{"id":259,"date":"2002-11-04T13:50:08","date_gmt":"2002-11-04T11:50:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/?p=259"},"modified":"2002-11-04T13:50:08","modified_gmt":"2002-11-04T11:50:08","slug":"tv-dinner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/2002\/11\/04\/tv-dinner\/","title":{"rendered":"TV Dinner"},"content":{"rendered":"<p>Von ZZ Top in den Achtzigern besungen, damals noch wirklich neu auf dem Markt, eroberten Fertigmahlzeiten sp\u00e4testens in den Neunzigern die Haushalte. Eigentlich gedacht f\u00fcr Singles, f\u00fcr die normale Packungen zu gross waren und normale Rezepte zu kompliziert, weiteten sich die Produktgruppen auch auf die verschiedensten Zielgruppen aus (inklusive der zwei nervenden Schwulen, die dank Fertigfrass gar nicht mehr aus dem Haus kommen &#8211; und gleich zum Klarstellen, die w\u00fcrden mich auch nerven, wenn es ein Heterop\u00e4rchen w\u00e4re&#8230;). Aber die Men\u00fcs an und f\u00fcr sich sind praktisch. Als einzelne Portion vorgefertigt, nur noch schnell (mehr oder weniger, je nach technischer Ausstattung) in Backofen, Wasserbad oder Mikrowelle erhitzen und auf einem Tellerchen anrichten. Warum? Weil wenn schon Katzenfutter auf einem Tellerchen mit Petersilienb\u00fcschelchen kredenzt wird, warum dann nicht auch Essen f\u00fcr Menschen? Theoretisch. Kann man tun, wenn man einen Hang zu \u00c4sthetik hat. Habe ich generell (ausser bei meinen Klamotten, ich sollte dringend wieder mal einkaufen gehen), aber beim Essen und Kochen \u00fcberwiegt der unterschwellige Drang zum Praktischen. Oder zu Faulheit. Ich gestehe, ich bin ein Aus-der-Packung-Fresser. Oder aus-der-Hand. Bei ihr wisst schon wem. Aber normalerweise ist es so, dass ich zum Beispiel das Nasi-Goreng in der Plastikschale in der Mikrowelle nuke, die vorher durchstochene Deckfolie unter Fluchen abrupfe (Achtung, austretender Dampf), mit der Gabel ein-, zweimal mische und mich damit Vor die Glotze haue. Nach dem Essen bloss noch eine Gabel abwaschen, statt auch noch einem Teller. Pizza aus dem Karton, am besten nach der Behandlung mit dem Pizzarad, dann fallen schon Messer und Gabel weg. R\u00f6sti (sprich R\u00f6\u00f6schti) aus der T\u00fcte in die Pfanne, brutzeln und&#8230; Mist, da brauch ich einen Teller, ich scharre nicht mir Metall in beschichteten Pfannen rum. Daf\u00fcr sind bei mir ALLE Pfannen beschichtet, das reduziert die Abwaschdauer ENORM. Warum f\u00fcr eine Person zu viel Aufwand betreiben? Ich habe leider sogar den Hang dazu, in Gesellschaft daran zu denken, einfach mal Bratkartoffeln mit zweckentfremdeter Pastetchenf\u00fcllung zu machen, einfach weil beides schnell aus der T\u00fcte gesch\u00fcttelt werden k\u00f6nnte. Singlefood. Schnell, einfach, billig. Wie der Koch. Daf\u00fcr stell ich mich dann schon auch gerne mal ausf\u00fchrlich in die K\u00fcche und versuche mit dem Ergebnis zu protzen. Da f\u00e4llt mir ein, ich sollte meine Kochb\u00fccher von <a href=\"http:\/\/www.bettybossi.ch\" target=\"_blank\">Betty Bossi<\/a> (eine schweizer Institution mit Vertretung in wahrscheinlich 99 Prozent der Haushalte) entstauben und mal wieder zeigen, was ich kann. Indem ich ein Bildchen angucke, das Rezept dazu lese, achtzig Prozent der Zutaten auswechsle, aber es trotzdem schaffe, dass es am Ende wie auf dem Bild aussieht. Plus\/Minus. Was soll&#8217;s, so lange es schmeckt. Plus\/Minus.<\/p>\n<div class=\"music\">Aktuell im Ohr: Allannah Myles &#8211; Black Velvet<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von ZZ Top in den Achtzigern besungen, damals noch wirklich neu auf dem Markt, eroberten Fertigmahlzeiten sp\u00e4testens in den Neunzigern die Haushalte. 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