Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch

Kanada – die Odyssee

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 08.10.2001 (21:18) |

Ich hab ja von drüben schon mal angedroht, dass ich einige meiner Ferienerlebnisse noch zum besten geben würde und siehe da, es ist soweit, ich mach die Drohung wahr. Es wird nicht so detailliert wie es war oder so langatmig wie die kanadischen Landschaften langgezogen sein können, aber ein paar Sächelchen würd ich schon gern teilen. Deshalb wandert alles etappenweise in diesen gleichen Eintrag hier.

ERSTE ETAPPE : Zürich – Flug – Vancouver, Zugfahrt über Kamloops nach Calgary

Es ging ja schon beim Boarden des Flugzeugs in Zürich los. Eine Dreiherreihe und wo sitz ich? Zwischen zwei Japapanern, die aber lieber zusammen sitzen wollen uind mir dafür den Fensterplatz überlassen, den ich nicht will, wo sie mich aber hinscheuchen. Diskussion überflüssig und auch völlig hinfällig, denn wie es sich für Japaner auf Reisen gehört, sprechen sie alle Fremdsprachen ausser japanisch NICHT. War ja nur bis London, diese knapp eineinhalb Stunden vergingen auch wie im Flug (wer DIESEN Satz generiert hat sollte den Löwen zum Frass vorgeworfen werden, denn wenn man sich nur Economy leisten kann, vergeht NICHTS, vor allem keine Zeit!). Den wichtigen Briefumschlag, den ich hätte einwerfen müssen (in Zürich) hab ich dann natürlich aus London schicken müssen, was aber vorgängig Geldwechseln erforderte – zu einem Scheisskurs – und Briefmarkenkaufen – NUR im Block, nicht einzeln. Dafür hatte ich dann nach Klischeejapanern auf dem Überseeflug zwei männliche Klischeeitaliener vor mir, noch mucho macho ging fast nicht. Warum muss man in einem dunklen Flugzeug Sonnenbrillen in die Haare stöpseln? Stimmt, Haarreif ist die richtige Antwort, denn was lange genug in DEN zugeschleimten Haaren gesteckt hat wird zum Durchsehen prinzipiell komplett untauglich. Also ihr mekrt schon, die Einstimmung war fabulös. Aber das Ankommen in Kanada (nach einem recht unterhaltsamen Film – A Knight’s Tale – der sicher noch unterhaltsamer gewesen wäre, hätte man das Flugzeug nicht nur für die letzten 20 Minuten abgedunkelt) war dann schon besser. Schönes Wetter, angenehme Temperaturen, freundliche Menschen – ausser dem Knaller im Hotel – und günstige Preise machten einen überaus netten ersten Eindruck.

ZWEITE ETAPPE : Calgary – Edmonton – Jasper

DRITTE ETAPPE : Jasper – Zugfahrt über Prince George nach Prince Rupert – Fähre nach Port Hardy

VIERTE ETAPPE : Port Hardy – Courtenay – Victoria – Vancouver Airport – Zürich

Nachtrag in der Überarbeitung: Ich glaub, ich hab die Notizen noch irgendwo. Hm. Glauben heisst, nicht wissen. Ich such glaub mal.

Aber das ist gesund!

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 08.10.2001 (20:59) |

Kennt nicht jeder diesen Satz aus dem Munde seiner oder ihrer Mutter? Dabei ist es aber natürlich so, dass nicht Gummibärchen, Schokolade oder T-Bone-Steaks gesund sind, sondern natürlich immer nur das, was wir hassen. Da sist eine der ungerechten Gesetzmässigkeiten im Universum. Hustensirup. Ist ziemlich BÄH aber gesund. Ausser dieser eine da, der ist süss lecker und hat auch gar kein süchtig machendes Codein drin. Glaube ich zumindest. Gemüse. JEDER Mensch hat (mindestens) irgendein Gemüse, das er hasst und vernichten will. Aber genau DA sagt Mami “Aber das ist gesund!”. “Ist mir doch egal, ich muss kotzen davon!” würde man ihr gern entgegenschreien, leider ist man zu dem Zeitpunkt meistens noch ein Kind und würde sich deratige Äusserungen niemals nicht erlauben aus Angst vor Repressalien oder dem Verstecken von lecker Fressalien. Also schweigt man und wird erwachsen und weigert sich ab sofort und ist stolz auf sich. Dann sagt der Arbeitskollege auf dem Nebensitz. “Du, das ist aber gesund!” ARGH! Wird man das nie los? Doch, man legt sich eine Allergie zu, das funktioniert dann sehr gut. Man kann sich gut entschuldigen damit; der kleine Nachteil ist, man kotzt WIRKLICH, wenn man es isst. Aber es wäre ja SO gesund. Warum behauptet man das eigentlich? Soll das ein Anreiz sein um etwas zu essen, was man nicht mag? Jede Erpressung oder Drohung dürfte da mehr helfen als dieser Satz. Aber Mütter aller Zeiten sind so richtig drin festgefahren in diesem Satz, deshalb hört man ihn immer und immer wieder und keiner glaubt echt dran (andere Beispiele: “Grösse ist nicht wichtig” oder “Ich liebe nur dich” etc.). Aber es scheint irgendwie die Seele zu beruhigen. Zumindest diejenige desjenigen welcher dasjenige sagt. Oder umgekehrt? Ach was weiss ich? Apropos, wissen, ich weiss, dass in gewissen Kreisen behauptet wird, Eigenurin sei gesund. Das ist noch so ein Stuss, bloss weil das gesund sein soll, muss man ja nicht… IÄRKS. Obwohl es ja Zeitgenossen gibt, die denken, sie können sich aus sich selber ernähren, also ein menschliches perpetuum mobile oder so, die leben nicht von der Hand in den Mund, wie das Sprichwort sagt, sondern von der Nase in den Mund. Es wurden ja schon viele Menschen mit dem Finger in der Nase erwischt, das ist ja noch nicht tragisch, die gehen wenigstens in sich und holen was aus sich raus, und so gewisses hartnäckiges Zeugs kommt halt besser mit Hilfe eines Fingernagels raus, aber dann gibts TASCHENTÜCHER! Nicht alles was von innen kommt muss da auch wieder hin zurück. *schüttel* Dies war ein Statement für guten Geschmack. Danke fürs Zuhören und hoffentlich hats den einen oder andern kräftig geschüttelt.

Aktuell im Ohr: Bosco – Satellite (Tomb Raider Soundtrack)