Fast Food ist fast Nahrung
Auf einem Badeschwamm rumkauen hat sicherlich eine ähnliche Nährwertschwelle. Aber es ist weniger fett. Ich gestehe es ja, ich gehe da gerne hin und heute hat mich McDoof doch positiv überrascht. Nach einiger Verzögerung zwar, aber letztendlich doch, ist bei mir die Zutatenliste eingegangen, die mir vor einer grösseren Anzahl von Wochen versprochen wurde. Genauestens aufgelistet, was denn in den Böagean von Mäck so alles drin ist und verwendet wird. Für einen Allergiker eine super Sache. Jetzt habe ich fest gestellt, dass im FischMäc, McFish, FischMäck, Mac le Marin nicht nur ehemalige Meeresbewohner (ich sage bewusst nicht Meeres”säuger”, sonst geht gleich wieder Greenpeace vor McD demonstrieren) sondern auch Zwiebeln rumschwimmen. Was also tun? “Einen McFishy bitte, ohne Zwiebeln” – “Da sind keine Zwiebeln drin” – “Dann ist es Ihnen ja sicher egal, wenn ich Ihnen glaube und in dreissig Sekunden mitten ins Restaurant kotze, oder?”. Nein, solche Szenen sind zu vermeiden. “Einen McFish bitte, aber anstelle der Sauce bitte nur Mayo” – “Öhm. Wie?”. Das mag unter Umständen den Kassensklaven überfordern. Aber wer wäre ich denn, wenn mir nicht noch etwas Besseres einfallen würde? Jemand anders. “Einen McChicken bitte, aber statt des Huhns bitte Fisch.” – “HÄH?”. Zum Beispiel. “Und eine Apfeltasche ohne Zwiebeln” – “In den Apfeltaschen hat es keine Zwiebeln!” – “Sag ich doch!”. Erteilt eigentlich McD auch Restaurantverbot, wenn man deren Mitarbeiter nervlich zerrüttet? Ich nehme ja an, die Halbwertszeit eines Mitarbeiters bei den FastFood-Läden enspricht in etwa derjenigen des Sättigungsgehalts der verkauften Produkte. Ausgenommen vielleicht der McBacon, den es nur im Winter gibt. Da ist so viel Fett drin, das bleibt bestimmt länger im Körper. Allerdings nicht IM Bauch sondern DRAN. Unsere Vorfahren hatten es da schon einfacher. Die mussten dem Essen noch hinterher rennen. Deshalb mein Vorschlag: Keine Drive-In’s oder Drive-Through’s, sondern Drive-By’s (was Gangsta haben können Foodsta doch auch kriegen). Der McCar fährt vorbei und wer was will muss hinter der hinten angebrachten Kasse herlaufen. Bloss schade, wenn man nach dem Bezahlen, aber vor dem Ware erhalten auf den Latz knallt. Oder Speedfreak-Shopping auf der Autobahn für Hardcore-Sprinter. Einmal mehr: Ideen wären vorhanden.
Für Interessierte: Die Zutatenliste (Schweiz-Edition 2003)
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