Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch

Heute schon gekotzt?

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 28.06.2006 (22:34) |

Organisiertes Erbrechen kann auch sein Gutes haben. Quält man sich mit latenter Übelkeit, kann es durchaus hilfreich sein, wenn man einmal zünftig aus sich rausgeht. Bei einigen funktioniert das mit dem Halszäpfchen, andere essen Kuriositäten, das ist ganz verschieden. Mir wurde einst der Tipp gegeben, wenn ich zwar reihern WOLLE, aber nicht KÖNNE, dann sei ein altes Rezept, Schwarztee aufzukochen und den gute zwanzig Minuten ziehen zu lassen, bis er den Bitterheitsgrad einer Steuerrechnung hat, runter damit und rauf damit. Habe ich ausprobiert. Ging nicht. Schmeckte nämlich ungefähr gleich, wie der Tee, den ich jahrelang bei Ausflügen von Jugendorganisationen vorgesetzt bekam. Abgehärtet.

Im Gegensatz dazu aufgeweicht sind wohl immer noch meine Knieknorpelchen. Die haben die Konstistenz und Oberfläche einer Raufasertapete, was mir letzten Sonntag beim kurzzeiten Bergabgehen (nein, nicht drei Stunden wie auch schon) wieder leibhaftig in selbigen fuhr. Genug. Dabei war das so ein schöner Tag mit schnuckliger Begleitung (die umgekehrt wohl ziemlich geschockt war, was da für ein Typ in Bermudas angestoffelt kommt) und das hätte dann nicht sein müssen. Also ab in die Apotheke und Knorpelregenerator shoppen. Gibt’s tatsächlich. Grünlippmuschel-Extrakt. Grünlippmuschel. Was es nicht alles gibt. Ob ich Kapseln oder Tabletten wolle. Was denn der Unterschied sei, wollte ich wissen. Die Kapseln stinken weniger nach Fisch. Ich hab dann die Tabletten genommen, sind ja nicht grad billig, die grünen Lippen. Dann werde ich festellen, wozu die gut sind.

Also mindestens eines habe ich rausgefunden. Dievompferdfällt (aka EmmWee) hatte so eine latente Übelkeit. Gut, das mit dem Vompferdfallen hat sich gelegt. Auf den Boden. Nochmal gut, eigentlich macht ihr HooBee Konkurrenz als Dervompferdfälltundsichdrunterwirftumnochbestampft zu werden, aber das ist was anderes. Ich habe im Büro erzählt, ich hätte jetzt Muschelextrakt zum Austesten und hielt einem Kollegen die Dose unter die Nase und er meinte, doch, das sei ziemlich Bäähärks. Also hielt ich das der EmmWee unter die Nase um zu erfahren, ob sie die Meinung teilt. Ich habe schon lange nicht mehr jemanden in dem Alter so schnell aufspringen und rennen sehen. War spassig. Aber hey, ich dachte nur an IHR Wohl. Danach ging es ihr auch besser. Irgendwie. Mir auch.

Aktuell im Ohr: Ventilatorsurren

Wie man auf hohem Niveau Kunden verarscht

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 21.06.2006 (21:59) |

Läden, in denen ich regelmässig Geld ausgebe, unterliegen verschiedenen Kriterien. In den einen ist es eine riesige Auswahl zu durchzogenen Preisen aber mit Option auf das Finden von weniger bekannten Sachen oder Vergessenem oder generell (Beispiel Mediamarkt). Bei anderen ist es eine kleinere Auswahl zu netten Preisen mit sehr netter Bedienung (nett heisst nicht ein grosser Ausschnitt, bloss um das klarzustellen), wo man sich noch als Kunde wohlfühlt. Tante Emma in modern. Beispiel, die Ex Libris Filiale meines Vertrauens. Nicht die grösste, aber es ist da halt persönlicher. Und ich mag da auch irgendwie die Mäd… die Damen, ich bin so altmodisch und find’s klasse, wenn man mit Namen begrüsst wird. Basismotive in der Psychologie. Ich würde von mir sogar behaupten, ich bin dort gern gesehener Stammgast. Zumindest bekomme ich einen Zusammenschiss, wenn mich die Filialleiterin im grösseren Laden um die Ecke erwischt. Dabei guck ich da noch nur. Ohne anfassen.

Bekannt bin ich dort hauptsächlich wegen eines Merkmals: Ich bin Mister Special Edition. Master of Director’s Cuts. Lord of the Boxed Editions. Plus wahrscheinlich der einzige Mann, der die ganzen Gilmore Girls Staffeln kauft. Aber grundsätzlich ist es so, dass WENN etwas, das ich haben will, als Sonderausgabe kommt, ich die haben will. Weil die aber wiederum nicht regulär in jeden laden kommen, muss der keks schon auch mal bestellen. Könnte ich theoretisch auch von zu Hause per Internet, aber das ist unsozial. Ich blätter auch gerne in Büchern, bevor ich sie kaufe, da spielt Touch&Feel mit. Die Produkte. Nicht die Verkäuferinnen. Also bin ich dann, plauder ein bisschen, fall ihnen lästig, gebe schon auch mal Kunden Auskunft über Veröffentlichungsdaten und hab Spass. Gut, Leiterin von Laden hat mir auch schon vorgeworfen, ich hätte sie zu Tode erschrecken wollen mit dem Hinweis, die eine DVD da, die käme dann erst nächsten Tag raus. Releasedaten sind heilig. Verkauft ein Schuppen die zu früh und die Konkurrenz meldet das, dann gibt’s Ärger und den nächsten Blockbuster erst verspätet. Hat sie ganz schön ins Rotieren gebracht. Aber es war alles in Ordnung. Ich bekomm’s bloss immer noch vorgeworfen.

Aber zurück zu der Special Edition von “The Descent”, den ich haben wollte. Falsch, die ich haben wollte. Ist ein Bezug auf SE und nicht auf den Film. Also zumindest hier kann da weiter oben auf den Karte dem Klugscheissmodus ausgemacht werden. Hrhrhr. Also, der Film war draussen, aber ich wollte natürlich die Version in Metallbox (Steelbook), mit zwei Scheiben (Double Disc), mit allem Blut drin (uncut) und halt eben spezieller (zehn Franken teurer). Also bestellt und extra die Nummer des Ladens im Handy eingespeichert, damit ich weiss wer anruft und in den Hörer hechelt. So weit hab ich die dressiert, wenn was ankommt, was ich ganz ganz ganz gahanz dringend haben will. Sieht für die Kunden wohl ähnlich kurios aus, wie wenn einer Fünfjährigen vorgesungen werden muss, damit die entscheiden kann, ob die aktuelle Single wirklich das ist, was sie haben möchte. Ich sag ja, im Mediamarkt macht das kein Schwein.

So zieht also die Zeit ins Land und es wird Sommer (tja, dieses Jahr ging das schnell) und ich war am Samstag dort, erkundigte mich, ob denn da wohl schon, weil es sei ja doch schon einige Tage und die Singles Disc sei doch schon länger und so. Also nachschauen und da steht meine Order immer noch auf dem Bildschirm als “offen”. Nun gut. Zum Ausgleich bestelle ich noch einen Stapel CDs. Keine Hardcorespannung also, muss ich wohl “Love… Actually” reinschieben. Frauenfilm. War grad nichts anderes vorrätig ausser dem Stapel von gut zwanzig Filmen, die noch auf Durchsicht warten, aber der war ausgeliehen (seit längerem) und immer vergessen. Also mal eben kurz abhaken. Dummerweise habe ich mich wirklich gut amüsiert und ich habe verdammt keine Tempos gebraucht. ICH NICHT! Tatsache. War nur ein Kleenex. Jetzt muss ich den Film wohl auch noch in die Sammlung aufnehmen. Was mich zu einem neuen Lieblingswort bringt: Verdammt.

Apropos verdammt: Schon verdammt kurz später, also am Mittwoch, also eigentlich ist das doch nicht sooo kurz, aber der Übergang war grad so ja ich weiss, ich hatte schon bessere. Am Mittwoch komm ich aus der Mittagspause, da surrt mein Handy mit einer unbekannten… Nein, natürlich surrt das Handy nicht mit der Nummer, sondern mit der Vibrationsfunktion und die Nummer ist auf dem und ja ich weiss, ich könnte zum Punkt kommen. Also geh ich ran und da meldet sich Ex Libris (eine Unbekannte, aber die lernen dort im Shop grad eine neu an) und teilt mir mit, meine Sabber-Edition von Descent sei da zum Abholen. Flugs nach der Arbeit dort hin und mitgeteilt, ich würde gerne meine DVD abholen, ich sei angerufen worden. La Chefin de la Filiale guckt nach und erklärt mir, meine DVD sei nicht da. Und eigentlich hätten sie heute auch gar keine Bestellungen ausgepackt. Oder mir angerufen. Oder überhaupt jemandem. Schon gar nicht die Neue, die hatte an dem Tag frei. Ob ich mir sicher sei, dass das heute war. Also an dem Tag da. Dort. War ich. Guckte nach, nur seltsame Nummern da drauf, aber weder deren noch eine andere aus Zürich. Und ja ich war mir sicher. Weil am Dienstag wäre ich in einem anderen Büro gewesen und gar nicht in der Pause, also hätte dieses Situation so gar nicht stattfinden können.

Ich war mir auch gar nicht so sicher, ob die aktuelle Situation stattfand. Also erwähnte ich, die Anruferin sei auch keine von den mir bekannten Damen gewesen (obwohl, Dame klingt jetzt so spiessig und alt, sind die aber nicht, wollt ich erwähnen, auch wenn die eine da grad ein bisschen altklug daherkam) und hätte einen seltsamen Dialekt gehabt, den ich aber nicht zuordnen hätte können. Also rief sie den Laden um die Ecke an, weil dort eine aus Graubünden arbeitet und die haben ganz klar einen Dialekt, einen solchigen. Aber die hatten auch nichts ausgepackt. Oder angerufen. Und mir schon gar nicht. Also noch zwei Zürcher Shops anrufen und fragen. dann den anrufen, der geografisch meinem Wohnort am nähersten liegt. Nichts. Zweitnäher auch nicht. Langsam fange ich an, Knöchel in den Mund zu stopfen und Frau XY fragt mich, ob ich sie wieder mal Hochnehmen will. Es spricht allerdings für mich, dass die Bestellung auf dem Bildschirm (das kann ich versichern, ich hab es gesehen und die Stimmen haben es mir auch gesagt… nein, sie hat ihre Kollegin vom Samstag angerufen und deren Stimme hat ihr gesagt, dass es da wirklich noch offen war) weg und dafür der Zettel in ihrem Stapel der eigentlich erledigten Bestellungen eingeheftet war. Nun gut.

Eigentlich erstaunlich, dass ich nicht die noch nicht vorhandene Senilität ärztlich widerlegen musste. Ich konnte ihr einen minutiösen Ablauf der vergangenen Tage geben, ein Alibino auf dem Polizeiposten hätte mich ob der überbordenden Detailtreue ganz bestimmt für einen hochgradigen Lügner gehalten, weil alles so ausgearbeitet war. Aber ich kam dann doch langsam etwas schräg drauf. Also doch nochmal Handy checken und eine der Nummern um die Mittagszeit checken. Das war aber nur eine Nummer aus Basel. Aus lauter Neugier werfe ich einen Blick auf die interne Telefonnummernliste. Basel Fischmarkt. Die einzige Ex Libris Filiale in Basel, in der ich noch niemals in meinem Leben einkaufen war. Also hat die nette Dame mit dem (ich behaupte) leicht schadenfreudigmitleidigen Grinsen in Basel angerufen und siehe da. Dort. Das war allen Ernstes die Dame, die angerufen hatte. Sie würde auch beim nächsten internen Transport vom Freitag die Box mitreichen. Basel. Zürich. Sieht sich auch zum Verwechseln ähnlich, liebe Versandzentrale. UND ICH HATTE RECHT! Doch noch nicht verkalkt. Am folgenden Samstag wollte ich plangemäss erst Schuhe kaufen, aber kaum kam ich da in Türnähe vorbei, sprang mich Frau XY an und rief mir zu, mein Ding aus Basel sei da. Ich habe zwar keine Ahnung, was das alleine in Basel angestellt hatte, aber ich holte mir dann meine DVD. Und alle bestellten CDs. Die waren nicht in Basel. Oder Luzern. Oder Genf. Aber von DA wäre mir ein Anruf doch aufgefallen.

Aktuell im Ohr: Vitamin C – Put A Smile On Your Face

Endpfählung

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 19.06.2006 (19:11) |

Und schon klingt’s nach Vampirismus. Dabei war das nur ein wenig genuschelt und sollte eigentlich Empfehlung heissen. Eine nette junge Dame, die mir bis anhin ziemlich unbekannt war, aber durch Buchempfehlungen in verschiedenen Magazinen, die sogar ICH lese (also mit einer Menge Bildchen), drang doch etwas zu mir durch und da scheint irgendwer irgendwo etwas losgetreten zu haben, bei dem man drei Blogs empfiehlt. Was sie mit mir tatsächlich tat. Das hat mich dann doch in dezente Begeisterungsstürme versetzt (aber nur kleine, wir Schweizer sind ja zurückhaltend), aber nach fünfzehn Minuten Headbangen und Rumhüpfen hatte ich Kopfweh und brennende Lungen. Empfohlen von einer Buchautorin und wenn ich mich nicht total verlesen habe, dann tauchen ihre Texte in einer Gazillion Zeitschriften auf. Nun, da ich ja einerseits die Regeln nicht ganz kapiert habe und mich aus Zeitgründen (oder einfach weil es so viel Schrott gibt) nicht so sehr mit Fremdblogs beschäftige, mache ich wieder einmal mehr und weise auf Blogs hin, die anders sind, oder aus anderen Gründen einen Zusammanhang haben. Zu was auch immer.

Falls meine Leser und Innen also einen Gefallen zurückgeben möchten und gefallen finden:
Stella, meine Endpfählerin. Hat mich doch echt ganz tief ins Herz getroffen und doch leb ich noch.
Heimlifeiss, was so viel heisst wie verschmitzt-hinterhältig, ich mag die Kleine, auch wenn sie bei jedem Quatsch Tickets gewinnt und mich nie mitnimmt. Und ich gespannt bin, was sie demnächst aus Dänemark zu erzählen weiss.
BlauBlind, eine Entdeckung auf Umwegen, die per Mail meine Synapsen dermassen zum Knallen bringt, dass nächste Kreativitätsschübe eventuell auf der Richterskala messbar werden.

Danke an euch, aus welchen Gründen auch immer.

Aktuell im Ohr: Blutengel – No Eternity

Rennet, rettet, flüchtet…

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 11.06.2006 (23:33) |

Jetzt haben wir den Mist, es hat angefangen und noch weniger als in den letzten paar Wochen kann man ihr jetzt entgehen. Fussball WM. Schon wieder! War doch erst grad! Nachdem sich wenigstens das andere Übel namens Erkältung partiell verabschiedet hat, raffte ich mich heute auf, um mein Heil in der Ferne zu suchen und wenigstens Grossbildbesäufnissen und Massenhysterien ausserhalb des Ausverkaufs bei Dolce und Gablabla zu entgehen. Also das Automobilchen gesattelt und ab die Post, eine kleine Rundfahrt anzetteln. Zuvor, wie es sich gehört, Sandwiches basteln und Wasserflasche einpacken, für den kleinen Hunger und Durst zwischendurch. Plus die obligaten Halspastillen, einfach so, falls man unterwegs mal sprechen müsste. Habe mir auch wirklich Mühe gegeben und es doch auf acht Pässe gebracht. Nein, nicht die Dinger mit den Fotos drin, Alpenpässe.

Zürich – Luzern – Brünig – Grimsel – Furka – Gotthard – Nufenen – Grimsel – Brünig – Albis – Zürich. Na gut, Albis zählt nicht zu den Alpenpässen, aber sollte das jemand auf einer Karte nachverfolgen, hat doch einen gewissen Leistungsquotienten. Ich konnte sogar das leidige Thema WM BEINAHE abschütteln. Aber nicht mal beim Abschütteln wird man die los. Kühe in Ballfarben gingen ja noch, aber das hier… Ein Kickerpissoir. Tief sind wir schon gesunken. Wobei, ich frage mich, wer tiefer liegt: a) der Hersteller dieses Produktes, b) die Hardcoretrinker, die so viel reinkippen, dass sie öfter zur Toilette können, c) jemand der dieses Produkt fotografiert (und das Foto versehentlich löscht) oder d) diejenigen, die das zu mehreren ins Web stellen und dank derer c) doch noch etwas vorzeigen kann. Wenn mehr Leute zu Hause neben regulären Kloschüsseln sowas hätten, das würde sich verkaufen wie blöde. Also wie die Käufer, die heutzutage ja für jeden Scheiss Geld ausgeben. Zum Beispiel für eine CD von Paris “dümmer als ein Baguette” Hilton. Könnte man auch in die Schüssel hängen.

Aktuell im Ohr: Dannii Minogue – All I Wanna Do

Aber holla

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 06.06.2006 (22:51) |

Eigentlich müsste dieses grüne Zeugs Vicks Megabreit heissen. Na hui, das geht in den Kopf. Und man weiss ja inzwischen, was bei mir dann abgeht. Hat eigentlich schon mal jemand Vaseline mit Vicks Vaporubbel verwechselt? Ich wäre da sehr an einem Erlebnisbericht interessiert, weil so krank, das selber auszuprobieren, bin selbst ich nicht. An meine Haut lass’ ich nur Wasser und wer mich anfassen will. Nein, Moment, das ging anders. Der Ausspruch “Holla, die Waldfee” war mir auch immer ein Rätsel. Ist das so etwas “Oh, ein Schtadtmensch”? Wie ich darauf komme? Eine ähnliche Auswirkung wie Vicks muss Absinth haben. Medinait, nicht Vaporub. Und wie hiess das früher? Bingo. Nein, nicht Bingo, sondern “die grüne Fee”. Der Meister der Assotiazionitzioanionen hat wieder zugeschlagen. Den Legenden zufolge wurde Absinth verboten, weil es blöd macht. Was allerdings wiederum zur Folge hätte, dass achtzig Prozent unseres Fernsehprogramms ebenfalls von der Bildfläche (hach, noch so einer) verschwinden müssten.

Durchbimmelquizshows. Diese nächtlich oder in Randexistenzsendern ausgestrahlten Ratespiele, bei denen man sich in die Armut telefonieren kann um Rätsel zu lösen, die zu 99.999999999999999etc% für einen nur schon durchschnittlich begabten PISA-Absolventen unknackbar sind. Bloss rufen die da nicht an! Anrufen tun die Verzweifelten, die noch ein paar Euro haben, die aber auf der Pornohotline nicht bis zum Schuss reichen oder die ganz Doofen. Was eigentlich wiederum die Moderatorinnen (teils zwar niedlich aber nur mit TON AUS und/oder Suff zu ertragen) zu autophonen Gesprächen treiben müsste, aber nein, es gibt Deppen. Viele. “Was gehört nicht in die Reihe: 1, 2, R, 4?” – “1!” Leider falsch. “2!” Leider auch falsch. “1!” Hatten wir schon, war falsch, bitte nicht mehr nennen. “1!” Nach dreissig Minuten Hinhaltetaktik, zwanzig Anrufern und mindestens zehn, die “1″ gesagt haben, wird ein neus Spiel, neues Glück gestartet. Gut aufpassen. In welchem Land, das gleichzeitig ein Kontinent ist, lebt “Ariane Lust”. Haha, lustiges Buchstabenumstellen. Gut, ist schwer, gibt eine Auswahl mehr als bei der letzten Übung. Nach mehrmaligen vorbeizappen, um der Anrufentgegennehmtussi in den Ausschnitt zu gaffen, hatten die das immer noch nicht raus. Aber ich werde mich hüten, etwas Schlechtes über die zu sagen. Also mehr, als ich schon habe. Denn wer um sich rum nur Scheisse sieht ist vielleicht selbst der grösste Haufen in der Mitte.

Apropos Haufen: Erstaunlich was für ein Haufen Papiertaschentücher sich bei einem deftigen Fnupfen allef anfammelt. Eggfdreem. RAndy will mich nicht mit dem Motorrad mitnehmen, damit ich den Helm nicht vollrotze und man kann keine Nesquikbrote essen, weil man sonst erstickt. Atmen durch die Nase geht nicht, ist dicht. Atmen durch den Mund hat den Effekt, dass man sich fühlt wie bei Desert Storm, nur stinkt es nach Schokolade und nicht nach Erdöl. Plus: So eine Erkältung macht extrem ungeil. Und macht Kopf durcheinander. Da könnte jetzt vor meinen Augen jemand eine heisse Schüssel schwenken und… Nä, halt… Ah, BECKEN! Becken schwenken und mir wär es völlig egal. Härtet aber ab und schärft den Blick fürs Wesentliche. Ich kann locker Reiseprospekte von fernen Ländern und Inseln anschauen, es kratzt mich nicht. Hab ich mit Playboy trainiert. Bunnies und Inseln, wurscht! Beide nett anzukucken, aber ich werde niemals drauf landen. Und jetzt geh ich mir eins vicksen. Ja, grins du nur du Schwein. ICH meine was anderes.

Aktuell im Ohr: In Strict Confidence – Manchmal redest Du im Schlaf