{"id":318,"date":"2003-01-08T18:58:12","date_gmt":"2003-01-08T16:58:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/?p=318"},"modified":"2003-01-08T18:58:12","modified_gmt":"2003-01-08T16:58:12","slug":"gib-stoff-lesestoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/2003\/01\/08\/gib-stoff-lesestoff\/","title":{"rendered":"Gib Stoff! Lesestoff!"},"content":{"rendered":"<p>Kioske sind immer wieder Quellen von Erheiterung, vorausgesetzt, man geht richtig mit ihnen um. Was einerseits wieder mal dazu verf\u00fchrt, M\u00e4nner im Eck mit den Schmuddelheftchen zu beobachten. Wenn sie grad am Durchbl\u00e4ttern und Sabbern sind, schr\u00e4g hinter sie stellen und fragen: &#8222;Na? Gut? Geht&#8217;s geil ab?&#8220;. Die schrecken vielleicht zusammen. Ich stell mir das noch viel lustiger vor, wenn der Satz von einer Frau kommt. Aber eigentlich geh ich ich zum Kiosk, wenn ich was zu Lesen brauche, beziehungsweise will. Brauchen w\u00fcrde ich es ja nicht unbedingt. Was es nicht alles gibt! Spartenmagazine nennt man das dann. Keine Illustrierten f\u00fcr jedermann, sondern schon eher f\u00fcr Randgruppen oder f\u00fcr die Hobbylobby von Nebenan. Das geht vom Bl\u00fcmchenz\u00fcchterheftchen \u00fcber Tattoomagazine bis zu Dampflokliebhabern. Ganz neu ist aber ein Magazin im mattschwarzen Umschlag. Kein Scheiss, das gibt es wirklich: &#8222;Beauty Science &#8211; Sch\u00f6nheitschirurgie f\u00fcr jedermann&#8220;. Ich habs nur mal durchgebl\u00e4ttert, zum Kaufen war es mir zu teuer, aber wer an sich rums\u00e4beln lassen will, der wird sicher auch die paar Franken f\u00fcr dieses Druckerzeugnis auslegen. Nur ist es normalerweise so, dass eine Zeitschrift billiger wird, je mehr Werbung drin ist. DIE nicht. So auf den ersten Blick sprangen mir abertausende Werbeanzeigen f\u00fcr Kliniken, Kurhotels und \u00e4hnliches ins ungeliftete Gesicht. Muss Sch\u00f6nheitschirurgie sein? Man muss sich nur mal Eiskunstl\u00e4uferinnen (oder Synchronschwimmerinnen) mit den nach hinten gezurrten und festgetackerten Haaren ansehen, schon weiss man, wie gezwungen man nach einem Lifting grinsen muss. Ist das sch\u00f6n? Sp\u00e4testens wenn man eine f\u00fcnfzigj\u00e4hrige Spinatwachtel mit tellergrossen Augen sieht, deren rauchgegerbtes Gesicht zwar straff sitzt aber aussieht wie Sattelleder, muss man sagen: NEIN. Fettabsaugen? Weniger Fett fressen und das w\u00e4re zu vernachl\u00e4ssigen. Br\u00fcste vergr\u00f6ssern? Ist es f\u00fcr einen Man wirklich erotisch, wenn neben ihm unter der Bettdecke zwei aufragende Fussb\u00e4lle liegen? Wobei ich mich wieder fragen muss, ob das einfach mein pers\u00f6nliches Problem ist, weil ich wieder mal von Fussball nichts verstehe. Aber was passiert, wenn man mit einer Silikontussi rumtollt und pl\u00f6tzlich stolpert sie? Sie st\u00fcrzt nach vorne, wird von ihren Airbags sofort nach hinten katapultiert und schl\u00e4gt unkontrolliert mit dem Hinterkopf auf. Weil man sich beim Fallen nach hinten nicht so einfach aufangen kann. Gut, EINEN Vorteil haben sie, man braucht beim Schwimmen keine Luftmatratze, sondern kann sich an seiner Partnerin \u00fcber Wasser halten. Ich sollte vielleicht nochmal durchbl\u00e4ttern gehen, da kommen mir sicher noch mehr Ideen. Zum Beispiel, wie man die nervende Kollegin mit den aufgespritzten Lippen saugnapfm\u00e4ssig an die n\u00e4chste Fensterscheibe st\u00f6pselt wenn sie zuviel labert. Ich glaub, ich komm nochmal auf das Thema zur\u00fcck. Und auf Kioske sowieso. Ist eigentlich ein junger Sch\u00f6nheitschirurg ein Liftboy?<\/p>\n<div class=\"music\">Aktuell im unoperierten Ohr: Peter Gabriel &#8211; More Than This<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kioske sind immer wieder Quellen von Erheiterung, vorausgesetzt, man geht richtig mit ihnen um. 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