{"id":27,"date":"2002-01-12T16:47:14","date_gmt":"2002-01-12T14:47:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/?p=27"},"modified":"2009-07-08T20:24:20","modified_gmt":"2009-07-08T18:24:20","slug":"neues-jahr-doch-noch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/2002\/01\/12\/neues-jahr-doch-noch\/","title":{"rendered":"Neues Jahr&#8230; doch noch"},"content":{"rendered":"<p>Nun gut, es hat ein paar Tage gebraucht, um den Jahreswechsel zu verdauen? \u00dcberwinden? Verdr\u00e4ngen? Egal, es ist an der Zeit, auch noch an dieser Stelle ein paar Worte zu verlieren, wie denn dieser Jahreswechsel so verlaufen ist (2001\/2002, nur so zur Standortbestimmung). Klasse war&#8217;s! Sich mit einem Haufen lustiger (fast alle), unbekannter (knapp zwei Drittel), partygepolten (alle) Leute auf einem Berghaus (H\u00fctte finde ich in diesem Zusammenhang das falsche Wort) zu treffen und einen auf Feiern zu machen, war definitiv die beste Idee seit Langem. Die einen haben schon am 30.12. angefangen, es sich dort gem\u00fctlich zu machen, Buddhas mit Riesenpimmeln aus Schnee zu formen und zu einer Liveband abzuhotten. Schnee gab es auch genug, denn das Haus lag auf einer Schneeeeekuppe in Vorarlberg am westlichen Arsche \u00c3\u2013sterreichs und hatte eine ganz gewaltige Aussicht, vor allem anbetrachts der Tatsache, dass wir ziemlich geiles Wetter hatten zu Neujahr. Meine Wenigkeit und root trafen allerdings erst am 31. ein, weil ich noch das Bed\u00fcrfnis hatte, 2,8 Gigabyte MP3&#8217;s zusammen zu suchen, denn ich ging da ja nicht zum Vergn\u00fcgen hin, sondern weil ich einen Job als DJ hatte (mein Innerstes hatte sich gegen rogers Vorschlag gewehrt, w\u00e4hrend drei Tagen Sounddateien von der Festplatte seines Laptops \u00fcber Spielzeugboxen zu ertragen). Also hab ich mich als Plattenschmeisser aufgedr\u00e4ngt. Die Begr\u00fcssung verlief eigentlich recht nett und knapp, den die meisten lagen noch halbdeliri\u00f6s im Bett, schliesslich war ja auch erst drei Uhr nachmittags.<br \/>\nBeim Aufbau der Anlage stellten wir mit Erschrecken fest, dass die Hochsicherheitsstecker aus der Schweiz in diesen Entwicklungsl\u00e4ndern nicht passen. root wollte dann mit irgendwelchen Werkzeugen den dritten Stift abmurksen, w\u00e4hrend wuff unentwegt von KALTsteckern faselte (das erinnert mich immer wieder dran, dass in \u00c3\u2013siland der Milchshake bei McDoof KALTSCHALE genannt wird). Nach einem \u00fcberlangen Exkurs von roger und seinem Bruder (an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank) nach Hause, kehrten sie triumphierend mit zwei Kabeln zur\u00fcck, die funktionierten. Unseren anf\u00e4nglich zurechtgelegten Spruch &#8222;HE, die passen ja auch nicht&#8220; haben wir nach ansichtigwerdens von rogers Gesichtsausdruck besser unterlassen. So konnte es losgehen und schnell hatte ich rausgefunden, dass ich anscheinend interessante Ger\u00e4te dabei hatte, denn dauernd scharte sich irgendwer um mich rum, inklusive ein Eingeborenenkind &#8222;Ich geh\u00f6r&#8216; zur H\u00fctte&#8220;, das Breakdancen wollte. Ging aber irgendwie unter. Das Breakdancen, nicht das Kind, der tauchte dauernd wieder auf und hatte jedesmal einen andern Freund dabei. Wir waren wohl sowas wie eine Attraktion da oben: Richtige Menschen.<br \/>\nAlso wurde gefuttert (Jadawin hatte sich dankenswerterweise als Chefkoch und Mitesser zur Verf\u00fcgung gestellt und alsdann bastelte sich das Partyvolk fette Baguettes, die nachher von den einen auf der Tanzfl\u00e4che wieder abgearbeitet wurden.<br \/>\nKurz vor Mitternacht haben wir uns dann an die frische und \u00fcberaus kalte Luft verzupft, um von mirabilis gesponserte Feuerwerksk\u00f6rper in die Luft zu schiessen und und von uns gesponserte K\u00f6rper in Knuddelorgien aneinander zu schmeissen. Die Puffbrause haben wir aus der Flasche getrunken, denn irgendwer war zu nachl\u00e4ssig, um Becher mitzunehmen. Gl\u00fcckskekse wurden ebenfalls verteilt, wobei im Dunkeln kaum jemand seinen Spruch lesen konnte, was aber unter der Tatsache, dass einige holl\u00e4ndische Texte hatten auch nicht weiter schlimm war. Die Engl\u00e4nder (rogers Kumpane von Lionhead, das sind die von Black&amp;White) waren einmal mehr damit besch\u00e4ftigt, auf Plastiks\u00e4cken unter ihren Hinterteilen, den H\u00fcgel runterzud\u00fcsen um sich nachher zu wundern, warum ihnen der Arsch weh tut. Aber die Kerlchen haben das erste Mal Schnee und Berge gesehen, da verzeiht man sowas schon mal. Nach dem obligaten Mitternachts-Abgeknutsche und Feuerwerkindieluftschiesserei haben sich dann die meisten wieder nach drinnen verzogen. Ich habe mich dann weil kaputt nach etwa einer Stunde ins Bett begeben, bloss um festzustellen, dass anhand der Ger\u00fcchtezahl wohl noch ziemlich was abgegangen sein muss. Ich konnte leider nicht beurteilen, ob das alles in dieser Nacht entstand, oder ob da bereits die Vornacht etwas dazu beigetragen hat. Da gingen Sachen rum wie heftiges M\u00e4nnerk\u00fcssen, Zungenvergewaltigungen, Tabledanceabst\u00fcrze, Liebeserkl\u00e4rungen an Flaschen\u00f6ffner und \u00e4hnliches kurioses Zeugs. Wollt ich&#8217;s wirklich wissen?<\/p>\n<p>Neujahr begingen wir dann eigentlich ziemlich relaxt, ich hab den Leuten eine Chillout-Session \u00fcber mehrere Stunden serviert, denn dadurch, dass alle halbe Stunde mal wieder jemand aus dem Bett getr\u00f6pfelt ist, konnte man ja nicht music for the masses spielen. Dann wurden die meisten Aufgewachten EURO-geil und sind bergab ins n\u00e4chste Dorf gestoffelt, um die Bankomaten zu \u00fcberfallen und frisches Geld zu holen, weil wir Schweizer anscheinend nicht die einzigen sind, die an Geld schn\u00fcffeln. In dieser Zeit habe ich dann dem Bass freien Lauf gelassen und das Zeugs gespielt, was die Abwesenden sowieso nicht h\u00f6ren wollten. Am Abend, als die dann ihren Weg wieder den Berg hochgefunden hatten (nach l\u00e4ngerem m\u00fchseligen Anstieg &#8211; selber Schuld, wer jetzt Mitleid wollte), machte sich Jada ans Spaghetti und Saucen kochen, eine Tomatensauce f\u00fcr die meisten und weil&#8217;s da Zwiebeln drin hatte und ich ein K\u00e4seschweizer bin, gab&#8217;s eine K\u00e4sesauce f\u00fcr mich und wer halt noch so wollte. Den Hinweis &#8222;nicht zu viel K\u00e4se bitte&#8220; hat er mit Anlauf in den stinkenden K\u00e4sewind (hallo, Marcel, wieder bei Bewusstsein?) geschlagen und eine Sauce produziert, die k\u00e4siger fast nicht sein konnte. Aber lecker war sie trotzdem. Danach war wieder etwas hotten angesagt und um Mitternacht mussten wir der Catherine aus England noch ein St\u00e4ndchen singen, weil die Geburtstag hatte. Das wurde feierlich mit S Club 7 begangen, weil die da irgendein Flair f\u00fcr hatte. Dank einem \u00e4hnlichen Flair musste Jada danach die Maxiversion von YMCA ertragen und roger wurde durch Army of Lovers Book of Love noch zum Singen gebracht. Also eigentlich waren die Leute alle ziemlich gut drauf und es hat RICHTIG Spass gemacht, dort aufzulegen. Allerdings sollte man gewissen zu der Zeit anderweitig Besch\u00e4ftigten doch in Erinnerung rufen, dass man Blackjack NICHT um Drinks spielen sollte, wenn man es schlechter im Griff hat als der Spielleiter. Aber wer huldigt nicht gern ab und zu dem Gott der weissen Sch\u00fcssel?<br \/>\nAn obigen Adressen findet ihr auch noch Andeutungen und Hinweise zu weiteren Ereignissen, die ich nicht zwingend hier noch mal duplizieren will. Ausser es reisst mich und ich mach das noch nachtr\u00e4glich. Auf jeden Fall allen ein GUTES 2002!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun gut, es hat ein paar Tage gebraucht, um den Jahreswechsel zu verdauen? \u00dcberwinden? Verdr\u00e4ngen? Egal, es ist an der Zeit, auch noch an dieser Stelle ein paar Worte zu verlieren, wie denn dieser Jahreswechsel so verlaufen ist (2001\/2002, nur so zur Standortbestimmung). 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