Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch

Kopf. Nagel.

Abgelegt unter: Allgemein | 26.07.2004 (22:00) |

Tick. Wecker. Nacht. Tag. Zeitung. Multis. Medien. Fernsehen. Show. Reiz. Überflutung. Wasser. Ebbe. Kasse. Shopping. Essen. Snack. Häppchen. Information. Foto. Ton. Tick. Neonröhre. Defekt. Störung. Telefon. Nerven. Tick. Tablette. Schlaf. Ruhe. Sanftheit. Katze. Tier. Mensch. Arsch. Gesicht. Auge. Lesung. Buch. Illustrierte. Promi. Tick. Neugier. Wissen. Denken. Traum. Sex. Wunsch. Realität. Theorie. Plan. Flucht. Gefängnis. Gesellschaft. Tick. Masse. Klasse. Schule. Gruppe. Zwang. Jacke. Mode. Tick. Design. Kleid. Frau. Mann. Sport. Mord. Schlagzeile. Bild. Gaffer. Unfall. Unschuld. Mädchen. Puppe. Teddy. Tick. Stoff. Drogen. Party. Spass. Sucht. Freiheit. Freizeit. Urlaub. Insel. Isolation. Heizung. Winter. Schnee. Hagel. Tick. Schaden. Versicherung. Leben. Blut. Spende. Geld. Arbeit. Sinn. Leere. Vakuum. Weltraum. Erde. Blume. Sonne. Brand. Schnaps. Leiche. Made. Speck. Fett. Hamburger. Tick. Gurke. Maske. Illusion. Zauber. Jungfrau. Zwilling. Spiegel. Eier. Huhn. Hahn. Wecker. Tick.

Aktuell. Ohr. Cure. Lullaby.

Kühe machen Mühe

Abgelegt unter: Allgemein | 24.07.2004 (21:16) |

“Also das Ding, das du da in der Hand hältst, dafür musste eine Kuh ihr Leben lassen!” – “Das ist mir Wurscht.” – “Die wurde deswegen niedergemetzelt!” Falsch. Da eine Wurst im Schnitt nur zu zwanzig Prozent aus Fleisch besteht, wurde maximal ein Kuhfünftel gemetzelt. Die Familienpackung betrachten wir jetzt nicht. In den zwanzig Prozent sind aber noch viele Abfälle drin, die von sonst wo kommen können, also sagen wir mal, wenn ich eine Wurst esse, bin ich zu zu fünfzehn Prozent mitschuldig am Ableben eines Rinds. Zu fünf Prozent Schwein, sagen wir mal. Ein Vegetarier nennt es Mord, ich nenne es Selbstverteidigung.

Schweine, wir erinnern uns an Animal Farm von George Orwell, übernehmen die Herrschaft und wollen die Menschen ausrotten. Dazu ersonnen sie einen ganz hinterhältigen Plan: Biologische Massenvernichtungswaffen. Schweinepest, Rinderwahnsinn, Geflügelgrippe, so als kleine Beispiele. Da kommt man mit Steakfressen gar nicht hinterher. Weiter fressen Kühe Gras, Gras wandelt wie viele andere Pflanzen auch, Stickstoff zu Sauerstoff um. Wenn also die Kühe ungestoppt die Grasressourcen wegfuttern wird dicke Luft. Dann gehen die aber noch weiter und stossen Methan aus. Hallo? Genfer Kuhvention? Giftgase? Methan, in Unmengen. Das Ozonloch wächst und die Menschheit geht wegen Kuhfürzen unter. Das muss man sich auf einem Grabstein vorstellen. Ausgepupst.

Das ist ja auch kurzfristig schon gefährlich. Da fährt jemand über Land, kommt an einer Kuhweide vorbei und zündet sich eine Zigarette an. BOOM! Kettenreaktive Massenexplosion, was zuerst einmal einen Raucher auslöscht (Hoppla! Wieder ein Beweis dass es ungesund ist) und dann einen Feuersturm quer über das Gebiet auslöst. Dann suchen sich die Flammen den Weg durchs Gas, setzen alles in Brand und erreichen auch irgendwann die Kuhhintern, aus denen der Versorgungsfluss strömt. Flammt das dann wohl rein und lässt die Muhkühe von innen explodieren? Wie Pop Corn? Pop Cows. Vielleicht reicht es ja, um das Vieh barbequemässig durchzugrillen. Sofort verlegt das ganze Dorf Abendessen aufs Feld, weil es soll ja frisch sein, wieder aufgewärmtes Grillgut ist unlecker.

Warum also aufregen, gleicht sich ja alles aus. An einem Ort muss ich der Kühe Verwandte allerdings in Schutz nehmen: Pamplona. Da rennen jedes Jahr Machos und Nachos (das sind die, die gerne Machos wären) vor Stieren her durch die Stadt. Zeitungsmeldung: “142 Verletzte in Pamplonas Strassen”. Was stimmt nicht bei solchen Nachrichten? Es hätten MEHR sein können! Stiere, verdammt, strengt euch an! Das könnt ihr besser! Wenn sich schon die Tomaten in dieser anderen Spanischen Stadt (Name entfallen) nicht wehren können, dann wenigstens ihr. Kann es sein, dass Spanier ein paar ganz bizarre Traditionen haben? Aber eben, Stiere, auch ihr in den Arenen: Zeigt den Ferreros, dass IHR die Hörner habt, die DIE gerne hätten. Und den nächsten, der mich wegen einem Schnitzel blöd anlabert jag’ ich auch durch die Strassen.

Aktuell im Ohr: The Mission – Tower Of Strength

An die Zügel genommen

Abgelegt unter: Allgemein | 21.07.2004 (13:35) |

Vor kurzem hatte ich die spontane Eingebung, ich könnte mich eigentlich hinsetzen und einen Artikel, eine Kolumne oder sonstwas für unsere Hauszeitung im Betrieb schreiben. Also habe ich mich mit den nötigen Leuten verständigt und ich habe ein Thema bekommen. Vor den Bug. Vor den Latz. Was dann daraus resultiert, wenn man sich auf die Zunge beissen muss, ständig seine eigenen Finger haut um brav zu bleiben, das folgt hier im Anschluss. Man darf ja als Angehöriger einer bestimmten Interessengruppe nur bedingt Angehörigen einer anderen ans Bein pieseln, grade wenn es darum geht, auf ein Produkt von ersterer hinzuweisen. Ich sollte also als IT-Mensch unser Intranet bewerben. Ein IT-Produkt. Okee…

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IntraNet – das unbekannte Wesen

Der gemeine arbeitende Mensch fährt ab und zu in die Ferien. Zu diesem Zweck nimmt er möglicherweise den Zug, um einen Teil seiner Reise zurückzulegen und er kommt an einem Bahnhof vorbei. Aber hat jemand schon einmal genauer einen solchen Bahnhof betrachtet? Den Ort, der meist unbeachtet am Rande einer Reise vor sich hin existiert? Können Sie sich erinnern, wie der Bahnhof bei Ihnen aussieht? Wissen Sie, was Sie dort alles anstellen können?

Ähnlich verhält es sich mit dem IntraNet. “Dem was?” fragen jetzt vielleicht einige. Oftmals ist das IntraNet der Bahnhof auf dem Weg ins Internet. Sie kommen zwar daran vorbei, wenn es zu einem E-Journal oder zu den Laboranleitungen geht, aber haben Sie sich schon einmal gefragt, was dort alles auf Sie wartet? Zur Erinnerung, das IntraNet ist das orange Ding, das erscheint, wenn Sie den Internet Explorer starten und das gerne weggeklickt wird.

Am Bahnhof erhält man heutzutage ja nicht nur Billette, sondern auch Uhren, Zeitungen, Karten fürs Open-Air, Ferien, Snickers, Lottozettel, ab und zu eine Anfrage “Häsch mer no en Schtutz?” und bald vielleicht auch Hochzeitskleider und Kühlschränke. Im IntraNet können Sie nichts kaufen. Bis jetzt. Wer weiss, vielleicht steht da auch bald ein Shop. Oder ein Anschlagbrett, wo Sie Ihr Hochzeitskleid, das Sie am Bahnhof gekauft haben wieder loswerden können.

Aber vielleicht gehen Sie ja einfach auf Entdeckungsreise und stellen mit Erstaunen fest, dass dieses eine Formular, das Sie schon seit Wochen in Ihrem Schrank gesucht haben nach nur zehn Sekunden in Ihrem Drucker liegt. Das würde entweder bedeuten, dass das IntraNet eine richtig coole Sache ist oder dass Sie unbedingt Ihren Schrank wieder einmal aufräumen sollten. Oder beides.

Wussten Sie, dass es am Bahnh… im IntraNet ein topaktuelles Telefonbuch hat? Die Preisliste für den Partyservice? Links zu wichtigen Nachschlagewerken? Den Wetterbericht? Okay, den kennen Sie. Aber den Rest?
In Ihrem Leben zählen die inneren Werte? Genau so ist es.
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Doch, doch, das ist von mir. Irgendwelche Anmerkungen?

Aktuell im Ohr: Thomas Newman – Theme From Six Feet Under

Und es wird Sommer. Wird es doch, oder?

Abgelegt unter: Allgemein | 19.07.2004 (15:30) |

Zumindest wird es wärmer und die Kleidung kürzer, leichter, durchsichtiger oder weniger. Also eigentlich eine gute Zeit für eine blöde Umfrage. Eine, über die man immer und immer wieder liest (nur für den Fall, dass man annimmt, ich würde nichts lesen), weil darüber öfters geschrieben wird (aber das heisst jetzt nicht, dass ich dort abschreibe, ja?), weil es halt ein Thema ist, dass beim gehäuften Auftreten von Weibchen und Männchen immer wieder aufkommt. Mir geht es heut eum die Frage, wo schaut ihr beim Gegenüber ZUERST hin? Ich kann mir leider keine teuren Augenscanner leisten, also mach ich das hier.

Ich stelle mir vor, dass hier mal richtig ehrliche Antworten kommen, obwohl frauen hier eher ehrlich sind, weil bei denen liest man eher, dass sie einem Mann auf den Arsch schauen und nicht bloss auf die Hände Zähne Augen Schuhe Gehaltsscheck. Männer sagen da doch auch gerne mal “In die Augen”. Haaaaalloooo? Was hatte denn heute Morgen die Dame gegenüber mit dem tiefen Ausschnitt im kühlen Morgenwind für eine Augenfarbe, Herr Durchschnittsmann? Wie VIELE Augen hatte sie? Hatte sie welche? Also korrigieren wir mal die Statistik und sagen alle, wo wir hinschauen, ausgehend von Sommerklamotten. Auch exotischere Antworten wie Ohrläppchen lasse ich gelten, wenn das auch bestimmt selten ist. Aber grad DRUM. Menschen, die schielen dürfen zwei Antworten geben.

Ach, ICH? Abwarten, ich will doch nicht schon von Anfang an eure Meinung beeinflussen oder verwässern. Oder wir machen ein Quiz draus. Wer mir meine Top3-Blickrichtungen nennen kann, gewinnt. Was es zu gewinnen gibt, lass’ ich mir noch einfallen. Muss aber zum Thema passen…

Aktuell im Ohr: Brooklyn Bounce – Take A Ride

Unmittelbar beeinflussbar

Abgelegt unter: Allgemein | 13.07.2004 (14:22) |

Es gibt ganz bestimmt noch einfachere Möglichkeiten, um seinen Adrenalinpegel kurzfristig zu erhöhen als das hier:

Zum Beispiel kann man bei einem Pärchen, wo der weibliche Teil einen leichten Überbiss hat, fragen, ob das denn beim Blasen nicht ziemlich gefährlich sei. Von wegen Karotten versus Gemüseraffel. Man kann natürlich auch die Klappe halten, wenn einem zum Beispiel eine Frau sagt, man solle Nachsicht mit ihr haben, ihre Batterien seien leer. Kann man, doch doch. Aber es tut auf der Zunge weh.

Apropos weh, gestern bei CSI tat es auch einigen weh, andererseits fiel der Begriff Prozac. Dies ist ein hauptsächlich in den USA recht verbreitetes Medikament. Dieses hat einerseits folgende Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Beschw. wie Übelk., Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, Geschmacksveränderungen. Zentralnerv. Beschw. wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Müdigkeit, Angstgefühle, Zittern, Benommenheit, Schwindelgefühl, Parästhesien, Denkstör., Alpträume, Verwirrtheit, Unruhe. Impotenz, Verminderung der Libido. Schwächegefühl, Schwitzen, Sehstör., Juckreiz, Herzklopfen, Brustschmerzen u. Brustschwellung, Hitzewallungen, Gliederschmerzen, Gewichtsabnahme. Nach Absetzen hormonelle Stör. Bei bipolarer affektiver Stör. plötzl. Hypomanie bzw. Manie mögl. Hautausschläge m. od. ohne Juckreiz od. Bläschenbildung, gelegentl. v. Fieber, Gelenk – u. Muskelschmerzen, Schwellungen, Atemnot u. Leukozytose begleitet. Genannte Allgemeinerscheinungen auch ohne gleichzeit. Hautreaktionen mögl.; Anaphylakt. Reakt., Bronchospasmus, Schwellungen v. Haut od. Schleimhäuten u. Nesselsucht. Vereinzelt bei Pat. m. Hautausschlag, schw. Allgemeinreaktionen m. Beteiligung v. Lunge, Niere od. Leber, möglicherweise in Zusammenhang m. Vaskulitis. Selten entzündl. od. bindegewebige Veränderungen der Lunge, dabei vorher Atemnot. Selten reversible Leukopenie u. Anstieg v. Leberenzymwerten, Leberfunktionsstör., einschließl. Gelbsucht. Selten Hyponatriämie, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Synkope. Vereinzelt Krampfanfälle sowie verlängerte Krampfdauer bei gleichzeitiger Elektrokrampf- Therapie. Dyskinesie. Möglicherweise ohne Kausalzusammenhang m. Fluctin: Thrombozytopenie, Stör. der Blutplättchenfunktion, Ekchymose, gastrointestinale Blutung, thrombozytopenische Purpurea. Malignes neuroleptisches Syndrom, Schlaganfall, Herzrhythmusstör., Haarausfall, Pankreatitis, aplastische Anämie, hämolytische Anämie, Panzytopenie, Suizidgedanken, aggressive Verhaltensweisen. Selten, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme v. Tryptophan, erhöhte Plasma-Prolaktin-Spiegel. Beeinflussung d. Verkehrstauglichkeit i. allg. nicht zu erwarten; im Einzelfall nicht vorhersehbare Wirk. auf das ZNS nicht auszuschließen.

Daneben hat es auch eine Wirkung: Es macht GLÜCKLICH. Aber mal ehrlich, wenn ich all das aus dem letzten Abschnitt habe, who the fuck cares?

Aktuell im Ohr: Colony 5 – Colony 5 (Single Edit)

Mauz!

Abgelegt unter: Allgemein | 08.07.2004 (14:10) |

Also das hier muss ich einfach loswerden:

Putzisch. Und man sieht einmal mehr, dass sich hinter etwas Harmlosem durchaus anderes verbergen kann.

Aktuell im Ohr: Nightwish – Nemo

Herr der Ringe

Abgelegt unter: Allgemein | 06.07.2004 (10:27) |

Teamanlässe sind gefährlich. Zumindest, was die Erhaltung der geistigen Gesundheit anbelangt. Anfänglich noch ein Informationsevent, variiert die Geschichte schon bald (im Umfeld der scheffigen Wohnung) zu einer leicht durchgeknallten Veranstaltung des schlechten Geschmacks (nicht wegen des Weines, der war super). Dann nämlich, wenn um den Hals der vorgenannten Weinflasche ein Metallring liegt (Tropfenfänger) und dich ein keks natürlich zur Bemerkung hinreissen lässt, es sei schon seltsam, wo gewisse Leute ihr Sexspielzeug aufbewahren.

Nun kam aus der einen Ecke ein dreckiges Grinsen, aus der unbedarfteren, durch ländliches Gemüt unverdorbenen Ecke hingegen die Frage: WIESO? Sexspielzeug? Wie? Was? Vorsichtshalber brachten wir das Gespräch dann blitzschnell auf Serviettenringe, weil wir noch nicht alkoholisiert genug waren, um dem sexualtechnischen Landei Aufklärungsunterricht zum Thema Silber- oder Edelstahlringe an anderen Orten als Bullennasen zu geben. Dann fiel noch der Begriff aus dem Titel und schon war die Hölle los.

Was mich an ein anderes Gespräch erinnert, das vor kurzem bei einem Abendessen stattfand, da kamen wir nämlich auf Rosettenburner zu sprechen, sprich Hot Wings von KFC. Die brennen nämlich zweimal. Die hotten. Tomati warf dann ein, es gäbe da allerdings ein Gegenmittel, er hätte das in Amerikanien gesehen, es sei weder Brot noch Milch, sondern so eine Masse, die dazugereicht würde. Zuerst lernte er ein weiteres english word, nämlich HOT. “Natürlich will ich meine Chickenwings HOT, soll ich die KALT essen?” Aufklärung für Nichtanglikaner: HOT heisst sowohl heiss wie scharf, was sich auch in seinem Gaumen niederschlug. Und eben später anderswo. Er meinte, das sei Rhabarbermasse gewesen.

Hm. Möglich. Das wär dann gegen Brennen im Mund. Wenn man nun aber auf dem Klo sitzt und das verdaute Endresultat in die Schüssel befördert (Macht das eigentlich jedesmal ZISSSSCCCCHHHH? Hat das jemand mal beachtet?), kann man sich die Masse ja nun nicht so gut… Ihr wisst schon. Kann man dann die Rhabarberstangen auch als Zäpfchen verwenden?

Aktuell im Ohr: Telefonklingeln