Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch

Von Muschis und Pussies

Abgelegt unter: Allgemein | 09.12.2002 (9:13) |

Ja, ich weiss, mit dem Titel bekomme ich wieder einen Haufen zusätzlicher Besucher. Nein, ich lege es NICHT darauf an. Aber zum Thema: Wenn ich am Morgen auf den Bus warten muss und es regnet, dann bleibe ich bei uns unterm Vordach stehen und gehe erst zur Haltestelle vor, wenn der Bus um die Ecke kommt. Sind ja nur zwanzig Meter. Nun stehe ich also da, meistens mit einer meiner Nachbarinnen und wir warten. Dann kommt eine Katze hinzu und streicht um MEINE Beine. Was geht wohl in dem Tier vor? “Oh, sieh mal an, ein Allergiker! DEN besuch ich jetzt” oder was in der Art und Weise? Das machen eigentlich ALLE Katzen, denen ich begegne, ausser die Neurotische von schräg unten. Die rennt immer um mich rum. Es ist ja nicht so, dass ich Katzen nicht mögen würde, ich mag einfach keine Ganze am Stück. Nein, ich find Muschikätzchen eigentlich süss, ich vertrag sie bloss nicht. Um bei den katzen zu bleiben: Bei Everquest (ein Computerspiel, das ich in Kürze einmal etwas genauer erläutere) existiert eine Katzenrasse. root und ich spielen je eine solchige. Fragt sie mich doch gestern, ob ich meine Pussy kurz ins Spiel bringen könnte. Spätestens nach dem Film “From Dusk Till Dawn” und dem dortigen Werbeschreier für die Titty Twister Bar kann ich den Begriff Pussy nicht mehr in NICHT-”schmutzigem” Zusammenhang sehen. Aber root ist prädestiniert für solche Äusserungen. Sie hat im gleichen Spiel auch schon ein Monster mit “Eat me!” angeschrien, was ihr befremdete Reaktionen ihrer Teammitglieder einbrachte, sind doch besagte zwei Wörter in eben dieser Kombination in englischem Slang die direkte Aufforderung zu Oralverkehr. Aber hoppla.

Aktuell im Ohr: Willy DeVille – Every Word’s a Beat of My Heart

Adventsmasochismus

Abgelegt unter: Allgemein | 08.12.2002 (22:01) |

Am Abend zwischen Feierabend und Ladenschluss den MediaMarkt zu betreten ist Blödsinn. Da will jeder auf dem Heimweg noch eben was einkaufen gehen. Entsprechend platzen die Parkplätze aus allen Nähten und alle sind so richtig schön aggressiv. Die ganzen Frustrierten, die dann zehnmal um den Block gefahren sind und immer noch keinen Platz gefunden haben, die nehmen sich dann vor, am Samstag herzukommen, wenn ihr freier Tag ist. Rechne: Frustrierte gibt es an jedem Tag von Montag bis Freitag, also total laufen am Samstag die Bekloppten von fünf Abenden ein. Konzentriert so quasi. Die Essenz der Genervten, deren Ärgerpegel schon auf dem Weg von zu Hause bis zum Laden einige Schübe bekommen hat, weil sich auf der Strasse nur Asis (danke eLLeLL), Arschlöcher und Wixer tummeln, die die wöchentlichen Einkäufe nachholen wollen. Lustigerweise tut das aber keiner im Laden gleich um die Ecke sondern in einem Shoppingcenter, das minimal eine halbe Autostunde von zu Hause weg ist. Weil es dort billiger ist. Und alles an einem Ort. Da braucht man beim Shoppen weniger Nerven. Ja, ja. Und Elton John ist hetero. Nun gibt es aber zum Samstags-Brutalo-Shopping noch eine Steigerungsvariante: Ein Adventssamstag! Dann nämlich, wenn man nicht nur für sich selber einkaufen geht, sondenr auch noch unter dem jährlich wiederkehrenden Zwang leidet, für ANDERE was zu finden. Selbstverständlich kann man sich nicht schon das ganze Jahr durch etwas überlegen und schon zum Beispiel im August einkaufen, schliesslich besteht ja jedes Jahr die Chance, dass Weihnachten verschoben oder abgeschafft wird. Also ab geht’s ins Geschäft. Wer darf natürlich nicht fehlen an einem solchen Tag in einem solchen Laden? Ich! Hab ich gestern mit root durchgezogen. Schliesslich wollte ich für mein Schnucki (ich erinnere: Laptop, NICHT Freundin) was zum Anziehen kaufen (das würde ich für meine Freundin ganz bestimmt nicht bei MM machen). Ich hatte dort nämlich beim letzten Besuch eine kleine Tasche gesehen. Bloss hatte ich keine Ahnung von den Abmessungen des Geräts und habe drum den Kauf hinausgeschoben. Diesmal hatte ich in meinem Palm die Masse notiert, um sie mit der Beschriftung auf dem gewünschten Produkt zu vergleichen. Mit einem roten Einkaufskörbchen unterm Arm steuerten wir erst durch Küchenwagen, Föhne… Föhns… Haartrockner und Kühlschränke, dann wurde ich von einem CD-Regal angefallen, vom DVD-Gestell verfolgt und knapp konnte ich an den XBOX-Titeln vorbei flüchten. Unter Gewedel mit einem MagLite konnten wir uns durch die schieren Massen bis zur Expresskasse (dank Barzahlung – wie ungewohnt) durchprügeln und irgendwie erleichtert dem Ausgang zustreben. Draussen war es zwar schweinekalt, aber wenigstens nahm die Anzahl der Leute immer mehr ab, je weiter wir uns entfernten. Als ich dann wieder im Büro sass (Zusatzschicht im Stollen) fiel mein Blick auf meinen Laptop. Hm. Ich WUSSTE, ich hatte irgendwas vergessen. Aber beim nächsten Mal klappt es bestimmt. Ich weiss auch schon, wann ich den starten könnte. Es gibt zum Adventssamstag noch EINE Steigerung: Die Stunden vor dem letzten Ladenschluss vor Heiligabend. Dem ultimativ letzten Zeitpunkt um noch an Geschenke zu kommen. Panik in den Gesichtern, kalter Angstschweiss auf der Stirn im Hinblick auf die Tatsache, am Abend unterm Baum zu sitzen mit LEEREN Händen, wilde Bewegungen, hastige Bewegungen zwischen den Regalen, beinahe greifbare Adrenalinschwaden. Und mittendrin ICH, mit stoischer Ruhe, völlig relaxt, ich gehe wie in Zeitlupe quer durch den Laden, die Bewegungen neben mir frieren ein, zerlaufen von hastig zu still und bleiben als bunte Streifen in der Luft hängen, der Lärm blendet aus, Pachelbels Canon schwebt mir zu und losgelöst von allem drum und dran hole ich mir meine Laptoptasche. Ja, wenn man RICHTIG shoppt, braucht man keine Drogen.

Aktuell im Ohr: Melotron – Folge mir ins Licht

Durch die Augen auf die Ohren

Abgelegt unter: Allgemein | 07.12.2002 (19:59) |

Musik macht Spass. Sofern man bei der Selektion derselben ein Wort mitzureden hat und sie nicht einfach ungewünscht durch die Wand dringt oder einem aus einem VW Golf entgegenschlägt. Ich oute mich als krankhafter CD-Käufer. Ich will Musik immer und überall hören können, wenn mir danach ist. Insofern ist MP3 eine geniale Erfindung, insbesondere im Zusammenspiel mit einem MP3-Player mit riesiger Festplatte. Bloss kann ich je länger je weniger CD’s zu MP3′s verwandeln, weil die Silberlinge freundlicherweise mit Kopierschutz versehen sind. Das ist mit ein Grund, warum ich mir nun doch keinen iPod kaufe, sorry Apple! So beim durchstöbern der Regale im Laden ist mir aufgefallen, dass Kopierschütze sehr oft auf CD’s zu finden sind, die von altbekannten Künstlern stammen, die sich eigentlich schon einen goldenen Arsch verdient haben und an denen die Plattenfirmen noch mehr verdienen wollen, schliesslich verkauft sich Phil Collins oder Grönemeyer ja sowieso. Also was soll’s. Völlig falscher Ansatz. Wenn nämlich eine CD nicht mehr auf einem Computer abgespielt werden kann, dann muss auch auf den Einsatz von Goodies verzichtet werden, die man auf so Scheiben noch pressen könnte. Ja, ich weiss, pressen war früher oder bei Schwangerschaften, aber das ist jetzt wurscht. Ich meine die Enhanced Mode CD, auf der noch Videoclips oder Bildergalerien Platz haben, Hintergrundinfos zum Künstler und und und. Bei DVD’s kommt so Bonsmaterial super an, bei Musik täte es das auch, wenn man es mehr bekäme. Man(n) bekommt es ja auch, denn wenn eine CD sich vielleicht nicht sooo gut verkaufen würde vom musikalischen her, dann lockt man zumindest den männlichen Käufer mit weiblichem Bonusmaterial. An dieser Stelle fand schon einmal Holly Valance erwähnung, mit Videos, Making-ofs, Bildergalerie. Wenn ich mich nicht irre, bietet die neue von Jeannette das ebenfalls (plus ein Posterchen). Also Powerselling dank der Notgeilheit von Musikkonsumenten. Neuester Streich: t.A.t.u., zwei Teeniemädels aus Russland, die dort völlig gehypt werden und jetzt auch zu uns geschwappt sind. Die Single klingt ja recht nett (Stimmen lassen sich zwar wie meistens heutzutage vermissen, aber der Sound ist fett), wird aber hauptsächlich durch die Heavy Rotation des Videos getragen. Man hat die Zwei ganz einfach als Teenielesben gestempelt, die in klatschnassen Schuluniformen schmollmundig gucken und sich sogar küssen! Aber nicht mit Zunge, wie in meiner Fernsehzeitschrift stand, ich hab da genau hingekuckt. Der Videoclip ist auf der CD drauf. Kaufe ich die nun, weil ich das Filmchen geil finde und haben will? Oder der Musik wegen? Also erstmal: Ich kaufe sie NICHT, weil das Filmchen sehe ich jeden Tag im Fernseher, inzwischen hat es jeglichen Reiz verloren (muss wohl eine Neugier-Sache sein, angeheizt durch Mediendauerbeschuss) und die Musik ist eher… naja… dünn. Die Songs ähneln sich zu sehr und haben am Ende einfach zu wenig Hörwert. Aber ich überlege mir doch tatsächlich eine andere Scheibe. Weil die Musik hat irgendwas. Obwohl ich mich fast schäme, Countrypop nur schon beim Namen zu nennen. Aber Shania Twain hat aber im neuen Clip auch wieder einen ziemlich geilen Fummel an. Hm. Ne, eigentlich find ich das Video so cool wegen der Computeranimationen. Die sind stark.

Aktuell im Ohr: Nichts, hab meinen Walkman vergessen

Wiederholungstäter

Abgelegt unter: Allgemein | 07.12.2002 (11:38) |

Hattet ihr auch schon ein Déjà-Vue? Diese seltsamen Momente, wo man denkt, man habe etwas schon mal gesehen oder genau so erlebt. Vielleicht hat man das. Vielleicht hat man davon einmal geträumt. Vielleicht hatte man eine Vision. Vielleicht hat man einen kleinen Blick ins Drehbuch des Schicksals erhascht und so ganz nebenbei hat man die Seite aufgeschlagen, auf der man selber vorkommt. Bei gewissen Blicken in die Zukunft(?) wünsche ich mir sehr, dass ich nicht bloss auf dem Drehbuchentwurf gelandet bin, der aus Kostengründen nochmals zusammengestrichen wird, sondern dass jemand da wirklich die Realisierung plant. Schliesslich ist die Zukunft offen. Oder nicht. Wer weiss es schon? Bietet aber sicher interessante Denkansätze. Zumindest müssten wir uns nicht fragen, wer in der Verfilmung für die Hauptrolle gebucht wird, denn DAS wissen wir mit Sicherheit. Hattet ihr auch schon ein Déjà-Vue? Diese seltsamen Momente, wo man denkt, man habe etwas schon mal gesehen oder genau so erlebt. Vielleicht hat man das. Vielleicht hat man davon einmal geträumt. Vielleicht hatte man eine Vision. Vielleicht hat man einen kleinen Blick ins Drehbuch des Schicksals erhascht und so ganz nebenbei hat man die Seite aufgeschlagen, auf der man selber vorkommt. Bei gewissen Blicken in die Zukunft(?) wünsche ich mir sehr, dass ich nicht bloss auf dem Drehbuchentwurf gelandet bin, der aus Kostengründen nochmals zusammengestrichen wird, sondern dass jemand da wirklich die Realisierung plant. Schliesslich ist die Zukunft offen. Oder nicht. Wer weiss es schon? Bietet aber sicher interessante Denkansätze. Zumindest müssten wir uns nicht fragen, wer in der Verfilmung für die Hauptrolle gebucht wird, denn DAS wissen wir mit Sicherheit.

Aktuell im Ohr: Lunik – Static

Mini Maus

Abgelegt unter: Allgemein | 06.12.2002 (18:07) |

Um nochmal auf kleine Mäuse zurück zu kommen: Als ich gestern Nacht nach der Arbeit nach Hause gefahren bin, musste ich auf dem Bahnsteig noch auf meinen Zug warten. Anbetrachts des Umstandes, dass es anfangs Dezember ist und mir ein wenig kalt war, begab ich mich in den Warteraum und liess mich dort wartend nieder. Auf einmal erfasste ich eine Bewegung im Augenwinkel und spähte dann unter die Sitzbank, die entlang der Wand angebracht war. Da sass sie, die Kleine. Eine kleine Maus. Ohne Tasten und Scrollrad. So richtig mit Ohren und Schwanz, der hinten rausging und nicht vorne und dann in den Computer rein. Nicht made by Microsoft oder Logitech sondern made by Mother Nature. Da sass sie und guckte mit den schwarzen Knopfaugen durch die Gegend. Erst hoppelte sie dann eimal den Wänden entlang und guckte sich um (was ich auch tat, denn mich hat schon gewundert, wo genau die jetzt reingekommen war, denn die Tür hatte sie ganz bestimmt nicht benutzt. Dann sass sie plötzlich mir gegenüber und musterte mich. Wenn ich noch Cracker dabei gehabt hätte, dann hätte ich auch ausprobiert, wie nahe sich der kleine Racker anlocken liesse. In Ermangelung jeglichen Futtermittels machte ich dann halt nur „bssbss“. Leicht erschreckt verschwand die Maus wieder unter der Sitzbank, um kurz darauf neben der Tür wieder aufzutauchen. Und siehe da, Herr oder Frau Maus hatte Futter gefunden, in Form eines blauen M&M (womit wir WIEDER einmal bei den seltenen aber in speziellen Momenten gefundenen Blauen sind). Nun sieht ein Mäuschen, das ein M&M hält, das halb so gross ist wie der ganze Kopf und daran rumknuspert schon extrem putzig aus. Dann kam auch schon mein Zug und ich musste los, obwohl mich eigentlich schon interessiert hätte, wie der Verzehr denn nun vonstatten gegangen wäre. Erst die Hülle, dann die Schokolade, dann die Erdnuss? Ja, ich weiss, anders rum geht schlecht. Aber sie hätte sich auch einfach an einer Stelle durchfressen können bis um Kern. Oder sie hätte das M&M komplett in den Mund stecken können (bei Tom und Jerry ging das jeweils) und dann fieben können: „Und JETZT zerbeiss ich’s!“

Aktuell im Ohr: DB Boulevard – Point Of View (Club Mix)

Nimm gefälligst Haltung an

Abgelegt unter: Allgemein | 05.12.2002 (23:03) |

Zum leichteren Arbeiten mit meinem Läptöpchen war ich so frei, mir eine kleine Maus zuzulegen, damit ich mich nicht nur mit diesem kleinen Gumminippel abgeben muss, der zwischen den Tasten hockt. Ich kann damit zwar, aber je nachdem ist ein Mäuschen halt schon praktisch. Nun gibt es spezielle Notebookmäuse, die ein kürzeres Kabel haben und auch kleiner sind und eigentlich eher wie eine Kindermaus anmuten. Aber das passt schon so. Dafür ist das beigelegte Handbuch mehr als doppelt so gross und halb so dick. Und in sechs Sprachen, schliesslich wollte ich schon immer mal ein Microsoft-Handbuch auf Griechisch lesen. 22 Seiten umfasst der deutsche Teil, wovon interessanterweise DREI Seiten vorliegen zum Thema „Anschliessen und Verwenden“, aber SIEBEN Seiten über Ergonomie am Computer. Hm. Jetzt bringt mir also Windowsalo Bill bei, wie ich richtig vor der Kiste sitze? Ausgerechnet bei einer Notebookmaus, die an einem Teil hängt, die auf meinen Oberschenkeln liegt, während ich im Zug sitze und die Maus an der Abteilseitenwand verwende? Nun gut, warum nicht. Besonders angetan hat es mir ja der Abschnitte „Leben Sie gesund“, in dem auf ausgewogene Ernährung und genügend Schlaf hingewiesen wird (Hallooohooo, ich bin Informatiker!). Auf Fitness wird hingewiesen um Gelenk- und Muskelstörungen zu verhindern (klar, man kennt die Bilder von diesen Programmierwalen in ihren Hängematten vor dem PC) und abgesehen davon sieht ein platt gesessener Arsch einfach total unerotisch aus. Dann seht da noch: „Lernen Sie, mit Stress richtig umzugehen. Eine Möglichkeit, Stress bei der Arbeit zu reduzieren, besteht darin, die Arbeitsumgebung und die Arbeitsplanung so zu gestalten, dass Lärm und Ablenkung möglichst gering gehalten werden.“. Das liesse sich leicht realitätsnaher schreiben. „Lernen Sie, mit Stress richtig umzugehen und vermeiden Sie den Einsatz von Windows. Eine Möglichkeit, Stress bei der Arbeit zu reduzieren, besteht darin, nicht hinzugehen. Die Arbeitsumgebung wird durch den Einsatz von Grosspalmen und Pin-Up-Postern schon viel freundlicher und die Arbeitsplanung verbessert sich insofern, als sie so gut wie alles delegieren. Wenn der Lärm aus Musik und die Ablenkung aus Kaffeepausen besteht, dann kann der Stress auch möglichst gering gehalten werden.“. Na geht doch.

Aktuell im Ohr: The Dandy Warhols – Bohemian Like You

Goldene Momente

Abgelegt unter: Allgemein | 04.12.2002 (22:16) |

EmmWee (die mit dem Pferd tanzt… ach ne, die vom Pferd geschmissen wird) hat irgendwas erzählt über ihren Internetanschluss zu Hause, wo sie jetzt ADSL hat. Dann fiel irgendwann der Satz, sie müsse sich bei Migros mal noch registrieren oder umregistrieren oder irgendwas in der Art. Also hab ich gefragt: Machst du bei denen Webshopping? Antwort: Nein, ich kaufe da nur über Internet ein. Erhebende Augenblicke. Da denkt man immer wieder gerne dran zurück. Und vor allem erinnert man betreffende Person immer wieder gerne daran. Apropos erinnern, ich erinner mich grad an letzte Woche, da war unser Weihnachtsessen. Oder Jahresabschlussessen. Na halt das Firmenessen Ende Jahr und unsere Kantine hat schwere Geschütze aufgefahren und gezeigt, dass sie wirklich kochen können. Zumindest an drei Abenden pro Jahr (Tausend Leute im 24-Stundenbetrieb müssen ein wenig verteilt werden), aber da dann richtig. Meine Allergischheit hat sogar ein komplett eigens für mich zubereitetes Menu bekommen, auch wenn die Chefin der Hotelleie erstmal vorbei kam und mir erklärte, ich müsse noch einen Moment warten, sie würden meinen Teller nirgends finden. Dafür fand uns dann unser Hauschor. Nun kann man Musik lieben oder nicht, bei unserem Chor teilen sich die Meinungen aber wie an der kontinentalen Wasserscheide der kanadischen Rocky Mountains. Es wurde ein Medley aus dem Soundtrack von Forrest Gump vorgetragen, was mir endlich erklärte, woher genau der Satz “Run, Forrest, run!” stammt. Ich persönlich kann’s ja nicht besser, aber wenn schon singen, dann Ton treffen und ein bisschen Volumen und Herzblut reinlegen. Und niemals wieder eine Zugabe aufdrängen, wie auch schon. Aber HooBee hat es gefallen, er versank da richtig in den Klängen. Lag vielleicht auch nur daran, dass er an dem Tag Geburtstag hatte und langsam in Sentimentalität verfiel. Oder hiess das Senilität? EmmWee (um den Kreis zu schliessen) sass daneben und schien es auch zu geniessen. Ich genoss auch den Anblick ihrer Kleidung, das aus einer Art silbern besetztem schwarzem Stoff bestand. Also so Silberzeugs in Grösse von Pailletten, allerdings irgendwie im Stoff eingearbeitet. Einmal Waschen und wegschmeissen. Das erste was mir beim Anblick einfiel waren diese kleinen silbernen Dingerchen, die ich als Kind mal in der Badewanne rumwuseln sah. RAndy (wohlgemerkt NICHT ich!) machte dann so nebenbei den Vorschlag, man könne sie doch unter die Decke hängen. Dann bräuchten wir nur noch eine Spotleuchte und wir hätten die perfekte Discokugel (wegen des Glanzes, nicht wegen der Form, das wollt ich noch betont haben). Aber das wäre dann wohl an erheblichem Widerstand gescheitert. Dafür fällt mir seitdem immer wieder ein ganz bestimmter Song ein, wenn ich ihr begegne: “Ha! Ha! Ha! Ha! Stayin’ alive, stayin’ alive!” Und DANN nicht lachen dürfen. Aber John-Travolta-Position einnehmen. DAS kann ich mir nicht verkneifen.

Aktuell im Ohr: Chemistry – We Are One (Club Mix)

Die Qual der Wahl

Abgelegt unter: Allgemein | 03.12.2002 (12:48) |

Im Film High Fidelity stellt John Cusack fest, dass es überaus schwierig ist, eine richtig gute Compilation (auch Sampler genannt) zusammenzustellen. Dass es vor allem auch zeitaufwendig ist, will man sich wirklich durch die eigene Sammlung wühlen um Stücke ans Tageslicht zu befördern, die wie kleine Perlen der Bedeutsamkeit schimmern. Vielleicht haben sie auch nur einen geilen Beat oder eine ultrageniale Textpassage, auf jeden Fall sind es für den Zusammensteller aus irgend einem Grund Kleinode, auf die man jemanden hinweisen möchte. Also kriecht man stundenlang über den Boden, stapelt CD-Kisten um, flucht, weil man vergessen hat, diese ganz bestimmte CD alphabetisch einzureihen und bekommt Schreikrämpfe, weil man dieses EINE Lied wegen Kopierschutz nicht verwenden kann. Mit kalt glänzenden Schweissperlen auf der Stirn hält man am Ende triumphierend das entstandene Produkt in den Händen, streckt es gen Himmel und ein gleissender Lichtstrahl fällt auf den Wolken darauf und eine Stimme sagt: GENIAAAAAAL! Eine vollbusige Frau in zerrissenen Kleidern schmiegt sich an das Bein des Helden und himmelt ihn an. Dann geht die CD an den Empfänger und PLOPP sind Himmel, Stimme und Vollbusige weg, denn plötzlich heisst der Film nicht mehr “Heldenhaft gebrannt” sondern “Kampf der Musikgeschmäcker”. Dann stellt man mit Bedauern (alias Entsetzen alias OhUngläubiger alias SteckMirDenDolchInDieBrust) fest, dass Sender und Empfänger nicht zwangsweise die gleichen Frequenzen bedienen. Unsere Lehrlinge beispielsweise finden alles Scheisse, was nicht HipHop ist (ausser de eine, der findet auch noch Mariah Carey gut). Da ist aber zumindest noch klar umrissen. Was aber, wenn Empfänger nur genau DIE Sachen nicht gut findet, die man eben unter Aufbietung aller Register auf Silberscheibe geätzt und mit Herzblut versiegelt hat? Wenn alle Lieder eines Interpreten zwar als Gottesgabe gelten ausser demjenigen, das man eben ausgesucht hat? Oder man darauf hingewiesen wird, dass das Tape von neulich auf der Autobahn tierisch aggressiv macht (als ob jemand mitbekommt, wenn ein Smart aggressiv gefahren wird…)? Was nun, was tun? Resignieren? Geschmack ändern oder verleugnen? Weiter versuchen (allenfalls mit Aufkleber “Bei Nichtgefallen austauschen – gegen Wildecker Herzbuben”)? Winterswap ahoi, was DA wohl so an CD’s reinschwirrt und wie die wohl bewertet werden? Vielleicht beziehe ich dann die nächstens Songs aus meiner Ecke für Akustikperversion. Mal sehen.

Aktuell im Ohr: Das Neue von Roxette

Am Rande angemerkt…

Abgelegt unter: Allgemein | 02.12.2002 (16:55) |

WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA-*lufthol*
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA-*lufthol*
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA-*lufthol*
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA-*lufthol*
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARRRRGGGHHH!!!!!!

Aktuell im Ohr: Muffensausen

Na nun mach mal

Abgelegt unter: Allgemein | 02.12.2002 (9:51) |

Falls sich jemand wundern sollte, wenn es in den nächsten Tagen an dieser Stelle etwas ruhiger zu und her geht, das liegt nicht daran, dass ich im Urlaub bin oder besoffen in der Ecke liege. Es ist nur grade jobmässig totales Highlife angesagt und ich weiss noch nicht, ob ich nach den obligaten zwölf Stunden noch an einen PC kann ohne über die Tastatur zu kotzen. Muss ich aber wohl können, weil ich dank den Fussfesseln schon gar nicht mehr als einen halben Meter von einem dieser Geräte wegkomme. Na okay, ich werde mir kaum verkneifen können, zwischendurch mal einen Eintrag zu verbrechen. Zwei, drei Sachen müssen unbedingt noch raus, auch wenn meine Kollegen und -innen mit Schlägen oder gesellschaftlicher Ächtung drohen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Ausser vielleicht einer Infusion. Mit Kaffee. Mit Schwarz. Mit Zucker.

Nachtrag:
Also eigentlich wollte ich nicht sagen, DASS es ruhiger wird, ich wollte bloss sagen, dass es werden KÖNNTE. Nur so am Rande.

Aktuell im Ohr: The Beloved – Sweet Harmony
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