Sag das doch der Mutter mal
Warum bitte heisst es eigentlich Muttermal? Der alte Witz, warum es Muttersprache heisst (Der Vater kommt nie zu Wort, haha), kommt hier irgendwie nicht so richtig als Erklärung zum Tragen. Wenn man so sieht, wo man selber diese Dingerchen hat und dann mit seiner Mutter vergleicht, kommt man normalerweise zum Schluss, dass die Mutter ihre Male ganz woanders hat. Also kommt’s nicht von da. Hat vielleicht der Vater welche? Wenn ja, dann müsste es Vatermal heissen, tut es aber beides nicht, weil da sowas von kein Zusammenhang besteht. Das einzige Ding, was wirklich als Muttermal durchgehen würde, das ist der Bauchnabel. Da besteht zumindest ein direkter Zusammenhang zwischen mütterlicher Ursache und Wirkung. Hatten eigentlich Adam und Eva Bauchnäbel? Bauchnabel? Bauchnabels? Wenn ja, WOHER BITTE? Überhaupt: Wozu hatten die eigentlich Geschlechtsorgane (oder hatten sie gar nicht?) BEVOR sie aus dem Paradies geschmissen wurden? Denn erst da kam ja die Sache mit dem “Ihr sollt gefälligst unter Schmerzen am Körper und unter Schmerzen am Portemonnaie Kinder zeugen und halten und euch drüber ärgern wie ich mich über euch!”. Wenn da die Ausstattung VORHER schon da gewesen wäre, dann müsste das eigentlich zum reinen Vergnügen gedacht gewesen sein. Und waren die beiden verheiratet? NEIN! Sollen also die Katholiken nicht so einen Aufstand machen. Irgendwie finden sich ja in der Bibel einige Unstimmigkeiten. Die Trompeten von Jericho zum Beispiel, da bringen ein paar Täterääs ganze Stadtmauern zum Einstürzen. Realismuswerttung: 10%. Hätten die damals die Stadt mit Kotzkübelböck oder Alecksander beschallt, dann wäre die Stadt intakt geblieben und trotzdem hätten sich die Bewohner sofort ergeben. Das lässt sich sogar in den Alltag überführen. Nicht mehr: “Geld her oder ich schiesse!” sondern: “Geld her oder ich spiel ganz laut ‘Take Me Tonight’ von meinem Kassettenrekorder!” – “Oh mein Gott, nein! Hier nehmen Sie alles!”


