Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch

Schafe im Wolfspelz. Oder umgekehrt.

Abgelegt unter: Allgemein | 31.10.2002 (21:30) |

Vor langer Zeit habe ich mal den Satz ausgesprochen: “Wer nicht in meinem Tage-Buch auftaucht ist irgendwie langweilig, der gibt mir keine Angriffspunkte”. Leser der Classix mögen sich vielleicht dran erinnern. Wenn ich damals gewusst hätte, was für Auswirkungen das für meine Umgebung hat! Kaum erwähne ich mal jemanden wirklich nicht oder lange nicht mehr, geht gleich das Gejammere los, sie seien wohl nicht spannend genug oder eben halt wirklich langweilig. Auch wenn es keiner so recht zugeben will, sie fühlen sich halt doch irgendwie gut, wenn ich sie zerpflücke, dann haben sie ihren kleinen Auftritt im Rampenlicht der Anfängersatire (ausser root, die versucht sich möglichst zurückzuhalten, reitet sich dabei aber unerbittlich tiefer rein). Heute ist mir aufgefallen, dass Smokey wirklich ausser namentlicher Erwähnung so gut wie nie vorgekommen ist. Das mag daran liegen, dass er sich sofort nach Eintreffen im Büro ins zweite Untergeschoss verzieht, sich in unserem Lager verbarrikadiert, den Raum einnebelt und griechische “Musik” hört, die alle gelegentlich Umstehenden (auch unter Aufbringung von gutem Willen) mit verzogenem Gesicht eher dem Bereich der akustischen Vergewaltigung zurechnen würden. Dass man von portugiesischem Fado depressiv wird, das ist mir bekannt. Von Canzoni wird man eingeschmalzt (und von Calzone fett), aber dass man von ebenfalls südländischer Musik an den Rand des Suizids gewinkt wird, DAS konnte ich mir bis anhin nicht mal ansatzweise vorstellen. Jetzt schon. Ich hab ihn ja schon mehrfach darauf hingewiesen, dass es so Institutionen gibt, wo man hingehen kann, um sich Musik hörbarer Natur zuzulegen. Nun hat unser lieber Kollege aber eine Allergie. Gegen “einkaufen”. Könnte MIR ja niemals passieren, drum versucht er mich auch immer anzustellen, ihm aus dem MediaMarkt was mitzubringen, wenn ich mal wieder da bin. Ich hingegen versuche ihn dahin gehend zu dressieren, dass er ohne Beissen und Kratzen von alleine in ein Geschäft reingeht. Und sich dort auch was kauft. Sonst seh ich das so, dass er in kurzer Zeit verhungern wird. Hm. Jetzt weiss ich auch, warum er zu den bizarrsten Zeiten noch im Büro ist und diesen Sound hört. Erstens haben wir eine Kantine, wo man Notfalls Essen bekommt. Wenn nicht, vertreibt das Geplärre ganz sicher jede Art von Hunger. Akustikdiät. Ob sowas schon in der Brigitte stand?

Aktuell im Ohr: Tangled Universe – Message From The Universe

Gestraft fürs Leben

Abgelegt unter: Allgemein | 31.10.2002 (11:08) |

Gestern über hier nach da geklickt und ein bisschen rumgestöbert. Meine Favoritin: Wilma Ficken. Will ich auch, aber deswegen brauch ich mich doch nicht gleich so zu nennen. Könnte mir auch vorstellen, dass bei Bewerbungsgesprächen solche Namen eher hinderlich sind (oder im Falle Besetzungscouch auch wiederum nicht).

Aktuell im Ohr: Anastacia – Paid My Dues

Verkäufertraining in the Wild

Abgelegt unter: Allgemein | 31.10.2002 (8:53) |

14 Jahre meines Lebens habe ich den Schweizerischen Bundesbahnen geopfert, einen Grossteil davon im Bereich Personenverkehr (nein, nicht DAS), Ticketverkauf, Reisebüro, Auskunft, Supervising und Ausbildung in diesem Fachgebiet. Bei Verkäuferschulungen wird man auf bestimmte Sachen gedrillt, wie zum Beispiel verschiedene Fragetechniken, um aus dem Kunden gezielt Infos zu quetschen, um einen möglichst guten Service liefern zu können. Auch Prospektmaterial soll unbedingt mitgegeben werden, damit der Kunde sich zuhause in Ruhe alles nochmal anschauen kann (personalisiert mit Einträgen von Dingen, die man dem Kunden auch schon mündlich gesagt hat). Das war voll drin. Nun bin ich schon einige Jahre weg von dort, aber einige Kenntnisse sind noch da, ebenso, wie ein paar Insiderinfos, die ich genauer bekomme, als es in Pressemitteilungen so steht. In der Zeitung stand nämlich kürzlich, dass mein Generalabo, das ich für die Schweiz habe, ab Dezember auch für Vergünstigungen in Deutschland und Österreich gilt. Von einem Freund habe ich dann auch noch genaue Prozentzahlen bekommen und natürlich wollte ich dann wissen, wie hoch der Preis dann ab Dezember für ein Ticket sein würde. Aus diesem Grund begab ich mich zum Bahnhof und wollte den normalen Preis wissen, um auf Grund dessen die für mich gültigen Kosten zu errechnen. Also fragte ich am Schalter die nette Dame, ob sie mir denn den ganz normalen Fahrpreis von Basel Bad Bf (Grenze) bis nach Düsseldorf sagen könne. Hin und Zurück. Zweite Klasse. Ganz normal. Wann ich denn fahren würde? Egal, ich brauche nur den normalen Preis. Ist denn ein Wochenende dazwischen? Ja, ich weiss, an Wochenenden gibt es Sparpreise, aber ich brauche nur einen normalen Fahrpreis, ohne Schnickschnack. Fahren Sie denn an einem Freitag? Kann sein, in den meisten Fällen ist ein Freitag mit dabei, aber… Weil wenn Sie am Freitag fahren, dann gilt… Ja, ich weiss, wenn ich Freitag oder Sonntag NICHT mitbenutze, dann gilt der Supersparpreis, aber da ich immer so fahren muss, ist es der Sparpreis. Stimmt, genau, aber es kommt ja dann noch darauf an, WANN an diesen… Ist schon klar, aber ich fahre wirklich zu Zeiten, in denen NUR der Sparpreis passt und ich hätte gerne den ganz normalen Fahrpreis. Also der normale fahrpreis ist für diese Strecke 246 Franken, aber mit dem Sparpreis… Da kostet es 199 Franken, ist mir bekannt, ich hatte den schon mal. Benützen Sie denn noch einen ICE? Nein, tu ich nicht und Sie haben mir mit dem Normalpreis schon geholfen. Sie kennen sich aber gut aus. Ja, 14 Jahre SBB machen sich bemerkbar. Ach so, ja natürlich, aber ich empfehle Ihnen schon, übers Wochenende zu fahren, es wird günstiger… Danke, ich werde darauf achten, besten Dank für… Hier, ich gebe Ihnen noch den Prospekt mit, da sind auch die Preise für Euro Domino drin, falls Sie einmal länger bleiben sollten. Äh, ja danke, auf Wiedersehen. Hab den Prospekt eingepackt und bin gegangen. Ich wusste es, irgendwann holt mich die Vergangenheit ein. Da war sie. Und ich hoffe inständig, dass ich damals nicht genau so penetrant war.

Aktuell im Ohr: Was von Lenny Kravitz

Gehört

Abgelegt unter: Allgemein | 30.10.2002 (9:33) |

Am Schalter des Fundbüros am Bahnhof stand heute ein junger Mann, der sein Handy verloren hatte im Zug und eine Suchmeldung aufgab. Die Schalterbeamtin füllte das Formular aus. Nun kam der Punkt telefonische Erreichbarkeit. Ist es nun sinnvoll, wenn der Herr die Nummer des verlorenen Handys angibt, unter der man ihn verständigen soll, wenn sein Handy gefunden wird? Ich meine: NEIN.

Aktuell im Ohr: Eine säuselnde Frauenstimme. Hoobee ist wieder da, mit ihm sein zu leises Radio.

Von der Werbung verspotet

Abgelegt unter: Allgemein | 29.10.2002 (21:06) |

Sind sie nicht schön, die kleinen bunten Filmchen zwischen den Werbepausen? Wenn man sich von der Werbung nicht allzusehr ablenken lässt, kann man sogar eine durchgehende Handlung erkennen. Für die einfacheren unter uns ist Pro7 auch immer so freundlich und spult nochmal drei Minuten zurück, damit man sich nach dem Werbeschock wieder in den Film einfühlen kann. Noch ein anderer Kanal tut das auch, hab aber vergessen welcher. Aber durch die Rückspuler wird der Film länger und da kann dann doch glatt noch ein Werbeblock eingeschoben werden. Schön ist das dann, wenn auf SAT1 (oder einem der anderen Privatsender) ein Film läuft und der gleichzeitig auf ORF läuft (wir kriegen hier ja fast alles). ORF hat keine Unterbrecherwerbung (oder heisst das richtiger Werbeunterbrechungen?) und deshalb ist der durchschnittliche Spielfilm dort locker eine halbe Stunde früher fertig. Von Schinken wie “Vom Winde verweht” oder “Ben Hur” wollen wir jetzt mal gar nicht anfangen, da liegt man schon seit zwei Stunden im Bett und… ähm… schläft. Oh, Scarlett! Oh, Rhett! Mama, ich hab gekleckert! Moment. Seit wann gibt es Zewa im alten Atlanta? Fehlt nur noch, dass die alte Sklavenmama mit einem Swiffer um die Ecke düst. Oder: Das Wagenrennen in Ben Hur, voll die Spannung, das Gemetzel auf Rädern, vier schwitzende PS, Peitschenknallen, das Splittern von Achsen, Brechen von Knochen, Blut im Sand und / Schnitt / BMW – Freude am Fahren. Huh? Ich sitz in solchen Augenblicken mit offenem Mund vor der Kiste und denke: Spinnen die? Tun sie. Weiteres Beispiel: Die voll erotische oder romantische, sicher aber voll die heisse Szene, Kusslippen in Grossaufnahme, perfekt beleuchtete Körper, DIE Stimmung / Schnitt / Aber Schatz, mein Durchfall! PLOPP. Ende Seifenblase. Werbung. Jaja. Informiert über neue Produkte. Informiert über depperte Werber. Die halten uns für doof. Oder haben einige Mechanismen selber noch nicht erfasst. Eine Horde trendiger junger Twens fährt vor eine schöne alte Konditorei und sie bestaunen die tollen Sachen in der Auslage, beschliessen dann reinzugehen und sich was zu holen. Nur eine meckert natürlich, sie würde dann ja nicht mehr abheben können (Gleitschirmfliegen gehen die) und sie nimmt natürlich nur ein Kinder Bueno. Als ob man Industrieschokolade nicht auch sonst an jeder Ecke bekommt, nein, man muss die Konditorin damit auch noch brüskieren, schliesslich stehen sie und ihre Familie nicht jeden Morgen um drei in der Backstube um Köstlichkeiten zu zaubern. Neiiiin. Überhaupt: Auch von einem Berliner oder einem anderen Gebäck hätte die dumme Kuh nicht innerhalb einer halben Stunden drei Zentner zugenommen. Halten Werber Frauen für SO simpel? Männer hingegen SIND simpel, allerdings ollte man das berücksichtigen beim Werbung machen. Sonst geht das daneben, wenn man mit den falschen Schlüsselreizen spielt. Es gibt da einen Spot, den hab ich schon etwa zehnmal gesehen, weiss aber immer noch nicht, wofür der wirbt, weil ich immer auf die Ärsche der Surferinnen starre, die da gezeigt werden. Nasser Stoff auf nasser Haut, da ist mir doch schnurzpiepegal WAS die mir da verkaufen wollen! Primärziel verfehlt.

Aktuell im Ohr: Mesh – Scares Me (Mesh Remix)

American Pie

Abgelegt unter: Allgemein | 29.10.2002 (17:01) |

Heute vormittag habe ich mir in einer American Bakery einen Apple Pie gekauft. Nein, eigentlich nur ein Stück davon. Und stellt euch vor, ich hab das Teil NICHT gepoppt. War ja schliesslich nur ein kleines Stück. Mal ganz abgesehen davon war das nicht mehr warm. Dann ist das nicht dasselbe. War aber eine feine Sache. Apfel mit Zimt. Hm. History repeats. Stimmt! Da jetzt noch eine Kugel Vanilleeis dazu! Hat da jemand was von Süssigkeitenverzicht gesagt? VERRÄTER!

Aktuell im Ohr: Pink Floyd – Another Brick In The Wall

Tic, Tic und Tac

Abgelegt unter: Allgemein | 28.10.2002 (20:32) |

Oh, nur ZWEI Kalorien! Oh, nur ZWEI Gehirnzellen! Klar, ich hab bei TicTac nichts anderes zu tun, als mir zu überlegen, wieviel ich mit einem kleinen Schub frischem Atem grade zunehme. Aber hach, ich brauch mir ja keine Sorgen zu machen, EIN TicTac hat grade mal… Aber wer bitte schön isst nur EIN TicTac aufs Mal? Das reicht ja noch nicht mal um einen Mückenfurz zu überdecken. Geschweige denn eine Wolke aggressiver Atemluft, die nach einem Mahl nach draussen drängt. Nein, da frisst man schon das halbe Schächtelchen weg. Nimmt aber trotzdem nicht zu. Soviel TicTac kann man auf einmal gar nicht fressen, dass man davon zunehmen könnte, denn man kotzt vorher. Wisst ihr, was da auch noch drin ist? Gummi Arabicum. Damit habe ich während meiner Lehre kleine Kartonabschnitte (von Tickets) auf Abrechnungspapierbögen aufgeklebt. Da nahm man ein paar Stücke von dem Zeugs, hat heisses Wasser zugeführt und etwas verpampt und danach war das super Klebstoff. Na dann weiterhin guten Appetit. Aber keine Sorge, hat nur ZWEI Kalorien. Die kleben aber dafür länger. Irgendwie sind mir dann aus meiner Jugendzeit noch andere Süssigkeiten eingefallen. PEZ, zum Beispiel, die kleinen traubenzuckerähnlichen Bonbons, die man aber niemals einfach aus der Packung essen durfte, sondern, die mussten in diese coolen Dispenser abgefüllt werden. Jeder hatte einen anderen Kopf und wenn man den Kopf nach hinten drückte, dann kam vorne ein PEZ rausgeschoben. Zuerst hatte ich Schweinchen Dick, das fand ich nicht ganz so cool. Dafür habe ich dann später Darth Vader bekommen, den hatte ich sehr, sehr lange. Bis ihm ein letztes PEZ den Hals brach. Wortwörtlich. Im Film war der schwerer totzukriegen. Brauchte immerhin DREI Filme, bis er endlich mause war. Der schwarze Blechsack. Aber als PEZ-o-mat war es super. Was es auch gab, war TIKI. Nein, nicht das Floss. Die Brausewürfel (obwohl es genau genommen keine würfel waren, sondern eher Quader, aber Brausequader klingt scheisse) waren EIGENTLICH dazu gedacht, dass man sie in Glas legte und dann Wasser zugab. Es entstand daraus ein Getränk. Kein Klebstoff. Hatte auch etwa zwei Kalorien. Aber meistens hatten wir natürlich weder Glas noch Wasser zur Hand. Was tun? Den Würfel (Quader) ablecken. Das hat dann so nett auf der Zunge gefizzelt, weil das auch noch leicht säuerlich war. Da lief einem auch das Wasser im Mund zusammen. Wasser? Brause? Blöd, wie ich damals war (jaja, einige halten mir diese Eigenschaft auch heute noch zu), versuchte ich natürlich sofort, das ganze Stück Brause in den Mund zu nehmen. Hm, nein, das ist nicht ganz richtig, ich versuchte es nicht nur, ich tat es. In einem Kindermund war nun diese rechteckige Teil etwas gross, weshalb ich es zerbiss und dadurch die Oberfläche vergrösserte, an der nun die Feuchtigkeit meiner Mundhöhle ihre Arbeit verrichten konnte (Physik und Chemie war erst Jahre später). Nach knapp einer Minute sah ich aus wie Rotkäppchens Wolf mit Tollwut, zumindest was die grossen Augen und den Schaum anbelangte. Harte Sau, die ich war, hab ich das Zeugs natürlich nicht ausgespuckt sondern brav alles runtergeschäumt. Mit dem Ergebnis, dass ich nicht nur ziemlich verkrampft aussah, sondern es auch war, weil mir kotzsterbenselend war. Schliesslich reichte so ein Quader (Würfel) so weit ich mich erinnere für einen Liter Getränk. Das war glaube ich Himbeergeschmack. Widerlich. Ekelhaft. Boah, war ich FERTIG! Eine Woche später versuchte ich Colageschmack. Hatte ja schliesslich nur ZWEI Kalorien. Oder so.

Aktuell im Ohr: Melotron – Welt du bist so still

Kunde: “Ich möchte Rumkugeln!”

Abgelegt unter: Allgemein | 27.10.2002 (22:39) |

Konditor: “Okay, aber schmeissen Sie unsere Regale nicht um!”
Ich will weder rumkugeln noch Rumkugeln. Eigentlich war das auch nur ein kleines Einleitungsmanöver, um auf Mozartkugeln zu kommen. Den kann man ja nun schwerlich kugeln, denn der ist a) ziemlich tot und Skelette rollen nicht und b) wenn er auch noch leben würde, wenn man dem Film und den historischen Aufzeichnungen trauen darf, dann war der eher schmal gebaut, also nicht richtig kugeltauglich. Und Pavarottikugeln gibt es keine. Die täte der nämlich sofort wegfressen. Aber Mozartkugeln gibt es. Die original Salzburger einerseits und wie ich kürzlich festgestellt habe, sogar noch ausländische, die aber ebenso schmecken und erst noch einfacher auszupacken sind. Für diejenigen, die das nicht kennen: Im güldenen Glanzpapier findet man Kugeln zarter Schokolade, gefüllt mit feinstem Marzipan und Haselnuss-Nougat. Die sind ziemlich lecker. Haben auch gar keine Kalorien. Null. Nichts. Und die Sonne dreht sich um die Erde. Meine Mutter hat ein Talent. Die spürt förmlich, wenn ich die nächsten paar Wochen zur schokoladefreien Zeitzone erkläre und mir hoch und heilig schwöre, dass ich keinen Süsskram anfassen werde. Man kann dann eine Wette drauf abschliessen, dass sie innerhalb MAXIMAL fünf Tagen von einem Ausflug zurückkommt, wo sie drei Heizdecken und fünf Kilo Butter… ach ne, das war ein anderer Eintrag. Also, sie kommt von einem Ausflug zurück und ganz zufällig hat sie dort Mozartkugeln erstanden, die ihr Sohnemann ja so superlecker findet. Dann sitz ich vor dieser Schachtel und starre die Dinger an. Naja, ich verschieb dann halt die No-Schoggi-Phase auf später. aber: Als meine Mom letztes Mal in Österreich weilte, da konnte ich sie überzeugen, mir KEINE mitzubringen. Ich musste nur etwa fünfzig mal sagen, dass ich wirklich keine will. Hat geklappt. Dann habe ich mir vorgenommen, in der nächsten Zeit keine Schokolade und so Zeugs zu essen. Dankenswerterweise hat meine Freundin irgendwann mal aufgeschnappt, dass ich gerne Mozartkugeln mag. Die ich selbstverständlich kurz darauf geschenkt bekam. Ich musste die Fastenzeit also wieder verschieben. Bis jetzt. Die Packung ist leer. Jetzt gilt es aber. Oh Mist, da liegen noch zwei Tüten Chips. Ach was soll’s, die zählen nicht, die sind nicht süss.

Aktuell im Ohr: Erasure – Freedom

Waiting for the Train that never comes (Madness)

Abgelegt unter: Allgemein | 27.10.2002 (22:17) |

Als es noch heiss war, da konnte man Haut begaffen. Oder Haut begaffende Affen, das war damals mein Tipp. Nun ist Herbst, bald Winter, und Miniröcke werden eher selten. Trotzdem stehen wir uns ab und zu an Bushaltestellen oder Bahnhöfen die frierenden Beine in den Hintern. Die Beine frieren etwas weniger in Strumpfhosen oder langen Unterhosen, aber Long Johns sind unerotisch und wollene Strumpfhosen wollte ich schon als Kind nicht anziehen (leider hatte meine Mutter das bessere Argumentarium als ich). Frauen in Strumpfhosen hingegen haben da keine Probleme, die können allerlei anziehen, egal ob Nylon oder Wolle. Also ich persönlich finde ja so Gemusterte Nylons ganz nett oder im Winter zum Mini so Overknees. Aber ich schwenke ab. Zurück zum Warten und Frieren beim Warten. Da stehen wir also. Und langweilen uns. Weil am Kiosk natürlich wieder mal nicht Neues zu finden war, was wir noch nicht hatten oder überhaupt kaufen und lesen wollten. Aber natürlich sind unsere Mitmenschen wieder der Rettungsanker in der See aus Trübsal. Labelkiddies gibt’s immer und überall, also diese markenartikelgeilen Konsumpsychopathen, die nicht aus dem Haus gehen können, ohne dass an jedem Fetzen deutlich sichtbar ein Markenname prangt. Ich muss meine Calvin Kleins ja auch nicht aus meinen Levi’s raushängen lassen und die sind auch lange genug, dass die Nike’s nicht so auffallen und überhaupt. Bei dem Wetter kann ich noch nicht mal meine Gaultier-Sonnenbrille aufsetzen, auch wenn die zum Boss-Jacket echt edel aussehen würde. Aber das ist nicht das Thema. Weil MEINE Labels nicht sichtbar sind. Ich wäre also keine Hilfe. Aber DIE sind es. Es bietet sich dann nämlich an, mit denen Klamottenscrabble zu spielen. Wer aus den Buchstaben auf den Fummeln seines Nebenmannes die meisten Wörter bilden kann ist der Held des Tages. Sollten wider Erwarten zuwenige Labelträger anwesend sein, dann gibt es immer noch die Möglichkeit des Frisurenbingos. Habt ihr schon mal drauf geachtet, mit was für Wucherungen auf dem Kopf (nicht auf dem Hals, nein, nein) gewisse Leute sich trauen, das Haus zu verlassen? Diese optische Drangsalierung des durchschnittlich ausgebildeten Geschmacksnervs? Haben die Leute denn GAR kein Gewissen? Also los, wer die schlimmste Frisur auf dem Bahnsteig findet gewinnt! Strengt euch aber an beim Suchen, ich hab hier schon einige Favoriten.

Aktuell im Ohr: Lenny Kravitz – You Were In My Heart

Limited Edition

Abgelegt unter: Allgemein | 26.10.2002 (17:54) |

Mövenpick hat grad ihre Limited Winter Edition rausgebracht: Apfel-Zimt-Eis. Muaaah, LECKER!

Aktuell im Ohr: Cappella – U Got 2 Know (Beam vs. Cyrus Remix)
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