Kurzer Dialog nach der zahnärztlichen Behandlung, die mit intensivster Betäubung und einem Sammelsurium an technischen Hilfsmitteln durchgeführt wurde*:
“Jetzt dürfen Sie aber die nächsten drei Stunden nichts essen!”
“Ää üä~ä mi ooieoo eimä eim eschällän vschääen.” (Untertitel: Es würde mich sowieso niemand beim Bestellen verstehen)
“Was sagen Sie?”
“Äbän.”
Nun sitze ich da, habe eine taube Fresse, habe Hunger und weiss, dass in diesem Zustand ausspucken aussieht, als ob ich einen Springbrunnen im Mund hätte. So fontänenmässig nach oben, heisst das. Internet ist insofern praktisch, als dass ich jetzt kommunizieren kann, obwohl meine Zunge wie ein toter Hamster unter meinem Gaumen klebt. Aber das geht vorbei. Was meine Verbal-Opfer wiederum sicher schade finden. Noch eineinhalb Stunden bis Nahrung. Geh ich halt ein bisschen fernsehen. Und ich würde wetten, jede zweite Werbung ist was zu essen. Unfair.
* = eine Gummiplane, sonst zum Abdecken von Lastwagen benötigt – Zangen, Bohrer, Sägen, also das halbe Inventar von Tim Taylors Heimwerkersendung – Plastik oder Zement – 85 verschiedenen Aufsätzen für die KREIIIIIIIIIIIIIISCH-Maschinerie, vorzugsweise aus Diamant, also “Hallo, Rechnung!” (ob ich das M&M in Rechnung stellen kann?) – eine halbtaube Zahnarzthelferin – eine Blaupause meines Gebisses
Aktuell im Ohr: 18 Summers – Turn Off The Radio