{"id":230,"date":"2002-10-16T08:57:32","date_gmt":"2002-10-16T06:57:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/?p=230"},"modified":"2002-10-16T08:57:32","modified_gmt":"2002-10-16T06:57:32","slug":"aufreisser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kay-x.net\/gmwp\/2002\/10\/16\/aufreisser\/","title":{"rendered":"Aufreisser"},"content":{"rendered":"<p>Nationalit\u00e4ten unterscheiden sich in allerlei Punkten: Sprache, Einstellung, Bildung oder dem Aufreissen von Weihnachtsgeschenken. Weihnachten ist ja nicht mehr weit weg. Die Amerikaner zum Beispiel bekommen ein wundersch\u00f6n eingepacktes Geschenk. Sofort schleicht sich eine gewisse Raubtiermentalit\u00e4t ein und die Amis (egal ob klein oder gross) fahren ihre Klauen aus und reissen das teure Geschenkpapier wie die wilden Viecher von den Kartons. Sekunden sp\u00e4ter liegen tausende kleine Fetzen buntes papier auf dem Wohnzimmerboden, als ob soeben eine Disney-World-Parade unter enormem Konfettieinsatz durch den Raum gezogen w\u00e4re. dar\u00fcbe rhinaus scheint man sich sofort nach dem Auspacken dem n\u00e4chsten Geschenk zuzuwenden, ohen sich wirklich ausgiebig zu freuen, geschweige denn, sich zu bedanken. Es kann sein, dass wir Schweizer da etwas speziell sind, weil ich habe bisher noch in keinem anderen europ\u00e4ischen Land Weihnachten gefeiert, man m\u00f6ge mich also aufkl\u00e4ren, ob es sich bei anderen auch so verh\u00e4lt. Denn bei uns l\u00e4uft das in etwa so ab: Der Beschenkte nimmt das Paket entgegen und freut\/bedankt sich. Mehrfach. Dann wird das Goodie gedreht und gewendet, um festzustellen, wo die Stellen mit Tesafilm liegen. Sodann wird entweder sorgf\u00e4ltig mit den N\u00e4geln\/Fingerspitzen das Klebeband von der unteren Papierschicht getrennt (wenn es geht auch gleich von beiden). Variante: Schere oder Messer organisieren um mit einem glatten Schnitt zwischen den Schichten die Verpackung zu \u00f6ffnen. Analoges Vorgehen rundherum, bis alle Verschlussstellen bearbeitet wurden. W\u00e4hrend dieser Prozedur versucht man auch nicht, den inhalt neugierig zu inspizieren, das geh\u00f6rt sich nicht. DANN hebt man das papier ab und freut sich nochmal (naja, mehr oder weniger). W\u00e4hrenddem wird aber seitlich vom Paket wegverschoben das Geschenkpapier akkurat zusammengefaltet. Warum? Weil Weihnachten regelm\u00e4ssig kommt und man das ja wiederverwenden kann. Geschickterweise bewahrt man auch die Schachtel auf, wenn nur so kann man sicherstellen, dass man n\u00e4chstes Jahr die gleichen Klebestellen wieder erwischt, denn sonst k\u00f6nnte sich da ja verschieben und der Geschenkempf\u00e4nger w\u00fcsste, dass das Papier von letztem Jahr stammt. M\u00f6glicherweise vermutet er es auch schon und wirft misstrauische Blicke auf die Tesastreifen, ob sich dort vielleicht ein leichter Riss oder weisse Stellen von einer fr\u00fcheren Abl\u00f6sung befinden. Unter Umst\u00e4nden haben diese Macke mit dem Wiederverwenden auch nur M\u00fctter. Aber zusammenfalten kann man es ja trotzdem. Schliesslich darf auch im M\u00fcll eine gewisse Ordnung herrschen. Mist. Sind wir Schweizer echt so krass drauf?<\/p>\n<div class=\"music\">Aktuell im Ohr: The Adjuster &#8211; Breakdown<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nationalit\u00e4ten unterscheiden sich in allerlei Punkten: Sprache, Einstellung, Bildung oder dem Aufreissen von Weihnachtsgeschenken. Weihnachten ist ja nicht mehr weit weg. Die Amerikaner zum Beispiel bekommen ein wundersch\u00f6n eingepacktes Geschenk. 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