Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch

Eltern haften an ihren Kindern

Abgelegt unter: Allgemein | 05.05.2004 (13:19) |

Aber mal was ganz anderes: Wenn in Deutschland ausgemergelte Gestalten durch die Strassen wanken, dann wurde nicht etwa “Dawn of the Dead” für SAT1 neu verfilmt, sondern der Blutspendedienst hatte Tag der offenen Vene. Ich habe mir sagen lassen, dass man in unserem nördlichen Nachbarland beim Blutspenden mit Bargeld entlöhnt wird. Blutgeld. In der Schweiz gibt’s einen Schokoriegel oder ein Sandwich, weil wir machen das aus humanitären statt aus monetären Gründen. Aber wenn natürlich eine Nation am Sparstrumpf nagt, sieht man zu, dass auf jedem erdenklichen Kanal (oder Kanüle) Geld fliesst. Aber das bietet noch Handlungsfreiheiten. Optionsspielraum.

Viele Leute tragen einen Organspenderausweis mit sich. Als Erweiterung kann man sich (wie bei den Strassenmagazinverkäufern) auch einen Organhändlerausweis denken. Statt dem obligaten Inder beim Essen einen (wahrscheinlich) Südamerikaner der mit der Kühlbox kommt “Ey, wolle Niere kaufe?”. Ich nehm das jetzt so an, weil es ja in Rio ab und zu mal vorkommen soll, dass vertrauensselige Touristen mit plus Brummschädel aber minus Niere aufwachen. Wieviele Lungenflügel passen in einen Trenchcoat? Ey! Psst! Willsu?

In Transsylvanien wird die Wirtschaft umgekrempelt, weil plötzlich alle Vampire eine Disaster Card beantragen (eine Niere – 50 Euro, ein Herz – 100 Euro, eine alkoholfreie Leber – unbezahlbar), will ja keiner mehr sein kostbartes Gut freiwillig hergeben. Eigentlich nicht schlecht, die Grundsatzidee. Blut gibt es in Massen und es wird nachproduziert. Nutzen gibt es da einigen. “Mein Auto fährt bleifrei” – “Meines mit Null positiv”. Ach, überhaupt ist das ja keine neue Idee. Schliesslich ging das schon früh los. GANZ früh. Zu Anbeginn der Zeit sass Gott so rum und sagte: “Hach je, eigentlich würde ich jetzt gern die Frau erschaffen, aber wie?” Antwortet Adam: “Psst! Willsu Rippe kaufe?”

Service-Links:
Organspenden Schweiz
Organspenden Deutschland

Aktuell im Ohr: Nichts Erwähnenswertes

6 Krümel »

Donnerstag, 6. Mai 2004 @ 14:28 #

Öhm… Ich habe schon zigmal Blut gespendet, aber Geld gab’s dafür nie; hätte ich auch nicht gewollt. Schokolade oder Eintopf, das war’s, zumindest beim Roten Kreuz. Was die anderen Dienste veranstalten, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

Freitag, 7. Mai 2004 @ 13:28 #

Beispielsweise mein Ex-Schw.v. hatte einen Blutspendeausweis [für welche Institution weiss ich aber nicht mehr] und bekam fürs Spenden Blut. [Das war aber natürlich nicht der Grund, weshalb er spendete.]

Freitag, 7. Mai 2004 @ 13:29 #

Freudscher.
Bekam fürs Spenden Geld, meinte ich natürlich.

Freitag, 7. Mai 2004 @ 13:34 #

*woahbrüll*

- Hier, ich spende 10 Euro
- Danke, hier haben Sie dafür ‘ne Tüte Blut

:)))

Freitag, 7. Mai 2004 @ 13:37 #

In Transsylvanien funktioniert das.

Freitag, 7. Mai 2004 @ 13:38 #

[Das ist deren Art von Geldspenden.]

RSS feed für Krümel zu diesem Keks.

Krümel hinterlassen

XHTML: Diese Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>