Das "Tage"-Buch historisch und hysterisch

Nur ein Baum

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 20.08.2001 (19:40) |

Gestern noch schien die Sonne.
Gestern noch waren die Bäume grün.
Doch gestern fielen auch schon kleine gelbe Blätter von den Bäumen.
Ich hatte diese Melodie im Ohr und schaute den Blättern zu.
Sie waren trocken und zerbrechlich.
Sie fielen ganz langsam, im Wind schaukelnd zu Boden.
Alles lief wie in Zeitlupe.
Und doch war alles in kräftigen Farben wie schon lange nicht mehr.
Dann kam die Nacht und dein letztes Blatt fiel.
Es würde keine neuen Blätter mehr geben an deinem Baum.
Am Morgen regnete es.
Es war kühl und es tropfte in mein Gesicht als ich nach oben schaute um die Blätter zu sehen.
Aber es war nur grau dort.
Die Tropfen des Regens gesellten sich zu meinen eigenen.
Langsam kam die Sonne wieder hervor.
Da wusste ich, dass dein Baum und deine Blätter weiter wachsen würden.
Irgendwo, wo die Sonne wieder schien.
Und hier, wo wir jedes Blatt hegen und pflegen müssen, denn irgendwann wird es vom Wind verweht werden.

Für meinen Dad, 1926 – 2001

Aktuell im Ohr: Natalie Imbruglia – Smoke

Aufschrift des Tages

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 16.08.2001 (20:41) |

“chisel pointed for extra penetrating power”
(Meisselform fÜr extra Eindring-Kraft)

Was bin ich froh, stand dieser Text auf einer Packung Heftklammern und nicht auf Kondomen. Eindringen, penetrieren, stechen, nageln sind sowieso AusdrÜcke, die einem bzw. einer schon im Vorfeld den Spass verleiden könnten. Das Einzige, was einigermassen vertretbar klingt und mir jetzt grad einfällt ist “deflorieren”. Aber das klappt ja bloss nur einmal.

Geschäftsidee der Woche

Abgelegt unter: Allgemein | 13.08.2001 (11:08) |

Rent-A-Kid

Wohlgemerkt, diese Idee stammt NICHT von mir, sondern von einer Frau! Die ist darüber hinaus noch Mutter! Schlägt mir aber allen Ernstes vor, ich könne mir als Single ja mal ein Kind ausleihen (gegen irgendwas, was dann ja Miete wäre), weil Männer mit Kindern ziemlich gut ankommen bei Personen des weiblichen Geschlechts. Da muss sich irgend etwas unter der Oberfläche abspielen, was uns Männern verborgen bleibt. Okay, uns bleibt das meiste verborgen. Eigentlich alles, wenn ich mir das genau überlege. Gehört das in die gleiche Kategorie wie Frau mit Hund? “Ach, ist der (SIND SIE) niedlich, beisst der (SIE)? Darf man den streicheln (DARF ICH SIE POPPEN)?” Also solle ich doch mit einem dieser Racker an den Zürisee zum Frauen gucken. Bloss muss ich dann anscheinend aufpassen, was ich antworte, wenn mir Fragen gestellt werden. “Ist das Ihrer?” + “Nein, ich hab den Hosenscheisser bloss für den Aufriss” = FALSCH. “Sie mögen Kinder?” + “Schon, ich bekomm bloss kein ganzes am Stück runter” oder “Mit Pfeffersosse schon” = FALSCH. “Ist das Ihres?” + “Leider nein, ich passe nur für eine Bekannte auf sie auf” = RICHTIG. Wie die weiteren Feinheiten zu platzieren sind werde ich noch abklären, auch, wie man da wieder rauskommt, wenn man gelogen hat.

Street Parade & Energy

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 13.08.2001 (9:55) |

Es war Samstag, es war schönes Wetter, es war nicht zu heiss, und die Stimmung war gut. Was lag also näher, als nach Zürich zu ziehen mit luftigen Klamotten an und der Absicht, tierisch abfeiern zu gehen. Schliesslich war ja wieder einmal Street Parade. Bis anhin wurde die so stiefmütterlich als kleine Schwester der Love Parade bezeichnet (vor allem von den Love Paradern), was jetzt nicht mehr geht, denn auch wir in der kleinen Schweiz hatten diesmal über eine Million Leute da (steigende Tendenz im Gegensatz zu den andern). Die Kostüme und Wagen sind immer noch besser und wir haben keine Fischerchöre und keine RTL2-Wagen, nebenbei sind unsere BigBrother-”Stars” alle schon wieder vergessen, weswegen wir auch keine Pseudoprominenz haben, die ihre Möchtegernberühmtseinfressen in irgendwelche Kameras strecken.
Was einige Leute an ALLEN Paraden nicht schnallen: NICHT mit dem Auto anreisen, schon gar nicht am Tag der Parade selber, denn die stehen da so lange im Stau oder suchen Parkplätze, bis in der Stadt alles vorbei ist. Wobei ich bei den Deutschen nicht sicher bin, ob die das nicht mit Absicht machen, schliesslich verbringen auch jedes Jahr ein paar Tausend ihren Urlaub zu Ostern und im Sommer auf deutschen (und anderen) Autobahnen. Das muss so ein Urtrieb sein wie bei den Lemmingen, die sich rudelweise von der Klippe stürzen (Lemminge, so sei den Computer-Lemmings-Spielern verraten, sind NICHT grün!). Dabei sind Autobahnen eigentlich selten was Schönes, aber was erwarte ich von einem Land, die Ballermann als Kulturhauptstadt Spaniens sehen. Schweifen wir von den Vor- und Urteilen zurück zur Parade.
Auf einem Balkon uns gegenüber standen zwei Muskelposer mit weissen Handschühchen und deren krampfhaft beckenkreisende Freundinnen. Die männlichen Exponate waren weder cool, noch die weiblichen erotisch oder sexy oder sowas. Aber man bildet sich schliesslich was ein. Hinter/über uns im ersten Stock des Hauses aber waren zwei Seniorinnen, die ebenfalls ihr Augenmerk auf die vorbeiziehende Parade richteten und hey, die gingen ab, gaben alles und so. Poser gibt es an solchen Anlässen ja genug, coole Alte hingegen nicht. Nun lenkte sich natürlich sofort die komplette Aufmerksamkeit jedes (wirklich JEDES) Wagens sofort zu den Rave-Omis und weg von den Schlaffis gegenüber. Das gleiche passierte mit jeder Meute hinter den Wagen. Respect to the gray haired ladies! Und für den Balkon gegenüber ein Zitat aus einem Beck-Song: “I’m a loser baby, so why don’t you kill me”!
Die Energy war eigentlich auch ganz nett, aber bis zu meinem Heimgang recht… hmmm… nein, unspektakulär kann ich nicht sagen, denn akrobatisch verrenkende Bikini-Tänzerinnen, Feuerspeier, Breakdancer, Headspinner, Feuerakrobaten, Safri Duo LIVE und recht cooler Sound sorgten schon dafür, dass die Post abging. Vielleicht war es anders, weil man die Luft nicht abschneiden und den Sauerstoff rauswringen musste. Oder weil man nicht nach fünf Minuten schon von irgendwelchen nackten Oberkörpern mit Fremdschweiss vollgesabbert wurde. Oder weil man zur Abwechslung mal Platz zum hotten hatte. Bis zu dem Moment, wo sich einer auf meinen Fuss setzte. Ein sagen wir mal… korpulenter… nein… umfangreicher… auch nicht… Hmm. Nein, es geht nicht anders, der war FETT. Tut mir leid, political correctness mal beiseite, der war einfach nur mit einem tierisch gigantischen Hintern gesegnet und platziert den GENAU auf meinem linken Fuss. Ich hab den dann mit Schwung wieder drunter hervor gezogen, was der irgendwie gar nicht so gemerkt hat. Wischte sich bloss den Hosenboden leicht ab. Also am ehesten war er mit dem Typen aus Austin-Powers-2 zu vergleichen. Der ganz ganz Grosse, der da vorkommt. Würg! Ein kleines Experiment konnte ich mir natürlich nicht verkneifen, nämlich rauszufinden was passiert, wenn man seinen Tanzstil etwas verändert und gaaanz zufällig jemanden tritt. Nichts! GAR nichts. Das Fett schlug nicht mal so starke Wellen, dass es bis zu ihm durchgedrungen wäre. Kein Wunder heisst es, Dicke seien gemütlicher, wenn gar nichts bis zu ihnen durchkommt. Und jetzt läster ich nicht mehr weiter und versuche meinen Fuss wieder auf eine normale Grösse zusammenzufalten.

Aktuell im Ohr: Fortran 5 – Time to dream

Also um ehrlich zu sein…

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 10.08.2001 (7:38) |

Situation: Man ist beim Einkaufen und plötzlich aus heiterem Himmel und total unverhofft steht jemand vor einem (Ex-Freundin, ehemalige Mitschüler, Lehrer, verschollene Familienmitglieder, etc.) und grüsst mit den Worten “Heeeeey, dich hab’ ich ja EWIG nicht gesehen!” oder “Bist du das WIRKLICH?” oder ähnlichem Schwall. Dabei kann es vorkommen, dass man umarmt wird, einen Knuff in den Oberarm bekommt, sich links-rechts Küsschen aufhaucht (in der Schweiz und Frankreich gibt es noch ein -links dazu), sich also mit Vertraulichkeiten bewirft, die man ansonsten grade mal seinem Lebensabschnittspartner oder sehr engen Freunden angedeihen lässt. Man hat dann zwei Möglichkeiten: einerseits könnte man sich freuen (selten) oder man verflucht sich, warum man ausgerechnet an diesem Tag Lust auf Bratkartoffeln hatte und jetzt vor eben diesem Regal und ebendieser Person stand (häufig). Man antwortet mit ähnlichen Floskeln und versucht das Ganze auf einer sachlichen distanzierten Ebene zu halten. Aber DANN wirft das Gegenüber den Killersatz in den Raum (ich überlege mir regelmässig, ob ich es jemals schaffen werde, diesen Satz ZUERST zu sagen und ob das überhaupt was bringen würde): “Gut siehst du aus.” Das ist natürlich gelogen. Wer verzweifelt genug ist, regelmässig diese Seiten zu lesen, KANN einfach nicht gut aussehen (weibliche Gegenbeweise mit Bild an den Verfasser). Jetzt stehen wir unter Erwartungsdruck. Die Person gegenüber (im Weiteren der Einfachheit halber “Person” genannt) macht jetzt nämlich Fishing-for-Compliments und erwartet einen Satz wie: “Du aber auch!” Das ist ja nun wohl das LETZTE, das wir sagen wollen würden! Schliesslich hat sie einen fetten Arsch bekommen (geschieht ihr recht) oder er hat Haarausfall oder eine Wampe oder was auch immer (geschieht ihm auch alles recht) und sieht ganz bestimmt AUCH nicht gut aus. Also bietet sich als spontane Antwort an: “DU nicht!” Ich kann mir vorstellen, dass da einige Gesichtszüge ganz sachte aber konsequent entgleisen würden. Oder: “Du auch, aber hattest du früher nicht Grösse 38?” oder: “Was du nicht sagst!” oder “Lüg mich nicht an, du SAU!” (nach dem Genuss von Erdbeeren) oder alles andere, was uns gerade durch den Kopf schiesst und definitiv wahrheitsgetreuer wäre als das, was wir tatsächlich sagen: “Du aber auch, höhö”. Als ob das nicht genug wäre unterlegen wir es mimisch mit einem halbdebilen Grinsen. Dann betreibt man noch zehn Minuten lang active phrasing and floskeling und überlegt sich im Hinterkopf krampfhaft Taktiken, wie man möglichst schnell aus dieser Situation rauskommt, weil man mit der Person weder was trinken, noch essen, noch jemals wieder in der Öffentlichkeit gesehen werden will. Ich reisse mit Vorliebe meine Uhr hoch und sage “Oha, ich muss los, sonst verpass ich den Bus / Zug / etc.” und mache einen Abgang. “Wir können ja telefonieren” werfe ich noch in die Abschiedssequenz, mit dem bombensicheren Wissen im Kopf, dass keiner die Telefonnummer des anderen hat. Sollte das der Person auffallen, verschanze ich mich solange hinter den grossen Tierfuttersäcken, bis die Luft rein ist. Gemütlich steh ich dann wieder auf, dreh mich um und starre in ein Gesicht das sagt: “Heeeeey, dich hab’ ich ja EWIG nicht gesehen! Gut siehst du aus!”

Aktuell im Ohr: OPM – Stash up

Ekler des Jahres

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 09.08.2001 (13:56) |

Eiweiss-Pizza

Was der Titel schon andeutet darf natürlich nicht verschwiegen werden, solche Unflätigkeiten gehören ans Licht gezerrt. Die Story kam von phizzy, ich bin hier bloss der geschüttelte (nicht gerührte) Weiterleiter. Da ging es um einen Herrn, der vom Pizza essen einen Tripper bekam, aber nicht an der Stelle, wo man den normalerweise bekommt, neiiieeeen, sondern im Mund. Wie geht das nun beim Pizza essen? Tja, Untersuchungen haben ergeben, dass die Pizzalieferer einne drauf abgewedelt haben. Lecker nicht? Trank jemand grad kürzlich im Fitnesscenter einen Eiweissdrink? Macht euch bloss keine Gedanken drüber…

Nachtrag: Von wegen abwedeln… Gibt es da eigentlich NUR dämliche Ausdrücke dafür? Ich mein, onanieren kommt immerhin von einem Typen namens Onan (biblische Person, wusste gar nicht, dass die da schon sowas gemacht haben…), nachdem man das benennen konnte (davon abgesehen gab es ja auch Onan, der Barbar). Aber wer zum Teufel hiess Masturb?

Tools for Fools Part. 1 (an dieser Stelle)

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 09.08.2001 (7:26) |

Es gibt Leute, die haben eine ganz bestimmte Fähigkeit. Diese eine besondere Fähigkeit ist es, welche die betreffenden oder betroffenen Menschen aus dem Einheitsbrei der ganzen Meute hervorhebt und sie zu etwas Besonderem, Speziellem macht. Irgendwie mag man gar nicht so recht glauben, dass das tatsächlich echt ist und man fängt an zu grübeln und hinterfragen. Man will wissen, ob es wirklich so sein kann oder ob da vielleicht ein Werkzeug dahintersteckt, das dieses Menschen ermöglicht, eben genau SOOOO besonders zu sein. Die Kornkreise zum Beispiel, sind die echt einfach so entstanden oder gibt es eine ausserirdische Vereinigung, die das Zeug mit einem Riesenstempel mal kurz in die Felder hämmert? Ist Arnold Schwarzenegger wirklich so muckig oder wird der jeden Tag erst aufgeblasen von seiner Frau (die gleiche Theorie hatten wir ja über Chefchen, aber bei dem wissen die wenigsten wie er aussieht)? Der Auslöser dieser Story aber war natürlich jemand aus meiner näheren Umgebung und die Besonderheit bei ihm ist, er kann essen, WAS ER WILL, er hat danach Krümel im Gesicht. Aber nicht einfach nur so, sondern auf einer ausgerichteten Linie verteilt (nochmal Kornkreise ahoi, obwohl es hier eher Kornlinien sind, beziehungsweise Kornproduktlinien. Nur ist Produktlinie wieder was anderes, also lass ich das hier), teils nur Mundwinkel-Region, teils bis auf die Backen raus (die oberen). Die Nahrungsmittel müssen nicht mal unbedingt krümeln, bei ihm kleben danach trotzdem Krümelchen im Gesicht. Oder klebt da schon eher das Gesicht an / in / um den / den / die Krümel? Dann sind die auch noch resistent! Wenn er dann nach mehreren Zischern, Winkern und ähnlich unpeinlichen Hinweisversuchen geschnallt hat, dass es wieder so weit ist, wischt er sie dann meistens weg (vielleicht bemerkt er unsere Winker absichtlich nicht, weil er ein Krümelposer ist?). Er versucht es zumindest. Natürlich verschwinden die nicht einfach, sondern verteilen sich in wunderschönen Mustern im Restgesicht und kleben dann auch noch frech. Drum habe ich da auch eine Theorie: Die Krümel sind nicht echt, sondern stammen aus einem Brösel-Labello, den er kurz rausholt, wenn wir nicht schauen und dann malt er sich das Zeugs um die Futterleiste. Drum gehn die auch nicht einfach weg, weil die sind ja fett-schmiere-supported und kleben, lassen sich also nicht einfach wegwischen. Das könnt ihr auch im Selbstversuch ausprobieren, dippt mal einen Labello in ein paar Krümel und verschmiert das Zeugs im Gesicht. Wer das schönste Krümelface fotografiert und schickt gewinnt eine Tüte Zwieback. Was schliesslich und endlich den LaKrümelo (nein, das bin nicht ich) zum Tool der Stunde macht, ob es nun existiert oder nicht. Ich nenn auch bewusst keine Namen hier, um betreffende Person nicht zu denunzieren und zum öffentlichen Schaustück zu machen in der Cafeteria, gell Hoobee…

Aktuell im Ohr: Captain Jack – Iko Iko

Das nackte nächtliche Grauen

Abgelegt unter: Allgemein | 08.08.2001 (7:27) |

LaNutte, beziehungsweise LaNotte ist die längste Erotiksendung der Welt (mit sex Stunden Länge, abzüglich Werbesendung für den Turbo Chef oder sowas und minus die Ich-verrat-Dir-was-Telefon-Porno-Werbung) und der längste Stumpfsinn für notgeile Volldödel. Aber wenn man sich da vor den Fernseher packt und schon ein paar Promillchen durch den Blutkreislauf rennen lässt, dann kann man sich da wunderbar unterhalten. Auf einem extrem tiefen Niveau natürlich, aber das macht die halbe deutsche Nation auf Mallorca auch (kleine Randbemerkung zum Thema wir Schweizer würden bescheuert reden: Mallorce spricht sich Majorca und nicht Malllllorcka, es heisst Stratschatella und nicht Strazidela und man sagt auch nicht Ninia sondern Ninscha). Aber zurück zum Thema, das auch bei www.powerwutz.org noch seine unverdiente Popularität bekommt: Diese Sendung läuft auf TM3, jede Nacht von Mitternacht bis sex Uhr Morgens und ist nichts anderes als genau das gleiche wie den Rest vom Tag auf TM3, einfach mit doofen Fragen und noch dooferen Kandidaten rund ums Thema SEX (was denn sonst). Man füge dem noch eine bis zwei verhaltensgestörte Moderatorinnen bei (muss man doch sein, um bei Big Brother zu gewinnen) und ein paar Stripper und Stripperinnen, die nicht nur nicht gut aussehen sondern auch noch nicht strippen können. Da werden die geilsten Songs, bei denen man allein vom Hinhören geil werden könnte, derart mit dem Grausen auf zwei Beinen entstellt, dass man eigentlich froh sein könnte über eine Blitzerblindung. Das wär ja aber noch nicht alles, denn es gibt ja diese lustigen Quizzes, wo man zum Beispiel um den Jackpop spielt (nein, keine Vertippse, sondern die elende Wahrheit über Wortspiele im deutschen Nacktfernsehen). Geniale Fragen, wie: “Wie nennt man eine Prostituierte, Call Girl oder Call Center?” Tja, das kommt ganz auf die GRÖSSE der Prostituierten an. Oder: “Wie nennt man schmutziges Gerede? Dirty Talk oder Piggy Talk?” Fragt das mal Kermit, das wird wohl der Einzige sein, der das anders sieht. Entsetzen tut mich eigentlich nur, dass sogar eine Frage wie “Was ist Cellulite, Pfirsichschale oder Orangenhaut?” FALSCH beantwortet wird! Aber die Fragen sind ja zum Teil auch entsetzlich schwer und die Moderatorinnen lassen keine Gelegenheit aus, darauf hinzuweisen, dass sie das in der Nervosität auch nicht gewusst hätten, denn sie waren auch in der Schule nicht grade die hellsten Köpfe in Mathe, Geografie, Geschichte, etc blabla (hier bitte jedes andere existierende Schulfach einsetzen). Dafür können sie dann schon mal zu einem Kandidaten sagen, der aus lauter Nervösegetöse an einem Kissen rumkaut “Du kannst jetzt den Zipfel wieder aus dem Mund nehmen!” WAAAHNSINN LIGHT!
Apropos Dirty Talk: Ich habe mal gelesen, dass es nicht nur Allergien gibt, die sich körperlich auswirken, sondern mental. Da war ein konkreter Fall beschrieben von einer Frau, die nicht durhc Atemnot oder Pickel reagiert, wenn sie bestimmte Lebensmittel isst, sondern dadurch, dass sie stinkig wird und andere massiv angiftet (nein, es handelt sich grade NICHT um PMS an dieser Stelle) und beschimpft. Das lässt sich natürlich nutzen: Wenn man drauf steht, dann kann man seine Partnerin/Partner mit allergenem Material füttern. Allerdings sollte man als Allergiker die andere Hälfte darauf hinweisen WENN man das hat. Schliesslich geht die Romantik oder die Geilheit möglicherweise flöten, wenn man sich neuneinhalbwochenmässig vorm Kühlschrank absabbert, eine Erdbeere schleckt und dann antwortet mit “DU Arschloch! Dumme SAU!” Dürfte einen LEICHT negativen Einfluss haben auf die Beziehung. Aber nur ganz ganz leicht…

Aktuell im Ohr: Chapter & Page – Revelation (Dark Moon Remix)

Suggestion, Wutzismus und Videotapes

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 07.08.2001 (10:45) |

Ich erinner mich an einen Geburtstag vor ein paar Jahren, wo ich von roger und Bul aus unerfindlichen Gründen UNTERWÄSCHE geschenkt bekam, aber weder Lederstring (kreisch, nicht schon wieder) noch Strapse oder Ähnliches, sondern drei verschiedene mehr oder weniger praktische Herren-Unterhosen, die jeweils einen Lebensabschnitt deuten sollten. Das erste war ein Jockey-Slip (zum Reiten, hähähä) mit Fussballmuster. Da bekommt der Ausdruck Ballspiele ganz andere Bedeutung. Wobei man durchaus auch Bikinis mit gleichem Print herstellen könnte. Und je nachdem bekommt man nicht mal eine Strafe für Handspiel. Unter Umständen sogar einen Freistoss. Oder aber man wird sofort vom Platz gestellt. Aber zurück, denn da kamen noch eine Sport-Short… hmmm… Sport-Shorts ist besser und Designer-Edel-Shorts. Die letzten beiden liessen Glocken erklingen (hach, ich find die Querbezüge klasse), denn sie brachten mich auf den Punkt Assoziation und Suggestion. Was versuchen wir uns mit Unterhosen einzureden? Also jetzt die Männer, weil Frauenunterwäsche hat immer ziemlich schicke Namen. SCHIESSER? Na? Die Edelmarke heisst Bruno BANANI. Na? Na? Aber dann versteh ich den Calvin KLEIN nicht, das ist eher kontraproduktiv.
Was fällt mir sonst noch zu wilden Themen ein? Eine MENGE! Zitat aus einer Sendung über den weiblichen Orgasmus (da seht ihr mal, was ich mir für euch alles antue): “Wenn ich gestresst und durcheinander bin, mach ich es mir selber und wenn ich so richtig komme, räumt das alles wieder auf.” Aha! Kann ich sowas bitte für meine Wohnung haben? Die sollte auch mal wieder richtig aufgeräumt werden. Oder ein nettes Zitat aus dem geschulten Munde eines Herrmann Maier, seines Zeichens österreichischer Bergerunterrutscher: “Jo, do nutzma dann hoit die Gletscher aus!” MANN! Bloss weil es eine Spalte hat, heisst das nicht, dass man es ausnützen darf! Aber das ist vielleicht in diesen kargen Bergtälern was anderes, schliesslich ist man dort ja etwas abgeschieden von der Welt. Oder ist man dann eher ausgeschieden, wenn man am Arsch der Welt sitzt? Fragen über Fragen…

Aktuell im Ohr: Bauarbeiter – Lärm (Krachmach-Remix)

Spruch des Tages

Abgelegt unter: Kuchenförmchen | 07.08.2001 (10:22) |

Ich hab’ noch nie so realistische Frauenschenkel gesehen.

Ein Mitarbeiter des Mediamarktes auf die Frage, welche Spiele auf dem Dreamcast besser seien als auf der Playstation 2. Seine Nennung war “SoulCalibur” mit obenstehender Begründung. Ich konnt es mir nicht verkneifen ihn zu Fragen, ob er denn in Realität keine Vergleichsmöglichkeiten hätte. Die tiefrote Färbung seiner Flappe-Öhrchen strafte sein “dochdoch” allerdings Lügen.