Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch

Geschlechterkrampf

Abgelegt unter: Allgemein | 24.06.2003 (13:58) |

Frauen sind anders. Männer sind anderser. Wenn man beide aufeinander loslässt (nein, nicht SO aufeinander), dann werden die beiden NOCH anderserer. Möglicherweise ist es wirklich nur die biologische Schnittstelle, welche die beiden kompatibel macht. Kompatibel ist zwar das falsche Wort, weil das würde heissen, man kann sie nicht bloss zusammenstöpseln, sondern sie verstehen sich auch noch. Neverending Story. Grundsätzlich frage ich mich eigentlich nur, warum es heisst, gewisse Dinge sind Klischees. Klischees wären ja eigentlich eine Art Vorurteile, die sich aber fern der Wahrheit bewegen. Regelmässig trifft man aber auf Situationen, in denen man feststellen kann: Das ist kein Vorurteil sondern REAL. Oder sind gewisse Frauen einfach genetisch festgelegt, dass sie Klischees erfüllen? Gut, gut, es gibt auch Männer mit Neandertal-Genen, aber wir sind nun mal konditioniert.
Beispiel? Frauen besitzen peripheres Sehvermögen, die können grosse Gebiete mit einem Blick erfassen, sehen sofort, wo ein Stäubchen liegt, ob eine andere Frau im Raum das gleiche Kleid trägt oder erkennt spontan von den dreckigen Schuhen bis zur schiefen Frisur ob ein Mann auch nur halbwegs beziehungsrelevant daherkommt (der optionale Röntgenblick für Portemonnaie-Scans sei hier geflissentlich übersehen). Männer hingegen haben punktuelles Sehvermögen. Können sofort sagen, ob eine Frau einen tollen Busen hat, wissen aber nach zehn Jahren Ehe nicht, was ihre Frau für eine Augenfarbe hat (Farben sind Frauensache, Formen was für Männer). Obwohl, ich habe gestern einen Gegenbeweis für Peripheriesehen bekommen, weil eine gewisse Frau – ich nenne keine Namen, aber es ist die, die gerne mal vom Pferd fällt – beim Einparken LINKS schaut, damit sie auf keinen Fall in die Ecke eines anderen Autos kurvt, RECHTS aber so nebenbei eine dekorative Stein- und Blumenanordnung LÄNGS überquert. Hat gut gerumpelt. Vielleicht kommt das einfach daher, dass bei Frauen das räumliche Sehen bei der Genverteilung vernachlässigt wurde und sie auch gerne mal in der Strassenmitte fahren statt rechts, weil da ist ja dieser böse Randstein. Dann lieber fliegen mit Frauen, da liegen keine Steine rum.
Situation: Frau zieht um. Richtet sich ein. Lebt sich ein. Was ist drei Jahre nach dem Einzug immer noch wie am ersten Tag? Richtig, die Uhr am Videorekorder blinkt noch auf 00:00. Video und weibliche Anwenderin passt einfach nicht zusammen. “Bedienungsanleitung – Die unbekannte Grösse”. Dafür findet sich dann der Klischeemann, der den Rekorder programmiert (inklusive Sendereinstellung – “Brauch ich das?”), das Auto repariert (“Ach, DAFÜR ist dieses Teil”) und Kisten hochschleppt (“Du bist ja sooo stark”). Klischees? Nö. Alles echt. Das macht es aber auch immer wieder lustig. Fortsetzung folgt.

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1 Krümel

Donnerstag, 26. Juni 2003 @ 11:51 #

Klischee = Vorurteile, die sich aber fern der Wahrheit bewegen – ? eher

Klischee = Trick, durch kurzzeitiges Beobachten des Äusseren und Inneren die Wahrheit besonders schnell und effektiv zu erkennen.

Ernsthaft. Und Klischees muss man alle kennen und abwägen, um das die Prioritäten vergleichen zu können. "Frauen beschäftigen sich mit Beziehungen, Männer mit Dingen"..

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