Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch

Moderne Zeiten

Abgelegt unter: Allgemein | 30.12.2002 (18:50) |

Früher hat die Drohung “Sexentzug” bei Streitereien noch einen gewissen Sinn. Heutzutage heisst es dann schon mal eher “Was brauch ich Sex, ich hab Internet”. Da findet man ja alles. Vorspiel ist dann auch nicht mehr wie damals mit küssen und streicheln sondern “Ey, mach mal den Rechner an!”. Der fährt ja schliesslich auch hoch. Wobei… nein, stimmt ja alles gar nicht, schliesslich gibt es das im Internet gar nicht. Es sieht sich ja schliesslich keiner Sexseiten an. Nä. Pfui. Keine Nachfrage, kein Angebot. Nix gibt’s. Aber kann mir trotzdem jemand sagen, wo ich eine grössere Festplatte herbekomme, die blöden Pornofilmchen nehmen so elend viel Platz weg. Wobei… sind 80 Gigabyte VIEL?

Aktuell im Ohr: Shania Twain – Gonna Getcha Good

Schnulzen @ Weihnachten

Abgelegt unter: Allgemein | 30.12.2002 (13:23) |

Alle Jahre wieder werden wir beglückt und entzückt, allerdings alle Jahre wieder mit den gleichen Filmen. Das mag gut sein, wenn die Filme was taugen, andere hingegen sind doch eher mau. Einige passen sogar zum Anlass, also all die Santa Claus-Filme zu Weihnachen machen Sinn, auch Stirb langsam, weil da ja auch zu Weihnachten gemetzelt wird. Zu Ostern und Pfingsten werden immer die alten Bibel-Monumental-Schinken ausgegraben (ich erinnere mich immer noch an Ben Hur, allerdings auf annodazumals noch Holzklappsitzen im Kino, dreieinhalb Stunden platte Arschbacken). Filem die aber immer wieder auftauchen, wenn sich Feiertage aneinanderreihen, sind Mehrteiler. Aber nicht irgend welche, sondern SISSI. Allenfalls auch Winnetou, aber Sissi kommt auf jeden Fall. Das Erstaunliche ist, dass die coolsten Frauen, die härtesten Businessfighterinnen und so weiter beim Anblick von Sissi im Rauschekleidchen schon halb in Tränen ausbrechen. Wenn sie dann noch im Süden unter Blumen sitzt, ein Taschentuch an die Stirn drückt, “öchö, öchö” hüstelt und wehmütig dem Kaiser entgegenschmachtet, dann verwandeln sich Augen in Rasensprenger. Da kann man froh sein, wenn man zur Sicherheit die Familienpackung Kleenex oder Tempo eingekauft hat. Ich wurde schon als Kind von Mutter und Schwester als Taschentuchlieferant missbraucht und eigentlich dachte ich, sowas läge weit hinter mir zurück. Aber eben. Sissi-Filme plus Frau gleich Heulen. Dann verzieht man sich entweder (was einem den Ruf als gefühlloser Kerl einbringt, der ja SOWAS von unromantisch ist) oder man setzt sich dazu, bekommt einen nassen Pullover aber kann dafür einmal anderen Film gucken rausschlagen (Resident Evil, Schwarzenegger oder sonstwas um den Schmalz wegzubekommen). Weihnachten ist ja bald vorbei und bis Ostern ist wieder Zeit um sich zu erholen. Dachte ich. Kommt dafür am Montag nach Weihnachten HooBee ins Büro, zur Abwechslung mal nicht in Schweinefarben sondern im Kaiserin-Sissi-Gedenkjäckchen. Sieht zumindest so aus. Leicht abgespeckter Trachtenjanker mit dem österreichischen Bundesgeier auf den übergrossen Silberknöpfen. Werden eigentlich am Zoll keine Kontrollen mehr gemacht, die die Einfuhr von sowas verhindern? Also, die Jacken, nicht HooBee.

Aktuell im Ohr: Irgendwas italienisches

Volle Ladung

Abgelegt unter: Allgemein | 29.12.2002 (12:09) |

Ich habe gelesen, dass bei einer Ejakulation 500’000’000 Spermien auf den Weg geschickt werden. Das eignet sich schon gut für eine gepflegte kleine Beleidigung: “Wahnsinn, fünfhundert Millionen Samenzellen und ausgerechnet DU musstest gewinnen?”. Kaulquappenalarm. Wir haben ja in der Schule damals Frösche nicht seziert, sondern aufgezogen. Kaulquappen gefangen, sie gehegt, gepfelgt und gefüttert und sie beobachtet. Zugekuckt, wie sie langsam Beinchen bekommen und ein breites Froschmaul und wie sie gelernt haben, ihre ersten Hüpferchen zu machen. Dummerweise haben sie die prinzipiell hinter Heizkörper oder aus dem Fenster gemacht, was die Beobachtungen dann drastisch verkürzte. Waren zum Sezieren ja auch noch zu klein. So ein eineinhalb Zentimeter langes Fröschchen aufsäbeln wäre auch nichts für mich gewesen. Aber zurück zu den kleineren zahlreicheren Gesellen, die beim männlichen Endabgang auf die Umwelt losgelassen werden. Wie zählt man sowas? Sitzt da einer mit einer Pinzette über einem weissen Fleck und versucht, die mit einer Bleistiftspitze abzuzählen, bevor alles eingetrocknet ist? Oder sticht man da mit einer Nadel in die Menge und zählt die Schreie? “Au!” -1-, “Aua” -2-, “Autsch, du dumme Sau!” -3-, und so weiter. Nimmt bestimmt eine gewisse Zeit in Anspruch. Vermutlich aber ist das alles wieder mal völlig unspektakulär und man hält die Brühe unters Mikroskop, macht eine mathematische Hochrechnung und hat dann diese oben genannte Zahl. Ob es damit aber auch möglich ist, vorherzusagen, wie gross der Prozentsatz möglicher Arschlöcher ist? Wenn man da nämlich bereits erkennen könnte, welches Spermium später zum nervigen Macho, zum penetranten Stinker oder zum autofahrunfähigen Asi wird, dann könnte man für kinderwünschende Paare eine Filterpille erfinden, die sowas von vorneweg verhindert. Allerdings: Über wen würden wir dann auf Autobahnen, in Kneipen und Bussen noch fluchen? Hat dann aber auch wieder was Gutes. “Wahnsinn, fünfhundert Millionen Samenzellen und ausgerechnet DU musstest gewinnen? – Wie? – Ja, das dachte ich mir schon, dass du den nicht schnallst. Hätteste lieber mal den andern vorgelassen. Jetzt lass mich in Ruhe und hüpf aus dem Fenster. Deine Kaulquappenfresse nervt mich.” Evolution erscheint mir teilweise eine Lüge zu sein.

Aktuell im Ohr: Das Rauschen des Grafikkartenlüfters

Krah Krah!

Abgelegt unter: Allgemein | 20.12.2002 (20:05) |

ICH HAB SIE! Eine DVD-Veröffentlichung um ein halbes Jahr verschieben ist Scheisse. Sie dann wieder um einen Monat VORziehen ist GEIL! The Crow – Special Edition, einer meiner absoluten Lieblingsfilme und er gehört miiiir, miiir, meins, meins, mein Schatzzzzzzzz. Ach nein, das war ein anderer Film. Würd ich ja gerne sofort ansehen, bloss ist abend und ich sitze immer noch im Büro. Das suckt. Das suckt big time. Hunger hab ich auch. Hm. Oh, Ritz Cracker in der Schublade. Danach ein Espresso zum Magenwand perforieren. Wobei derzeit eher mein gehirn perforiert wird. Ich kann bald keine Datenbanken und Schnittstellen mehr sehen, ausser sie sind an einem leckeren Stück Fleisch. Na mal gucken, wenn ich vor zehn nach hause komme, kann ich ja noch Krähe gucken. Oder ein bisschen spielen. Wenn eines der Spiele laufen würde. Oder ich schreibe mal meinen Artikel über Computerspiele fertig. Aber das klingt schon wieder nach Arbeit. erstmal Espresso schlürfen, dann weiterarbeiten. Irgendwann nach Hause fahren. Müde sein. To-Do-Liste und Einkaufsliste für Morgen machen. Nervenzusammenbruch bekommen. Zu lange geöffnete Flasche Rotwein wegkippen. Andere Flasche ins Bett legen und schlafen. Morgens raus und hoffen, dass die Deppen von der Post mein Paket mit der neuen Bettwäsche nicht schon wieder zurück geschickt haben. Ach, ich lass mich mal überraschen. Was ich aber ganz sicher weiss: Ab Nachmittag geht die Sonne auf. Und dann ist zwei Wochen Sonnenschein, egal wie beschissen das Wetter draussen ist. Alles wird gut.

Aktuell im Ohr: Sugababes – Stronger

Ist eine Handlung im Buch eine Buchhandlung?

Abgelegt unter: Allgemein | 16.12.2002 (19:53) |

Ich hör sie schon schreien, während sie mit Fackeln und Mistgabeln die Strasse heraufgekeucht kommen. “Ketzer!” “Auf den Scheiterhaufen!” Sowas in der Art. Aber wer eine Anzeige im Bus für die Tele-Bibel sieht, muss das einfach als Initialzündung für einen Artikel sehen. Der Wink einer höheren Macht. Tele-Bibel? Ein leicht rotgewangter, offensichtlich von der Realität abgeschotteter Jüngling mit einem an die Wange gepressten Handy, das seit sicher zehn Jahren out ist (eine ausziehbare Antenne mit einem dicken Gnubbel oben weisen darauf hin) tut so, als ob er andächtig lauschen würde. Die Tele-Bibel ist eine Dienstleistung, bei der man sich per Telefon für zwei Minuten Weisheiten aus der Bibel vorlesen lassen kann. Hm. Kann ich da die Textstellen selber wählen? Dann hätte ich gerne ein bisschen Sex and Crime, schliesslich ist die Bibel ja wohl eines der Bücher mit dem grössten Potential an Gewaltszenen und zwischenmenschlichen Absurditäten. Brudermord, Massentötungen, rituelle Opferungen, Mord und Totschlag, obwohl ja eines der Gebote heisst, man solle dies nicht tun. Und wenn heutzutage noch eine spezielle Abart menschlicher Sexualität (zumindest EINER der Teilnehmer ist menschlich) von der Stadt Sodom her stammt, also hallo, was soll ich da denken? Zwischendurch ersäufen wir mal eben einen ganzen Volksstamm (oder noch ein paar mehr), machen eine Stadt mit schlechter Musik platt (hätte mit Modern Talking sicher auch funktioniert) oder hetzen ein paar kleine Plagen über Leute, die man nicht ganz so gut findet. Hat eigentlich jemals jemand die Bibel auf Logiklöcher durchsucht? Internetseiten wie MovieMistakes zerlegen zwar jeden Film in die EInzelteile, aber das Buch der Bücher (zumindest in unserem Kulturkreis, Buddhisten zum Beispiel sehen das bestimmt anders) gilt als unantastbar? Obwohl das so oft von unterschiedlichsten Leuten übersetzt und interpretiert wurde, dass keiner so genau weiss, was eigentlich wirklich drin stand? Nänänä. Beispiel Noah. Wenn ich mich recht erinnere, dann war Noah mit seiner Familie und einem Haufen Viechern auf seinem Kahn. Ein Paar von JEDEM Tier (plus noch ein paar Paare mehr bei ausgewählten Rassen) soll er dabei gehabt haben. Auch Einzeller? Und wie war das mit Fischen? Die konnte man ja schlecht alle ersäufen, die nich tmit auf den Kahn sollten. Hatten die Aquarien mit dabei? Und wieso hat damals keiner dran gedacht, Moskitos, Fliegen und Spinnen ein bisschen gegen die Wand zu klatschen? Aber zumindest hatte man daran gedacht, von allem was einzupacken. Von allem? Hm. Was war denn mit Menschen AUSSERHALB der Familie Noah? Ich kann mich verlesen haben, aber ich glaube, da war niemand mit bei, also sowas wie die biblische Kelly Family auf ihrem Hausboot. Frage: Wie vermehrten sich DIE? Untereinander? Dann wäre zumindest erklärt, woher all die Schwachköpfe der heutigen Menschheit stammen. Wie realistisch ist das überhaupt, eine Familie so lange auf engstem Raum zusammen und kein Platz zum ausweichen. “Ich bin sauer, ich versteck mich jetzt hinter den Elefanten”. Oder Noah’s Frau: “Noah! Wirf sofort den Müll über Bord! Das dritte Unterdeck leckt! Ich will mal wieder einkaufen gehen!” Und Noah: Schubs! “Oh, hoppla! Mist, warum hat noch niemand den Rettungsring erfunden?” Überhaupt hat es ja schon mit einem Tippfehler angefangen. Die Frau ist aus einer RIPPE von Adam erschaffen worden. Quatsch! So viel wie die labern können war das ganz klar eine LIPPE! Wo hab ich bloss die Nummer der Tele-Bibel hingelegt?

Aktuell im Ohr: Shania Twain – It only hurts when I’m breathing (Blue Edition)

Brust oder Keule

Abgelegt unter: Allgemein | 14.12.2002 (12:17) |

Stellt euch mal ein Güggeli vor. Ein Poulet. Ein Hähnchen. Vom Grill. So richtig schön lecker und knusprig. Ja, Vegetarier haben DAVON jetzt nichts, stellt euch halt ein Gebüsch vor. Also zurück zum Bratgeflügel. Dieses runde Ding mit dem saftigen Fleisch drunter, das euch so anlacht. Ist das nicht toll (grade vor Mittag, wenn man weiss, dass in der Kantine etwas serviert wird, was man nicht ausstehen kann)? Lasst es einen Augenblick auf euch wirken, schliesst die Augen und stellt euch den Geschmack vor, wenn ihr da reinbeisst. Mmmmmmmmmh! Jetzt stellt euch mal das Güggeli vor, NACHDEM es verspeist wurde. Ein Haufen Knochen mit einem bisschen Restfleisch dran. Vorher – Nachher. Welches von beiden macht mehr an? Genauso seh ich das mit Frauen. Es muss was dran sein, damit es lecker ist. Will ich einen Sack Knochen poppen? Nö, das tut doch weh. Wer echt denkt, dass die Hungerhaken aus einigen Werbekampagnen erotisch sind, kann es sich ja mal mit einem abgenagten Hähnchen besorgen. Eine Frau sollte schon aussehen wie eine Frau, finde ich. Deshalb schätze ich wahrscheinlich gute Formen und so Dinge wie Fingernägel und lange Haare. Hat aber nichts mit Tussis zu tun, schliesslich kann man auch gut ausehen UND intelligent sein. Ich bin da ein gutes Beispiel für. Nur bin ich keine Frau, also passt das jetzt hier nicht ganz. Ich sage NICHT, dass eine Frau mit kurzen Haaren nicht auch toll aussehen kann. Ich rede hier von persönlichen Präferenzen. Wie ich zum Beispiel Ananas gut finde, Mango aber nicht, obwohl beides exotische Früchte sind. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es toll sein soll, wenn ich an der Bushaltestelle auf meine Freundin warte und ich kann sie nicht sehen, weil sie hinter einem Laternenpfahl steht. Oder ich niese und sie klebt an der nächsten Wand. Ich würd es auch nicht mögen, wenn sich die Sonne verdunkelt, wenn sie sich neben mich stellt. Ich finde, eine gute Mitte muss es sein. NICHT Durchschnitt. Das ist ein kleiner Unterschied. Mist, jetzt hab ich Hunger. Ob ich mir auf dem Rückweg ein Poulet holen soll? Nein, NICHT zum Poppen! Ich probier ja schon eine Menge für dieses Tage-Buch aus, aber irgendwo hat es Grenzen. Ich würd auch niemals Hackfleisch vögeln, was es ja auch geben soll. “Guten Tag, Herr Metzger, ich hätt gern so 60 Kilo Gehacktes, mir ist nach Kuscheln”. Hm. Aber eine Ananas…?

Aktuell im Ohr: a-ha – The Sun Always Shines On T.V.

WintaSwapa

Abgelegt unter: Allgemein | 14.12.2002 (11:10) |

Es ist soweit, es ist der 14. Dezember und NICHT Weihnachten (das ist der 24. bzw. 25.), aber es ist Veröffentlichungstag für die Tracklists der versendeten CD’s. So here they are:

Theme from Morrowind
Apoptygma Berzerk – Kathy’s Song
Erasure – Precious
Lamb – Gorecki
LaTour – Cold
Linkin’ Park – In the End
Melotron – Stille
Mink de Ville – Each Word’s a Beat of my Heart
Naked Raven – Skin
Nik Kershaw – Find me an Angel
Opus 808 – Winter
OMD – Maid of Orleans
Suede – The next Life
The Beloved – Deliver me
Ultravox – Lament
When in Rome – The Promise

Und für diejenigen, denen noch die Rückseite fehlt um das CD Case zu vervollständigen, hier die Backside-Grafik. Ich glaub, ihr kriegt das schon hin mit dem Ausdrucken.

Aktuell im Ohr: 2-4-Family – Stay

Ich bin ein braves Kind

Abgelegt unter: Allgemein | 12.12.2002 (22:15) |

Das Christkind (oder den Weihnachtsmann) kann man nicht bescheissen. Das sieht alles, die kleine Spannersau. Was erlaubt sich der Balg eigentlich? Allen in die Stube gucken und dann statt des Walkmans einen gestrickten Pullover anschleppen? Nein, mein Herr, so haben wir nicht gewettet. Oder Frau? Steht eigentlich irgendwo geschrieben, was das Christkind ist? Ich weiss, Feministinnen plädieren auf Mädchen, wie ja auch Gott eine Frau ist. Der Weihnachtsmann ist zumindest ein Mann. Oder eine fette alte Frau mit dem grässlichsten Damenbart, den ich je gesehen habe. Ob die Emma’s dieser Welt dann immer noch drauf beharren? Kaum. Aber das Christkind? Stelle ich mir jetzt als Goldgelocktes vor, im weissen Nachthemd, also wohl doch eher weiblich. Ein männliches Christkind würde im Superman-Strampelanzug um den Christbaum schwirren. Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist… CHRISTKIND! Hat sich eigentlich so eines oder ein Rauschgoldengelchen schon mal in einer Fliegenfalle verfangen? Ich meine diese klebrigen Dinger zum Aufhängen. Oder diese Moskito-Brutzler für auf die Veranda… “Schatz! Da hat’s schon wieder ein Christkind verschmörzelt!” Aber die treten ja nicht rudelw… hordenwe… schwärmeweise auf, sondern wohl eher einzeln. Hm. Eins pro Familie? Dann müsste ja ein Christkindl-Schulbus vorbeifahren und an jeder Tür eins raustreten. Dann käme aber noch die Frage hinzu, wie so ein kleiner Racker oder eine kleine Rackerine die Abermilliarden Geschenke trägt, die die verwöhnten Bälger heutzutage bekommen von Eltern, die sich Liebe lieber erkaufen, als sich mit ihren Nachkommen zu beschäftigen. Welche dann wiederum meckern, wenn ihnen die elterlichen Sklaven nicht die Markenklamotten kaufen, die sie eigentlich wollten. Weihnachten, ein Geben und Nehmen. Wenn ich mich teils umsehe, dann könnte es einem vergehen. Das Geschrei, Weihnachten sollte man abschaffen, weil es nur Kommerz sei, aber seinen Kindern vermitteln könnte, was wirklich dahinter steht. Aber dazu müsste man etwas über den Tellerrand gucken. Ich bin froh, das sich Menschen kenn, denen Nähe, Fürsorge und Liebe noch etwas bedeuten in dieser Zeit (und überhaupt). Die freuen sich auch, wenn man ihnen ein kleines Gedichten schreibt. Auch wenn das Kärtchen NICHT unter dem Scheibenwischer von einem Porsche steckt. Man kann sich auch an Kleinigkeiten freuen. Wenn man will. Wollt IHR?

Aktuell im Ohr: Zeromancer – Send Me An Angel

Chauvitage bei McKrümel

Abgelegt unter: Allgemein | 10.12.2002 (21:27) |

Was will ich mit meiner beruflichen Zukunft anstellen? Hab ich mich heute mal so beiläufig gefragt, als ich in der Notaufnahme lag. Ausnahmsweise mal nicht auf einem Bett sondern unter einem Drucker. Sofern man ein Ding mit Holzgehäuse “Drucker” nennen kann. Was will ich machen? Ewig den Schraubenzieher halten? Nein, das tu ich nur einmal pro Woche so richtig, wenn Helpdesk-Tag ist und sich alle gegen mich verschworen haben (mal unabhängig davon, dass meine Kollegen immer den Schlitzschraubenzieher verschlampen, wenn ich ihn brauche). Will ich aufsteigen, wie blöde Karriere machen und Chef werden? Nein, das ganz bestimmt nicht. Ich finde Verantwortung schon spannend, aber das reicht mir in meinem Bereich schon, da tanzt der Bär auch ganz schön. Aber Chef? Nö. Obwohl ich mich dann aus der Möglichkeit katapultiere, Zielobjekt beim Hochschlafen zu sein. Aber damit kann ich leben. Wir sind sowieso eine zu kleine Abteilung um das Durchzuziehen. Ich bin auch eher ein Teamplayer, behaupte ich jetzt mal. Obwohl das meine Kollegen möglicherweise anders sehen. So teamclown oder so. Obwohl ich immer bereitwillig antworte, wenn mich jemand was fragt. “Kann ich dich was fragen?” – “HÄÄH?!”. Tschäikb wollte gestern wissen, nachdem er eine Liste mit Namen abarbeiten musste, ob eine bestimmte Person männlich oder weiblich sei. Ich gab dann die korrekte Antwort “weiblich”. Ein weiterer – namentlich nicht weiter zu erwähnender – Kollege fügte dann an, das sei die Blonde mit dem breiten Hintern. Worauf meine vorlaute Klappe zu sagen wusste, dass diese Beschreibung auf vierzig Prozent der weiblichen Belegschaft zutreffe. Beziehungsweise, man könne das blond weglassen, dann würde es auf 98 Prozent zutreffen. Strafende Blicke trafen mich von zwei Seiten mussten sie ja, sind beide verheiratet…). Ich kann zu meiner Verteidigung sagen, dass ich in den letzten Tagen mit einem Schlafmaximum von etwa vier Stunden pro Nacht auskommen musste und drum mein Gehirn etwas hinterher hinkt, wenn es drum geht, meiner Zunge Einhalt zu gebieten. Oder das ist alles ein billiger Rechtfertigungsversuch, den mir keiner abnimmt. Wenn ich ab Morgen im Haus geschnitten werde von allen Seiten, dann weiss ich wenigstens, wer alles mitliest.

Aktuell im Ohr: David Bowie – China Girl

Dumm gelaufen…

Abgelegt unter: Allgemein | 09.12.2002 (16:23) |

So kleine Boshaftigkeiten mag ich:

Ob sich da wohl ein unzufriedener Kunde von Amors Dating-Service beim Chef persönlich beschwert hat?

Aktuell im Ohr: Bruce Hornsby – That’s Just The Way It Is
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