagen m\u00fcssen. Bloss habe ich zeitweise das Gef\u00fchl, dass sich der Mensch umgekehrt evolutioniert. So viele Memmen und Dummies. &#8222;Survival of the fittest&#8220; war mal. Das kann man jetzt positiv oder negativ betrachten. Wenn ich mich aber derzeit ein bisschen dem Beobachten von Menschen und Ereignissen hingebe, dann scheint es eher &#8222;survival of the dumbest&#8220; zu sein. Speziell auf der Autobahn. Oder \u00fcberhaupt auf der Strasse, wo ich auf dem Fussg\u00e4ngerstreifen fast umgefahren werde und sich beim Blick ins Wageninnere die Aussicht auf einen Zeitungsleser erschliesst. Muss nicht sein, oder? Ausnahmsweise war es kein Golffahrer, da w\u00e4re ich nicht \u00fcberrascht gewesen, denn neunzig Prozent der &#8222;Schiesst-den-keks-auf-der-Strasse-ab&#8220;-Versuche waren Golfs.<br \/>\nOb Dschingis wohl auch Golf gespielt hat? Mit den K\u00f6pfen seiner Gegner? Ach nein, das waren ja Reiter, die h\u00e4tten dann eher Polo gespielt. Was auch wieder ein Auto von VW ist. Die sind ja richtig brutal mit ihren Autos. Womit Mongolen wohl gefahren w\u00e4ren auf ihren Eroberungsz\u00fcgen? Und: H\u00e4tten sie Sitzbez\u00fcge aus Fleisch gehabt?<\/p>\n<div class=\"music\">Aktuell im Kopf: Titelmusik von ALIAS<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Apropos Pferd: Vor ein paar hundert Jahren trieb ein wildes Reitervolk sein Unwesen \u00fcber den ganzen eurasischen Kontinent: Die Mongolen. 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