Bewegliche Ziele

Ein netter ruhiger Nachmittag, dachte ich. Setzte mich also vor die Glotze und wollte mir endlich mal auf Teleclub „Cast Away“ mit Tom Hanks ansehen. Das ist der Film, wo der olle Tom nach einem Flugzeugabsturz auf einer Insel strandet. Wo es ziemlich still ist. Abgesehen von Meeresrauschen und dem Wedeln von Palmen und dem Fallen derer Kokosnüsse. Sollte man meinen. Ich wiederum hatte während des ganzen Filmes das Gefühl „Jetzt wird er gleich gerettet!“. Weil es immer so klang, als ob ein Flugzeug über der Insel kreist. War aber der Grossrasenmäher des Hausmeisters, der während dem GANZEN Film um unser Haus kreiste. Ich brauche wohl nicht genauer auszuführen WIE nervig das war. Überaus nervig. Ich hatte als Kind einmal ein Blasrohr. Long-distance shooting ability mit Maiskörnern, extrem zielsicher und treffergenau, aber wo sind diese Werkzeuge kindlichen Leichtsinns, wenn man sie einmal braucht? Mama hat sie weggeschmissen. Aber ich konnte mir den Typen vorstellen, wie er vom Corn im Sekundentakt an den Hinterkopf gepoppt wird und auf seinem eitergeschwürig gelbem Ungetüm eines Grashalmkopfabhackers die Flucht ergreifen will. Run, Forrest, run! Aber der Film an sich war schön ruhig.

Aktuell im Ohr: Stille. Ich geniesse das für den Moment.

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